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Debatte um Fahrradhelme und gefährliche Kreuzungen

Debatte um Fahrradhelme und gefährliche Kreuzungen

Leser nennen Vorschläge und weitere Gefahrenpunkte

Wismar Der Beitrag über die für Radfahrer gefährliche Kreuzung an der Ecke Lübsche Straße/Erwin-Fischer-Straße in Wismar und die Debatte um Helmpflicht bei Radfahrern (OZ vom Dienstag) hat eine Reihe von Reaktionen ausgelöst.

 

OZ-Bild

Die Ecke Lübsche Straße/Erwin-Fischer-Straße zählt zu den gefährlichen Kreuzungen in Wismar.

Quelle: hoff

So wünscht sich Olaf Reinike mehr Präsenz der Polizei an der Kreuzung. Er meint: „Der Helm könnte zwar die Schwere der Kopfverletzungen herabsetzen, aber die Gefahr, gesundheitlichen Schaden zu erleiden, bleibt ja, gerade wegen der unaufmerksamen Autofahrer. Auch die Stadt ist hier gefragt: Warum ist diese wichtige Radwegfurt nicht aufgepflastert, sodass die Autos über einen Buckel fahren? Die Ursachen – überhöhte Geschwindigkeit, Unaufmerksamkeit, Nutzung Smartphone beim Fahren und linke Radwege – müssen beseitigt werden.“

Eine Autofahrerin schlägt eine Ampelanlage vor, Roland Richter macht den Vorschlag, dass ein Geländer errichtet werden sollte, sodass Radler die Kreuzung nicht direkt passieren können. Dann könne sich der Autofahrer erst auf die Radfahrer konzentrieren, ein Stück vorfahren und dann auf die Autos der Hauptstraße. Eine Wismarerin macht darauf aufmerksam: „Leider ist die Haltelinie kaum noch zu sehen für den Autofahrer, daher wird das Stoppschild kaum beachtet. Das merken die Radfahrer leider sehr oft da.“

Bernhard Knothe ist der Meinung: „Die Kreuzung Lübsche Straße/ Erwin-Fischer-Straße ist gut einsehbar, aber auch gefährlich.“ Er spannt den Bogen weiter und möchte darauf hinweisen, dass der Kreisverkehr Lübsche Straße/Dahlmannstraße/Ulmenstraße „keine Rennstrecke für Fahrradfahrer ist. Durch die aufgestellten Schilder ist eindeutig geregelt, dass der Verkehr auf der Straße Vorfahrt hat und nicht die Radfahrer!“ Dieter Hofmann schreibt: „Wir wohnen in Dargetzow und fahren fast jeden Tag mit den Fahrrädern in die Stadt. Das Problem ist in der Tat, dass die Kraftfahrer einfach nicht am Stoppschild halten!“ Er nennt vier Beispiele für gefährliche Kreuzungen: Rostocker Straße/Kastanienallee, Rostocker Straße/Molkereistraße, Rostocker Straße/An der Bebberwiese und Am Weißen Stein/Greeser Weg.

Heiko Müller trägt als Rennradfahrer einen Helm und seit einem Erlebnis im Januar 2015 stellt sich bei ihm die Frage generell nicht mehr. Damals sah er einen blutverschmierten Helm einer Freundin nach einem harmlosen, aber unglücklichen Sturz. Er meint: „Pflicht oder Zwang müssen nicht sein, jeder muss es selber entscheiden.“ Allerdings erinnert er an die Gurtpflicht für Autofahrer. „Danach kräht auch seit Jahren kein Hahn mehr, weil eben erwiesen ist, dass auch er Leben retten kann.“

Marie Anne Schlaberg vom ADFC spricht sich zur Überraschung einiger Leser gegen eine generelle Helmpflicht aus: „Es geht darum, dass der Helm nicht die Unfälle verhindert, sondern die Sicherheit dadurch trügerisch sein kann. Keineswegs möchte ich die Rechte der Radfahrer einschränken, doch an solchen Einmündungen vergewissere ich mich immer, ob ich gesehen wurde, erst dann nehme ich mein Vorfahrtsrecht voll in Anspruch.“ Dazu meint Daniela Holdt: „Ich weiß nicht, was der Helm den Kindern für eine trügerische Sicherheit geben soll?

Natürlich müssen alle im Straßenverkehr Rücksicht nehmen, das steht doch gar nicht zur Debatte! Es geht lediglich um das Tragen eines Helmes zur eigenen Sicherheit. Die Unfallzahlen sprechen doch für sich!“

Heiko Hoffmann

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