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Der lange Weg zur Schweineaufzucht

Passee Der lange Weg zur Schweineaufzucht

Unterlagen zum Bau eines Stalls in Passee liegen beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt / Seit den ersten Überlegungen sind sechs Jahre vergangen

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Ob es in der Gemeinde Passee eine Ferkelaufzucht geben wird, hängt vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt ab.

Quelle: Frank Söllner

Passee. Es ist still geworden um die Anlage, die die BBL Ferkelaufzucht GmbH zwischen Passee, Tüzen und Goldberg errichten will. „Wir sind immer noch im BImschG-Verfahren“, erklärte Bart Beltmann, Leiter der Ferkelaufzucht, den Gemeindevertretern. Doch jetzt lägen aus seiner Sicht alle nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImschG) erforderlichen Unterlagen beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu).

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Unterlagen zum Bau eines Stalls in Passee liegen beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt / Seit den ersten Überlegungen sind sechs Jahre vergangen

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Das gesamte Planungsverfahren zieht sich seit Jahren hin. Erste Überlegungen gab es bereits 2010. Zwei Jahre später ging die BBL Ferkelaufzucht GmbH, die mit der Landboden Glasin einen Unternehmensverbund bildet, in die Genehmigungsverfahren. „Das Raumordnungsverfahren war 2013 abgeschlossen“, sagte Bart Beltmann. Im Jahr darauf begannen die Genehmigungsverfahren nach dem BiMschG.

„Wir hatten 2014 auch einen Erörterungstermin, der sehr hilfreich war. Er hat uns die Stärken und Schwächen unseres Antrags und der geplanten Anlage aufgezeigt“, erläuterte Bart Beltmann. 2015 habe man das ganze Jahr für die Nacharbeiten an Antrag und Anlage gebraucht. „Jetzt gibt es nur noch ein paar kleine Punkte, die wir klären müssen.“

Anfangs habe er sich über die ständigen Verzögerungen geärgert, räumt der Landwirt mit holländischen Wurzeln und Vater von drei Kindern ein „Jetzt kann ich vieles besser nachvollziehen“, sagte Bart Beltmann. Zum Beispiel, dass das Stalu mit immer neuen Forderungen kam. „Das Amt will einfach ganz sicher sein, dass alles genehmigungsfähig ist“, führte der Leiter der Ferkelaufzucht aus. Auch sei ihm und seinen Partnern bei der Landboden Glasin im Lauf der vergangenen drei Jahre „unsere Verantwortung gegenüber den Tieren und den Menschen“ noch bewusster geworden. „Aber wir stehen dahinter und sind auf jeden Fall immer noch dabei“, betonte Bart Beltmann.

Auf die Frage von Bürgermeister Adolf Wittek (Achtsame Demokraten), wann es mit dem Bau der Ferkelaufzucht endlich losgehe, zuckte Bart Beltmann mit den Schultern. „Das kann ich beim besten Willen nicht sagen, wir haben uns schon so oft getäuscht, dass ich keine Prognose mehr wage.“

Die geplante Ferkelaufzucht an der Landesstraße stieß von Anfang an auf Widerstand. Es gründete sich die Bürgerinitiative „Zukunft Passee“. Ihr geht es nicht nur um die aus ihrer Sicht wenig artgerechte Haltung der Sauen und Ferkel, ihr geht es auch um die Menschen und die Umwelt. Die Initiative führt an, dass zehntausende Liter Gülle anfallen würden, die geruchsneutral auf den Feldern der Landboden Glasin Betriebs GmbH ausgebracht werden sollen. Das könnte, so vermutet die BI, zu steigenden Nitratwerten im Grundwasser führen. Bei anderen Massentierhaltungen sei genau das geschehen.

Adolf Wittek sagte den Gegnern bereits vor zwei Jahren: „Wir als Gemeinde haben im Grunde gar keine Entscheidungsmacht.“ Das letzte Wort habe das Staatliche Amt – und das wurde bis heute noch nicht gesprochen.

Pläne für die Anlage

10 000 Aufzuchtplätze für Ferkel, die nicht mehr von der Muttersau gesäugt werden, sollen in der Anlage entstehen.

2700 Plätze für Sauen, Jungsauen und Eber sowie 220 Aufzuchtplätze für Jungsauen.

Die Anlage soll mit modernster Technik ausgestattet werden. Das gilt vor allem für das Luftfiltersystem. Von der Anlage soll keine Geruchsbelästigung ausgehen.

Die Gülle, die durch die Tierhaltung anfällt, soll geruchsneutral auf den Feldern der Landboden Glasin Betriebs GmbH ausgebracht werden.

Sylvia Kartheuser

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