Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Gewitter

Navigation:
Die offene Sportplatz-Frage

Klütz Die offene Sportplatz-Frage

Verhandlungen zum Verkauf des Sportplatz-Grundstücks an das Land dauern an / Jetzt muss Klütz in Laufbahnen investieren

Voriger Artikel
Werften investieren 185 Millionen Euro in MV
Nächster Artikel
Historischer Triebwagen jetzt im Lokschuppen

Fällt das Land nicht bald eine Entscheidung, muss Klütz umfassend in den alten Sportplatz investieren.

Quelle: Annett Meinke

Klütz. 8000 Euro wird die Stadt Klütz jetzt in die maroden Laufbahnen ihres alten Sportplatzes investieren müssen – und das, obwohl sich die Stadt in Verhandlungen mit dem Land zum Verkauf des Sportplatz-Grundstücks befindet. Dringender Grund: Eine nachweislich hohe Verletzungsgefahr für die Schüler, die die alte Sportanlage im Rahmen des Schulsports nutzen. Der Beschluss wurde auf der Stadtvertretersitzung in Klütz einstimmig gefasst.

„Es hat sich bereits ein Schüler auf der Laufbahn verletzt. Wir müssen das jetzt leider machen“, bekräftigte Bürgermeister Guntram Jung (CDU) die Entscheidung der Stadtvertreter. Eine Aussage, die bei einigen der anwesenden Einwohner deutlich hörbar Unverständnis auslöste. Das Adjektiv „leider“ des Klützer Bürgermeisters bezog sich allerdings nicht auf die zu schützende Schülergesundheit, wie er richtigstellte, „sondern auf den Fakt, dass die Klärung der Sportplatz-Angelegenheit so viel Zeit in Anspruch nimmt.“

Über ein Jahr ziehen sich nun bereits die Verhandlungen der Stadt Klütz mit dem Land hin. Geht es nach Vorstellung des Landes, soll der alte Sportplatz zu einer Wiese zurückgebaut werden. Auf diese Weise soll die Sichtachse auf das Schloss Bothmer von der Straße aus frei werden – und damit die größte barocke Schloss-Anlage des Landes weiter aufwerten. Der Effekt käme auch der Stadt Klütz zugute. „Denn“, wie Guntram Jung betont, „Bothmer ist zu einem wichtigen Prestige- und Wirtschaftsfaktor für die Stadt Klütz geworden.“

Der nächste Termin im Innenministerium – bei dem es um den Verkauf der alten Sportanlage und den Bau einer neuen gehen wird – findet, wie Bürgermeister Jung den Stadtvertretern auf der Sitzung eröffnete, am 11. Oktober statt. „Langwierig sind diese Verhandlungen auch deshalb“, so Guntram Jung, „weil es hier um sehr viel Geld geht.“

Circa 4 Millionen Euro braucht Klütz, um eine neue Sportanlage Realität werden zu lassen. Entstehen sollen nahe der Umgehungsstraße nach Boltenhagen zwei Großfeldplätze, einer davon mit Laufbahn, ein Kleinfeldplatz und ein Vereinshaus samt Parkplatz. „Es geht einerseits darum, den Schulsport in Klütz endlich wieder vernünftig zu gewährleisten“, so Jung, „aber auch darum, den Vereinssport in der Stadt wieder angemessen zu unterstützen.“ Der hatte in den letzten Jahren immer wieder zurückstecken müssen. Druck kommt in die ganze Angelegenheit nun, wo klar ist, dass es so, wie es ist, nicht mehr lange weitergehen kann. „Wenn wir zu keiner vernünftigen Übereinkunft mit dem Land kommen, dann müssen wir Geld beantragen und in den alten Sportplatz investieren“, erklärt der Bürgermeister.

„Dann reicht es nicht, nur ein paar notdürftige Reparaturen vorzunehmen.“ Die Stadtvertreter hoffen darauf, dass auf Landesebene bald eine angemessene Entscheidung fällt.

Noch eine weitere Beschlussvorlage, die mit Schloss Bothmer in Zusammenhang steht, beschäftigte die Stadtvertreter von Klütz auf ihrer Sitzung. Der Stadtplaner Werner Peters hatte sich im Namen der Arbeitsgemeinschaft Stadt-Schloss an die Stadt gewandt und die Erstellung eines neuen Rahmenplanes vorgeschlagen. In dem Plan, dessen Erstellung um die 10 000 Euro kosten soll, geht es um die Neugestaltung des Bahnhofplatzes und um den Neubau eines Verbindungsweges für Fußgänger über die derzeit betonierte Fläche der ehemaligen Getreidewirtschaft. Aus Sicht von Werner Peters „ist ein Rahmenplan für den Ausbau der Achse Innenstadt-Schloss wichtig, um Ziele zu formulieren und Fördergelder zu akquirieren.“ Der Beschluss wurde von den Stadtvertretern zunächst vertagt. Ein Grund dafür ist, das Gespräch mit dem Land am 11. Oktober abzuwarten.

Aus der Sitzung

Ein weiteres Thema der vergangenen Stadtvertretersitzung war unter anderem der geplante Umbau der Klützer Straße „Im Kaiser“. Der Grundsatzbeschluss wurde zugunsten einer Überplanung zurückgestellt. Einwohner

regten Verbreiterung der Straße

an und sind bereit, Grundstücksteile zu veräußern.

Ein Einwohner aus Oberhof ärgert sich über Laubanfall von Bäumen in

öffentlicher Verantwortung. Die Stadt sieht sich jedoch finanziell außerstande, den Laubabtransport kontinuierlich über das Jahr zu gewährleisten.

Annett Meinke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wismar
Verlagshaus Wismar

Mecklenburger Straße 28
23966 Wismar

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00-17.00 Uhr
Freitag 10.00-16.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Kerstin Schröder
E-Mail: wismar@ostsee-zeitung.de
Telefon: 0 38 41 / 415 65

Ticket- und Anzeigenverkauf: 03841 / 41550.

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.