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Der erste Tanz führte zu 60 Jahren Ehe

Neukloster Der erste Tanz führte zu 60 Jahren Ehe

Helene und Fritz-Georg Fuchs haben in Neukloster diamantene Hochzeit gefeiert.

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Helene (80) und Fritz-Georg Fuchs (84) aus Neukloster sind 60 Jahre verheiratet. Gestern hatten sie diamantene Hochzeit.

Quelle: Sylvia Kartheuser

Neukloster. Fritz-Georg Fuchs weiß noch genau, wie er seine Helene kennengelernt hat. „Meine Familie wohnte in Ravensruh, Helenes in Tollow. Dazwischen liegt Nevern, und dort beim Tanz zum Sommerfest sind wir uns 1950 das erste Mal begegnet“, erzählt der 84-Jährige. Drei Jahre später wurde geheiratet. Nach 60 Ehejahren wurde gestern in Neukloster diamantene — nicht wie versehentlich gemeldet goldene — Hochzeit gefeiert.

„Leni war jung, hübsch und eine gute Tänzerin.“ Darum war sie Fritz-Georg gleich aufgefallen. Und auch er blieb nicht unbemerkt. „Er war schon ein schmucker Kerl“, erinnert sich Helene Fuchs, die im April 80. Geburtstag feierte.

Allzu oft trafen sie sich anfangs allerdings nicht. „Es war schwierig, zueinanderzukommen — in Gummistiefeln“, sagt Fritz-Georg Fuchs und lacht. Das änderte sich 1952, als in Ravensruh die LPG gegründet, Fritz-Georg Mitglied wurde und Helene dort als Gemeindesekretärin arbeitete. Sie lernten sich besser kennen und lieben. Am 11. September 1953 wurde schließlich geheiratet und Helene zog zur Familie Fuchs nach Ravensruh.

„1954 wurde unser erster Sohn, 1959 der zweite und 1961 unsere Tochter geboren“, zählt Helene Fuchs auf. Die Söhne sind mit ihren Familien fortgezogen, nur die Tochter ist in Neukloster geblieben.

Gefeiert wird das Ehejubiläum in mehreren Etappen. Gestern Vormittag gratulierten ehemalige Arbeitskollegen, Bekannte und auch Frank Meier, Neuklosters Bürgermeister. Am Nachmittag waren die Nachbarn zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Am Sonnabend schließlich werden alle Kinder, Schwiegerkinder und die sechs Enkel erwartet. „Alle Besucher auf einmal, das wäre uns doch zu viel geworden“, sagt Fritz-Georg Fuchs.

In einer Pause zwischen den Besuchern ist ein bisschen Zeit, sich an die Vergangenheit zu erinnern. „Habe ich eigentlich erzählt, dass ich gelernter Ostpreuße bin?“, fragt der Jubilar. Seine Familie habe zu jenen gehört, die 1945 mit Pferd und Wagen über das vereiste Haff geflohen sind. „In Ravensruh kamen wir wieder alle zusammen und fanden eine neue Heimat — außer mein Vater, der war verstorben“, erzählt Fritz- Georg Fuchs.

Bis 1962 blieb auch die junge Familie mit ihren drei Kindern in Ravensruh. „Meine Frau kümmerte sich um alles, die Kinder, den Haushalt, das Vieh, den Garten — und meist machte sie das allein“, erinnert sich der Jubilar. Viel Arbeit sei das gewesen und einer der Gründe, warum sie nach Neukloster gezogen sind. Dann sei Schluss gewesen mit der Tierhaltung. „Aber der Garten ist noch immer unsere ganze Freude“, sagt Helene Fuchs.

Was ist ihr Rezept für eine so lange und glückliche Ehe? Die 80-Jährige denkt kurz nach. „Jeder von uns hatte seine Pflichten und Aufgaben und hat sie ernst genommen“, antwortet sie schließlich.

Fritz-Georg nickt nachdrücklich und ergänzt: „Wir sind zwar nicht immer einer Meinung gewesen, wurden uns aber immer schnell einig — und wir haben nie das Lachen verlernt.“

Unser Rezept: Wir kannten unsere Aufgaben und haben nie das Lachen verlernt.“ Fritz-Georg Fuchs (84)

 

Sylvia Kartheuser

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