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Debatte um Freizeitareal am Hafen

Wismar Debatte um Freizeitareal am Hafen

Drei Fraktionen fordern öffentliche Beteiligung

Wismar. Hohe Wellen in der Diskussion schlägt die geplante Freizeitfläche am Alten Hafen (die OZ berichtete). SPD und CDU haben sich verwundert bis kritisch zu den Äußerungen des Unesco-Sachverständigenbeirates geäußert, der das Grün auf ein Minimum beschränken möchte und von einer zu üppigen Spiellandschaft wenig hält.

 

OZ-Bild

Sabine Mönch-Kalina

Quelle: Foto: Privat

Jetzt bringen die Fraktionen Für Wismar, FDP/Grüne und Linke das Thema in die Bürgerschaft ein. Im gemeinsamen Antrag für die Sitzung am Donnerstag, 15. Februar (Beginn 17 Uhr im Rathaus), heißt es: „Der Sachverständigenbeirat kritisierte, dass zu viel Grün vorgesehen ist. Dies wird in der Öffentlichkeit und von uns anders gesehen. Nach ausführlicher Diskussion sollte das Problem der Bürgerschaft zur Entscheidung vorgelegt werde. Damit wollen wir deutlich machen, dass die Bürgerschaft und nicht der Sachverständigenbeirat letztendlich entscheiden.“

Die drei Fraktionen wollen mit dem Antrag erreichen, dass die Bürgerschaft in jeder Phase der Planung einzubeziehen ist und sich die endgültige Beschlussfassung über die Gestaltung und deren Kosten vorbehält. Der Bürgermeister soll informieren, wie die Öffentlichkeit in das Vorhaben einbezogen wird. Es habe Zusagen zur Bürgerbeteiligung gegeben. Diese, so Sabine Mönch-Kalina (Für Wismar) „sind bisher nicht eingehalten worden“. In dem Antrag wird auch gefordert, dass die Bürgerschaft und der Unesco-Sachverständigenbeirat die Gestaltung der Fläche hinsichtlich der Bepflanzung und Begrünung gemeinsam diskutieren.

Der Vorentwurf für die Fläche zwischen den Speichern sieht neben Spielmöglichkeiten zwei Baumgruppen, Sitzbänke, Bereiche für Boule und Kubb (Wikingerschach), Lampen und Hinweisstelen mit Informationen zu den Speichern vor.

In der Sitzung des Bauausschusses kam der Entwurf gut an. Für die etwa 70 mal 35 Meter große Fläche inmitten der Speicher hat die Stadt 680000 Euro im Haushalt eingeplant. Wismar hatte Ende 2017 den Auftrag zur Gestaltung an die Landschaftsarchitekten bdla aus Rostock vergeben.

Heiko Hoffmann

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