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Junge Frauen und Männer aus Westmecklenburg lernen im Freilichtmuseum – freiwillig und sozial

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Gute Rahmenbedingungen im Freiwilligen Sozialen Jahr in der Denkmalpflege: Die 19-jährige Johanna Müller platziert einen Weidenzweig im Fachwerk eines Speichers auf dem Denkmalhof „Bechelsdorfer Schulzenhaus“ in Schönberg.

Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Schönberg. /Wismar. Eigentlich wohnt Maria Hofmann in Leipzig, doch im Winter ist sie viel unterwegs – als selbstständige Tischlerin und Holzgestalterin. In dieser Woche arbeitet die 30-Jährige in Schönberg. Im Freilichtmuseum „Bechelsdorfer Schulzenhaus“ betreut sie junge Frauen und Männer, die ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege absolvieren.

OZ-Bild

Junge Frauen und Männer aus Westmecklenburg lernen im Freilichtmuseum – freiwillig und sozial

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Möglich macht das die Jugendbauhütte Wismar. Die Einrichtung der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste bietet jungen Menschen die Chance, Arbeitsfelder in der Denkmalpflege kennenzulernen und sich weiterzuentwickeln – sowohl beruflich als auch persönlich. Außerdem unterstützen sie die Gesellschaft beim Erhalt von Denkmälern. Ein Vorbild, dessen sie sich bedienen, sind die mittelalterlichen Bauhütten, in denen gemeinsam gelebt und gearbeitet wurde.

„Jedes Jahr machen zwischen 18 und 25 junge Menschen mit“, erläutert Maria Hofmann im Freilichtmuseum in Schönberg. Dort leitet die Sächsin Jugendliche und junge Erwachsene an, die Holz auf traditionelle Weise bearbeiten wollen. Die jungen Menschen erlernen am halbfertigen Nachbau eines historischen Speichers, wie ein Fachwerkgebäude in Lehmbauweise ausgefacht wird. Diese Methode gab’s schon vor vielen Jahrhunderten. Heute schätzen wieder viele Menschen den natürlichen Lehmbau wegen seiner Vorteile bei Ökologie, Raumklima und Gesundheit.

„Man liest immer wieder über den Lehmbau. Es selbst zu machen, ist aber doch etwas anderes“, sagt der 20-jährige Martin Funk auf dem Denkmalhof in Schönberg. Er absolviert den größten Teil seines Freiwilligen Sozialen Jahres bei der Landtagsverwaltung im Schweriner Schloss. Danach will er Geschichte studieren und schließlich als Geschichtslehrer arbeiten.

Viele junge Menschen arbeiten im Freiwilligen Sozialen Jahr in der Denkmalpflege für ein Museum oder eine Behörde, andere bei Zimmerern,Tischlern, Maurern, Stuckateuren, Restauratoren, Architekten.

Zwischendurch treffen sich alle Frauen und Männer einer Jugendbauhütte zu sechs Fachseminaren. Dann lernen sie gemeinsam. „Wir sind zum ersten Mal hier in Schönberg“, erklärt Bauhüttenleiter Martin Bettermann aus der Hansestadt Wismar.

Maria Hofmann sagt: „Die Einsatzstellen sind sehr vielfältig.“ Die Holzexpertin kennt das Freiwillige Soziale Jahr in der Denkmalpflege schon lange. 2006 hat sie selbst eins gemacht. Die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste sind seit 1983 als Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres anerkannt.

Kontakt: Jugendbauhütte Wismar,

☎ 03841/226943, E-Mailadresse: fjs.denkmal.hwi@ijgd.de

Jürgen Lenz

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