Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Diebe schlagen gern an Bahnhof und Hafen zu
Mecklenburg Wismar Diebe schlagen gern an Bahnhof und Hafen zu
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 08.11.2018
Fahrräder werden von Dieben vor allem an öffentlich gut zugänglichen Orten gestohlen. Der ADFC rät zu hochwertigen Schlössern. Quelle: Tilo Wallrodt
Wismar

 Gute Nachrichten für Rad- und Autofahrer in Wismar und Nordwestmecklenburg: Die Diebstähle der zwei- und vierrädrigen Gefährte sind in diesem Jahr wieder etwas weniger geworden. Das bestätigt die Polizeiinspektion Wismar. Dennoch gab es in diesem Jahr einige Diebstähle, bei denen die Täter besonders dreist und kreativ vorgegangen sind. Vor allem in der Hansestadt und in Boltenhagen schlagen die Langfinger gern zu. Die Polizei rät allerdings trotz der rückläufigen Zahlen zu Codierungen.

66 Räder in einem Monat gestohlen

265 Fahrräder wurden in diesem Jahr bereits in Wismar und im Landkreis Nordwestmecklenburg gestohlen. Vergleicht man diese Zahl mit den Diebstählen der Vorjahre, ist ein leichter Rückgang zu erkennen. Im gesamten Jahr 2016 wurden 390 Räder als gestohlen gemeldet, 2017 waren es „nur“ noch 314 – immerhin 76 weniger. Dabei waren die Diebe im Januar dieses Jahres schon besonders aktiv. Allein 66 Räder hatten gleich zu Jahresbeginn unfreiwillig den Besitzer gewechselt. Auch im August wurden viele Zweiräder gestohlen – insgesamt 45.

Bei Autos ist die Zahl in den Jahren 2016 mit 42 und 2017 mit 43 gemeldeten Diebstählen in etwa gleich geblieben. In diesem Jahr wurden allerdings bis dato „nur“ 19 Fahrzeuge gestohlen – davon neun im Februar und sechs im April.

Zwei Schwerpunkte in der Hansestadt

„Fahrräder werden grundsätzlich häufiger in städtischen Bereichen gestohlen“, erklärt Axel Köppen, Sprecher der Polizeiinspektion Wismar. In der Hansestadt haben sich dazu zwei Schwerpunkte herausgebildet. Vor allem im Bereich des Bahnhofs und des Wismarer Hafens wurden viele Räder gestohlen. Trotz der rückläufigen Zahlen, sind Urlaubsregionen häufig besonders von den Straftaten betroffen. „Ein weiterer Schwerpunkt, insbesondere im zurückliegenden Sommer, war Boltenhagen. Hier bauten die Täter die Räder sogar von an Autos montierten Fahrradträgern ab“, sagt Köppen. Generell scheinen Fahrräder im öffentlichen Raum am unsichersten zu sein. Denn dass sie beispielsweise aus Kellern gestohlen werden, sei eher die Ausnahme.

Codierung für erfolgreiche Fahndung

Entscheidend für eine erfolgreiche Fahndung kann eine Codierung oder Rahmennummer des Rades sein. In den Sommermonaten hatte die Polizeiinspektion an Orten im gesamten Landkreis sogenannte Codierungsaktionen durchgeführt. Auf die Räder wird dabei eine Signatur eingraviert, die den Besitzer eindeutig kenntlich macht. Denn häufig mangelt es bei der Anzeigenerstattung bei der Polizei an wichtigen Details. So sollen es Diebe und Hehler schwerer haben, ihre Beute zu verkaufen. Wiedergefundene und sichergestellte Fahrräder können durch diese Markierungen zudem leichter an ihren rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden. In diesem Jahr findet allerdings keine weitere Codierung der Polizei mehr statt. Die Termine für die Aktionen im kommenden Jahr sind noch nicht bekannt.

Schwere Stahlbügel sichern Räder am besten

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub rät vor allem zu guten Schlössern: „Die schweren Stahlbügel sind das Beste, was man an Fahrradsicherheit bekommen kann.“ Auch Panzerkabel, Ketten und Faltschlösser werden empfohlen. Wenig sinnvoll seien hingegen Rahmenschlösser, die lediglich als Wegfahrsperre gelten oder dünne Spiralkabelschlösser.

Michaela Krohn

Wismar Viel Geschichte auf Glasplatten - Wismars fotografischer Schatz

Hanjo Volster (77) gehört zu den Fotografen der alten Schule. Und er sammelt Wismarmotive –selbst fotografierte genauso wie die, die schon 140, 150 Jahre auf dem Buckel haben.

08.11.2018

Fred Lewin ist seit November Rentner. Er plant nun viel mit seiner Frau zu reisen. Aber auch sein Motorrad aus DDR-Zeiten soll Gesellschaft bekommen.

08.11.2018

Gegen den Mann, der am Mittwoch in eine Verkehrskontrolle in Dorf Mecklenburg (Landkreis Nordwestmecklenburg) geriet, lag ein Haftbefehl vor.

07.11.2018