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Die Dudes sind am Wochenende nach Afrika gestartet

Wismar Die Dudes sind am Wochenende nach Afrika gestartet

Jan Kaminski und Philipp Augustinowski haben sich auf ihre 8000 Kilometer lange Reise nach Gambia mit dem Auto gemacht

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Am Freitag ging es für die beiden Abenteurer Jan Kaminski (l.) und Philipp Augustinowski vom Wismarer Marktplatz los. Die beiden Männer sind auf eine 8000 Kilometer lange Tour nach Westafrika. Ihr Ziel ist Banjul (Gambia).

Quelle: Nicole Hollatz

Wismar. Das „Team Dudes“ ist am Freitag startklar gewesen, die Abenteuer-Tour von Jan Kaminski und Philipp Augustinowski hat auf dem Marktplatz begonnen. Die beiden Wismarer werden in den nächsten 20 Tagen 8000 Kilometer zurücklegen — und das in einem 24 Jahre alten Auto. Erst nach Dresden, dann immer weiter südlich bis nach Westafrika. Zielort: Banjul in Gambia. Die beiden Männer haben sich für die Rallye Dresden-Dakar-Banjul angemeldet, eine wohltätige Tour mit nachhaltigem Hintergrund (die OZ berichtete).

Am Dienstag vergangener Woche wurde der mittlerweile bunt beklebte Ford Sierra bereits Probe gepackt. „Am Mittwoch haben wir dann noch die letzten Erledigungen gemacht und am Donnerstag wurde das Auto dann final beladen“, erzählt Jan Kaminski. Mit im Gepäck: Werkzeug, Campingausrüstung, Klamotten, Fußballtrikots, Bälle und Bademäntel. „Das werden wohl auch die einzigen Kleidungsstücke sein, die wir wieder zurückbringen werden“, sagt der 37-Jährige. „An diesem Teil hänge ich. Das steht für Urlaub.“ Alle anderen Gepäckstücke wollen die beiden Hanseaten auf ihrer Tour verschenken.

Wie sich das für echte Dudes gehört — Fans des Kultfilms „The Big Lebowski“ aus dem Jahr 1998 werden sich das denken können — wird auch der Kaffeelikör Kaluha eingepackt, für den Feierabend „White Russian“ nach einem langen Rallyetag. Dieser Cocktail ist quasi das Lebenselixier von Jeff Bridges, dem Hauptdarsteller und „Dude“, der als Inspiration für den Teamnamen diente. „Die eine oder andere Filmszene werden wir bestimmt nachspielen“, meint Philipp Augustinowski (33) lachend. „Die passenden Bärte haben wir ja bereits.“

Zusätzlich zu dem Auto, das am Zielort für wohltätige Zwecke versteigert wird, haben die beiden noch 2203 Euro an Spendengeldern im Gepäck. „1003 Euro kommen von der Firma Egger“, erzählt

Kaminski. „Mit diesem Geld soll die Tischlerei unterstützt werden, die gerade in Banjul aufgebaut wird.“ Auch die Schüler des Tannenberg-Gymnasiums in Grevesmühlen haben gesammelt. Elisa Kröger, die Tochter von Jan Kaminski, besucht dort die 7. Klasse. 355 Euro sind durch die Schüler zusammen gekommen, auf 710 Euro verdoppeln die beiden Rallyefahrer diese Summe. Davon soll die Schule in Banjul profitieren. „Wir danken allen Sponsoren, die uns bis zum heutigen Tag geholfen haben“, betont Kaminski. Seien es die zahlreichen Geldgeber, die nun mit Aufklebern das Auto zieren oder auch die stillen Unterstützer. „All die positiven Rückmeldungen, die wir bekommen haben, waren eine zusätzliche Motivation für uns“, sagt Augustinowski. Rückhalt gab es auch von den Freunden und Familien. Vom Wismarer Marktplatz ging die erste Etappe nach Dresden, zum offiziellen Startort der Rallye. „Wir freuen uns, dass es jetzt endlich losgeht. Aber die Aufregung steigt“, gibt Augustinowski zu. Die letzten Verbesserungen am Auto hat er Anfang letzter Woche noch vorgenommen. Der Ford ist nun mit einer Steckdose für die Kühlbox oder das Handyladekabel ausgestattet. „Wir werden, je nach Empfang, auf unserer Facebook- Seite über unsere Tour berichten“, so Augustinowksi. Das Auto ist zudem mit zwei Kameras ausgestattet. Schon durch die ganze Vorbereitung haben die beiden Rallye-Neulinge Blut geleckt. „Ich könnte mir sehr gut vorstellen, zum Wiederholungstäter zu werden“, sagt Kaminski mit einem Grinsen. „Aber beim nächsten Mal brauchen wir dann ein viel größeres Fahrzeug, um noch mehr an Hilfsgütern mitzunehmen.“ Die ersten 3000 Kilometer bis nach Spanien wollen die beiden Dudes im Eiltempo absolvieren. „Sonntagabend wollen wir schon im Warmen sein und dort noch etwas Urlaubsflair genießen“, sagt Kaminski. Bevor sie dann mit den anderen Rallyeteilnehmern in Spanien auf die Fähre rollen, die Afrika ansteuert. Und dann beginnt das richtige Abenteurer.

Die Rallye

2006 fand die erste Rallye von Dresden nach Banjul statt. Seitdem wird die Tour in jedem Frühjahr und Herbst veranstaltet.

Organisiert wird diese Challenge vom Dresdner Verein Breitengrad e. V. Nach einer dreiwöchigen Fahrt durch Deutschland, Frankreich, Spanien, Marokko, Mauretanien und Senegal erreicht die Rallye Gambia. Hier werden die Fahrzeuge der Teilnehmer meistbietend versteigert.

Der Erlös geht an die Dresden-Banjul- Organisation, eine Nichtregierungsorganisation, die damit die einzelnen Hilfsprojekte finanziert. In Banjul werden von dem Spendengeld unter anderem Schulen, eine Tischlerei, eine Kfz-Werkstatt und ein Gesundheitszentrum finanziert. Im Gepäck haben die beiden Abenteurer Werkzeug, Campingausrüstung, Klamotten, Fußballtrikots, Bälle und Bademäntel. Fast alles bleibt in Banjul und wird verschenkt.

Am 27. Februar startete die jüngste Tour in Dresden. Für den 17. März ist die Ankunft in Gambia geplant, am 20. März findet die Versteigerung statt.

• Weitere Infos zu Rallye:

www.rallye-dresden-dakar-banjul.com



Vanessa Kopp

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Die beiden Abenteurer Jan Kaminski (links vorne) und Philipp Augustinowski (daneben) sind auf Tour. Familie, Freunde und Sponsoren verabschiedeten die beiden auf dem Wismarer Marktplatz.

Jan Kaminski und Philipp Augustinowski aus Wismar haben sich auf ihre 8000 Kilometer

lange Reise mit dem Auto nach Gambia gemacht.

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