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„Die schönste Badeanstalt im ganzen Landkreis“

Neukloster „Die schönste Badeanstalt im ganzen Landkreis“

Klaus Fröhlich ist seit mehr als 30 Jahren Rettungsschwimmer am Neuklostersee / Für den Wachleiter ist es die kompletteste Anlage in Nordwestmecklenburg

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Bei schönem Wetter ist in der Badeanstalt am 2,6 Quadratkilometer großen Neuklostersee immer etwas los. Fotos (6): Sylvia Kartheuser

Neukloster. Für Klaus Fröhlich ist die Badeanstalt in Neukloster die schönste in ganz Nordwestmecklenburg. „Es gibt keine andere an einem See, die so komplett ausgestattet ist und so viel bietet“, sagt der 64-Jährige und zählt auf: „Rutsche, Ein-Meter-Sprungbrett, zwei Schwimminseln und drei Stege.“ Hinzu kommen die Liegewiese, der Volleyball- und der Spielplatz, zudem Bootsverleih und Imbiss. Und auch das macht die Badeanstalt am Neuklostersee besonders: Weder für den Parkplatz noch den Badespaß oder die Nutzung der sanitären Anlagen müssen Besucher zahlen.

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Klaus Fröhlich ist seit mehr als 30 Jahren Rettungsschwimmer am Neuklostersee / Für den Wachleiter ist es die kompletteste Anlage in Nordwestmecklenburg

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Klaus Fröhlich ist seit mehr als 30 Jahren als Rettungsschwimmer am Neuklostersee im Einsatz, 1973 hat er seinen Schwimmmeister gemacht. „Die Badeanstalt ist so ein bisschen auch mein Kind“, erklärt der Wachleiter der DLRG-Rettungsschwimmer, Ortsgruppe Warin. Sogar sein Lieblingskind, „weil die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung bestens funktioniert. In Warin ist sie leider nicht so gut.“ Dort wurde pünktlich zu Saisonbeginn die Station für die Rettungsschwimmer abgerissen. „Keine gute Planung“, kommentiert Fröhlich trocken.

2010 und 2012 hat Neukloster ordentlich Geld in die Badeanstalt gesteckt. Insgesamt waren es etwa 180000 Euro, darin enthalten eine 60-prozentige Förderung. Im ersten Bauabschnitt bekamen die Rettungsschwimmer eine neue Station. „Das war toll“, erinnert sich Klaus Fröhlich, „ich durfte mitreden und Wünsche anmelden.“ Daher hätten die Schwimmer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) jetzt „fast eine Luxusstation“. Jedenfalls habe sie fließend Warmwasser, einen Kühlschrank und einen Herd, was mehr sei, als die meisten anderen Rettungsstationen hätten. Eingeweiht wurde der Turm, in dessen Erdgeschoss sanitäre Einrichtungen für die Strandbesucher eingebaut wurden, zur Saison 2011.

Im Jahr darauf verschönerte Künstlerin Dörte Michaelis aus Vogelsang bei Neuburg im Auftrag der Stadt die Badeanstalt mit geschwungenen und gemauerten Bänken, teils mit teils ohne Rückenlehne. Zudem bekam die jahrhundertealte Quelle auf dem Gelände ein Basin, einen Ablauf und als Wächterinnen zwei Nymphen – natürlich auch gemauert. „Leider haben die Figuren vor einiger Zeit ihre Köpfe verloren, so dass nur noch Stümpfe übrig sind“, bedauert Klaus Fröhlich. Die Quelle, deren Wasser konstant acht Grad hat, wird von den jüngsten Besuchern begeistert ins Spiel einbezogen, besonders beim Sandburgenbau. „Die Kinder machen sich in dem kalten Wasser auch gern nass und laufen dann bibbernd in den See, der um diese Zeit mindestens zehn Grad wärmer ist – das ist dann das reinste Badewasser“, erzählt Fröhlich.

An heißen Sommerwochenenden kann es am See etwas hektisch werden. „Dann ist der Parkplatz voll und wir haben hier 700 bis 800 Leute“, sagt der Wachleiter. Dann heißt es für die DLRG-Rettungsschwimmer: bloß nicht den Überblick verlieren. Jini Martens (15) und Celina Muchow (16) von der Ortsgruppe Warin sind darauf vorbereitet. Das Fernglas liegt immer in Reichweite. „Wir müssen besonders aufpassen, dass Kinder, die noch nicht schwimmen können, wirklich im Nichtschwimmerbereich bleiben“, erzählt Jini und sprintet die Treppe hinunter. Denn just in diesem Moment spaziert ein Vater mit seinem Schwimmflügel tragenden Kleinkind den Steg in Richtung Sprungbrett entlang. „Das geht natürlich gar nicht“, sagt sie.

Angefangen haben die Schülerinnen in der Sportgruppe in Warin „und dann hat sich das so entwickelt“, sagt Celina. Schwimmen sei hinzugekommen und Lehrgänge in Erster Hilfe. Jetzt sind sie fit für die Wache auf dem DLRG-Turm, der von 9 bis 18 Uhr besetzt ist.

Kostenloser Badespaß

Gletscher der letzten Eiszeit haben die Endmoränenlandschaft um Neukloster geformt und hinterließen mehrere Seen, unter anderem den 2,6 Quadratkilometer großen Neuklostersee.

Die Badeanstalt bietet einen abgetrennten Nichtschwimmerbereich, drei Stege, davon ist einer exakt 50 Meter lang. Dort können Schwimmabzeichen von Seepferdchen bis Jugendschwimmpass abgenommen werden. Zudem gibt es eine Rutsche, ein Sprungbrett und zwei Schwimminseln, eine Liegewiese, einen Volleyball- und einen Spielplatz.

Die Station der DLRG-Rettungsschwimmer, Ortsgruppe Warin, sorgt vom 15. Mai bis 15. September täglich von 9 bis 18 Uhr für Sicherheit am See.

Die Nutzung der Einrichtungen der Badeanstalt, des Parkplatzes und der Toiletten ist kostenlos.

Sylvia Kartheuser

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