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Wismar Der Hundeflüsterer von Bad Kleinen erobert die Show-Bühne
Mecklenburg Wismar Der Hundeflüsterer von Bad Kleinen erobert die Show-Bühne
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00:23 04.05.2018
Zwergpudeldame Wilma stolziert neben ihrem Frauchen Ulrike Priske über eine Holzbrücke auf dem Hundeübungsplatz in Losten.
Bad Kleinen

Skateboard fahren, sich im Kreis drehen, durch die Beine seines Herrchens laufen – für den blonden Mischlingshund Addi ist das überhaupt kein Problem. Kein Wunder, er gehört zu Hundetrainer Lars Spiering aus Bad Kleinen. Die beiden sind ein eingespieltes Team, das sieht man auf den ersten Blick. Sie sind nicht nur Vorbild für die Schüler, die in Spierings Hundeschule kommen. Im September werden die beiden sogar auf der Bühne in der Schweriner Sport- und Kongresshalle stehen.

Dabei hat Lars Spiering eine wichtige Botschaft für Hundebesitzer: „Viele Hundebesitzer bringen ihren Tieren jede Menge Tricks bei. Elementare Dinge, wie ruhig an der Leine zu gehen oder sich nach Kommando auf die Decke zu legen, können viele nicht“, betont Lars Spiering. Doch genau das sei ihm als Trainer wichtig. Vor sieben Jahren hat sich Spiering in Bad Kleinen selbständig gemacht. Der 30-Jährige ist fest davon überzeugt: Jeder Hundehalter sollte in die Hundeschule gehen und grundlegende Elemente für die Erziehung seines Hundes lernen.

Mehr als 3000 Hunden und ihren Besitzern hat der Bad Kleiner schon bei der Erziehung geholfen. Viele kommen für ein Training bei ihm extra in den kleinen Ort an den Schweriner See – zum Beispiel aus Wismar, Schwerin oder Lübow, aber auch aus Bonn und Braunschweig.

Auch Ulrike Priske aus Lübow kommt regelmäßig zu Lars Spiering in die Hundeschule und auf den Trainingsplatz im Ortsteil Losten. Mit dabei hat sie ihre Zwergpudeldame Wilma, die einmal zum Therapiebegleithund ausgebildet werden soll. Das zweijährige Tier soll über einen kleinen Parcours auf dem Platz laufen. Leichtfüßig überwindet Wilma Hindernisse und läuft neben ihrem Frauchen über eine Brücke. Kein Problem für die Pudeldame. Beide haben sichtlich Spaß dabei. „Das sollen sie auch“, kommentiert Hundetrainer Lars Spiering, der ursprünglich aus Stralsund kommt.

Auf dem Übungsplatz treffen sich an diesem Tag außerdem ein Australien Shepherd, eine Französische Bulldogge, ein Labrador und ein Rhodesian Ridgeback – samt ihrer Herrchen und Frauchen. Und: Sie alle kommen bestens miteinander aus. Während die Französische Bulldogge Barney über eine Wippe balanciert, erschnüffelt Australien Shepherd Lucy ihr Leckerli unter einem Pylonen. Rhodesian Ridgeback Helga lernt, zu apportieren. Das Verhältnis zwischen dem Hundetrainer und seinen Schülern ist herzlich, es wird gelacht und erzählt. So verschieden alle sind, die Liebe zu den Vierbeinern ist ihnen gemein.

„Jeder Hundehalter sucht sich den Hund aus, der zu ihm passt. Wir mögen, was uns ähnlich ist“, ist Lars Spiering überzeugt. Er selbst wusste schon in jungem Alter, dass er Hunde liebt und mit ihnen arbeiten will. „Ich war zwölf Jahre alt, als ich meinen ersten Hund – einen Ridgeback – bekam“, berichtet der Bad Kleiner. Mit 13 Jahren hat er dann schon erste Kurse in einer Hundeschule geleitet, dann aber zunächst eine Lehre zum Fertigungsmechaniker gemacht. „Das war aber nicht das, was ich machen wollte“, erinnert sich der 30-Jährige. Also hat er sich zum Dienst- und Sporthundetrainer und in Hundepsychologie ausbilden lassen und sich dann selbstständig gemacht.

Immer wieder sind seitdem Hundehalter mit besonderen Wünschen zu ihm gekommen: „Ich habe mal eine Dame als Kundin gehabt, die ihren kleinen Hund ständig auf langen Reisen im Flugzeug mitnehmen musste. Der Hund musste lernen, dort sein Geschäft zu machen – auf Kommando. Und es hat geklappt.“

Was Lars Spierings Hund Addi schon alles gelernt hat, zeigen die beiden am 1. September in der Stadthalle in der Landeshauptstadt Schwerin mit ihrer Show „Wenn Lars und Addi reisen“. Im Programm sollen unter anderem Hundehalter auf die Schippe genommen werden, die sich nicht gut benehmen. „Wir wollen aber zeigen, wie schön das Leben mit einem Hund sein kann“, sagt der Hundetrainer.

Addi selbst ist eine Mischung aus der tibetischen Hunderasse Shih Tzu und dem deutschen Jagdterrier. „Addi musste schon mit drei Wochen von seiner Mutter weg, also nannten wir ihn erst Adieu.

Daraus ist dann Addi geworden“, erzählt Lars Spiering. Inzwischen ist der aufgeweckte Vierbeiner sieben Jahre alt und aus Lars Spierings Leben nicht mehr wegzudenken.

Michaela Krohn

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