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Wismar Den Drogen auf der Spur: Unterwegs als Polizistinnen
Mecklenburg Wismar Den Drogen auf der Spur: Unterwegs als Polizistinnen
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00:00 28.03.2014
Ein Gruppenfoto mit Spürhund Ossi durfte nach dem Girlsday natürlich nicht fehlen. Fotos (2): Maik Freitag

Ein klitzekleines bisschen Marihuana hatte Hauptkommissar und Polizeisprecher André Falke in einem der vielen Rucksäcke der 21 Mädchen gestern Vormittag versteckt. Gespannt warteten die Schülerinnen, die zum Girls‘ Day der Polizeiinspektion Wismar einen Besuch abstatteten, wie sich Schäferhund „Ossi“ verhalten würde. Der ließ sich nicht im Geringsten beirren und hatte schon nach wenigen Sekunden seine Spürnase bewiesen. Zufrieden war nicht nur André Falke, sondern auch die Mädchen, die sich einmal die Polizeiarbeit zeigen ließen. Den Beruf zu erlernen stand unter anderem zur Debatte. „Um Menschen in Notsituationen zu helfen“, sagte Jessi Schwerin. Die 15-Jährige kommt aus Bad Kleinen und macht sich bereits Gedanken, welchen Beruf sie mal erlernen möchte.

Doch die Anfangseuphorie dieses Girls‘ Days wich nach vier Stunden der Ernüchterung. „Ich hatte mir das interessanter vorgestellt. Ich glaube, das ist doch nichts für mich“, resümierte die Bad Kleinerin. Ganz anders sah das Christin Jenner aus Klütz. Die Neuntklässlerin war von den Demonstrationen hellauf begeistert. „Eigentlich wollte ich nur mal schauen, was man hier so macht. Polizistin will ich nicht unbedingt werden“, erklärte die Klützerin unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung. Doch nach dem Vorführen der Kriminaltechnik, der Hundeausbildung und einem Film über die Polizeiarbeit änderte sich die Meinung der 15-Jährigen. „Ich fand das toll. Es wäre tatsächlich eine Richtung, die passen könnte“, revidierte sie ihre Meinung.

Noch lange auf die Ausbildung warten müssen hingegen die vier Gadebuscher Fünftklässlerinnen Lea Schwarz, Lea Hennecke, Lucie-Marleen Rehse und Lee-Ann Twardowski. Doch die vier Schülerinnen war schon jetzt begeistert von der Polizeiarbeit. Besonders stolz präsentierten sie ihre Fingerabdrücke, die sie zusammen mit Kriminaltechnikerin Katja Minzlaff genommen hatten. „Wir mussten den Finger hin- und herrollen. Jetzt kann man genau den Abdruck des Fingers sehen“, erklärten die Mädchen. Begeistert waren vor allem Lee-Ann Twardowski und Lea Hennecke. Nachdem sie eine kleine Runde mit dem Einsatzwagen gedreht hatten, durften sie noch einen Blick in die Waffenkammer der Polizeiinspektion werfen und auch eine Waffe in die Hand nehmen. „Das war schon cool“, sagte Lee-Ann Twardowski. Dass die Vorführung ihre Wirkung nicht verfehlte, merkte man anschließend. „Klar, jetzt wollen wir Polizistinnen werden“, sagten die Gadebuscherinnen. Doch bis dahin dauert es noch. „Es wäre schön, wenn sich die eine oder andere für die Polizeiarbeit interessiert, aber bis dahin kann noch viel passieren“, sagte André Falke.

Girls Day
Der Girls Day wurde gestern bundesweit durchgeführt. In Nordwestmecklenburg und Wismar beteiligten sich 15 Firmen mit mehr als 150 Stellen für Mädchen der fünften bis zwölften Klasse.

Fast 30 Prozent der Teilnehmerinnen gaben im vergangenen Jahr an, dass sie sich nach dem Aktionstag um ein Praktikum oder eine Ausbildung bei den Firmen beworben haben.

2015 findet der Girls Day am 23. April statt.



Maik Freitag

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