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Wismar Das „Spatzenhaus“ wird größer
Mecklenburg Wismar Das „Spatzenhaus“ wird größer
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06:32 19.04.2017
Amy, Emma, John und Selma (v.l.) haben Plätze in der Kita „Spatzenhaus“ in Hornstorf bei Wismar. Auch Ute Wiese, die stellvertretende Leiterin, weiß, wie begehrt die Plätze sind. Quelle: Kartheuser, Sylvia

Die Kita „Spatzenhaus“ im Hornstorfer Ortsteil Rohlstorf platzt aus allen Nähten - und es gibt eine Warteliste. „Wir müssen und wollen erweitern“, sagt Bürgermeister Andreas Treumann (parteilos). Als Zwischenlösung sollen Mietcontainer aufgestellt werden. Dafür gaben alle Gemeindevertreter ihre Zustimmung.

Warteliste im Krippenbereich

Besonders eng werde es demnächst im Krippenbereich. Schon jetzt sei abzusehen, dass im August vier Kinder auf der Warteliste stehen werden. „Und das wird sich kontinuierlich steigern, im September werden es sechs Kinder sein und im Juni 2018 dann zwölf“, zählt Andreas Treumann auf. Neue Anmeldungen kämen derzeit alle zwei bis drei Wochen. Daher würde die Gemeinde lieber heute als morgen mit den Erweiterungsarbeiten beginnen. Die Planungen laufen, im nächsten Monat könnte der Bauantrag beim Landkreis eingereicht werden. „Wir hoffen, dass wir dieses Jahr im September anfangen können, um dann im November 2018 fertig zu sein. Ich weiß, dass ist ganz schön sportlich, aber ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen“, sagt Andreas Treumann.

Fünfstelliger Betrag plus Nebenkosten

Für die Mietcontainer muss Hornstorf einen fünfstelligen Betrag aufbringen. „Wir haben anhand eines unverbindlichen Angebots mal die Kosten geschätzt. Danach müssten wir monatlich etwa 2500 bis 2700 Euro zahlen, zuzüglich der Betriebskosten für Heizung, Strom und Wasser“, erklärt Treumann. Einen Teil der Kosten würde die Gemeinde zwar über die Kita-Beträge wieder hereinbekommen. „Dennoch wird einiges an uns hängenbleiben.“ Zum Aufstellen der Container gebe es keine Alternative, erklärt Gemeindevertreter Michael Homuth (parteilos). „Wenn hier kein Platz ist und Eltern ihre Kinder erst einmal woanders angemeldet haben, sind sie für immer weg - und deren Geschwisterkinder dann vielleicht auch.“ Das koste die Gemeinde auf Dauer viel mehr, als die Zwischenlösung.

Zwei Krippengruppen mehr

Die Mietcontainer hätten noch einen Vorteil. „Jeder, der einmal gebaut hat, hat die Erfahrung gemacht: das kann durchaus etwas länger dauern als geplant“, so Treumann. Durch die Variante mit den Containern ließe sich so eine Phase gut abfedern. In dem von der Gemeinde gekauften Nachbarhaus der Kita soll Platz geschaffen werden für zwei weitere Kindergarten- sowie zwei zusätzliche Krippengruppen. 60000 Euro hat die Gemeinde für die Umbaukosten veranschlagt.

Bessere Parkplatzsituation

Gemeindevertreter Andre Falke (parteilos) liegt vor allem daran, dass im Zuge der Baumaßnahmen die Parkplatzsituation an der Kita verbessert wird. „Für die Nachbarn ist es jetzt schon heftig, wenn die Eltern die Kinder morgens bringen und nachmittags abholen, dann wird sogar auf fremden Einfahrten geparkt“, erklärt Falke und sagt: „So schön der wassergebundene Weg ist, ich denke, wir werden uns davon verabschieden müssen.“ Der Gemeindevertreter und der Bürgermeister sind da auf einer Linie. „Dieser Punkt liegt uns allen am Herzen“, versichert Treumann. Ein Parkplatz-Angebot solle am besten auf dem Gelände geschaffen werden. „Wir müssen die Fahrzeuge von der Straße bekommen“, sagt er. Allein schon, weil mit der Verdopplung der Kapazitäten ein doppelt so hoher „Anlieferverkehr“ einhergehen werde.

Kochen in der eigenen Küche

Eine Besonderheit der Kita: Sie hat eine eigene Küche, in der täglich für die Kinder - oft auch mit der Hilfe der Kinder - gekocht wird. Zubereitet werden die Speisen nach den Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kindertageseinrichtungen. Im vergangenen Jahr schaffte die Kita damit sogar den ersten Platz beim Gesundheitspreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Sylvia Kartheuser

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