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Diese Ideen gibt es für Müther-Platz in Binz

Was für kreative Köpfe! Diese Ideen gibt es für Müther-Platz in Binz

Studenten der Hochschule Wismar haben sechs Gestaltungsentwürfe für den Ulrich-Müther-Platz in Binz auf der Insel Rügen erarbeitet. Die 13 künftigen Produktdesigner, Architekten und Innenarchitekten erdachten Sitzmöbel und Wegeverbindungen.

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Diese beiden iranischen Architekturstudenten schufen eine Rauminstallation mit Stelen. In der Gesamtheit bilden die Stelen eine imaginäre Müther-Schale.

Quelle: Haike Werfel

Wismar/Rügen. Masterstudenten der Hochschule Wismar haben im Wintersemester Konzepte zur Neugestaltung des Ulrich-Müther-Platzes in Binz entworfen. Damit will das Ostseebad seinen berühmten Sohn in besonderer Weise würdigen. Müther gilt als Experte für Betonschalen. Ein von ihm geschaffener, als Ufo anmutender Turm am Strand von Binz ist erhalten und wird derzeit saniert. Unweit davon erinnert auf dem etwa zehn mal acht Meter großen, gepflasterten Platz bislang nur eine Tafel an den international bekannten Baumeister. „Er soll künftig sofort als Ulrich-Müther-Platz zu erkennen sein“, nennt Prof. Matthias Ludwig das Ziel der Semesterarbeiten. Die 13 künftigen Produktdesigner, Architekten und Innenarchitekten stellten im November sechs erste Entwürfe vor. Die haben sie nun verfeinert, nachdem sie vor Ort gewesen sind. Am Mittwoch wurden sie präsentiert und bewertet. Mit dabei war auch Kai Gardeja, Kurdirektor in Binz. „Es ist total inspirierend, was die kreativen Köpfe an Ideen hervorgebracht haben“, lobte er. Die Note müsse letztlich aber nicht konform sein mit der Entscheidung der Gemeinde Binz, welchen Entwurf sie für angemessen hält. Im nächsten Jahr soll er umgesetzt werden.

DCX-Bild

Studenten der Hochschule Wismar haben sechs Gestaltungsentwürfe für den Ulrich-Müther-Platz in Binz auf der Insel Rügen erarbeitet. Die 13 künftigen Produktdesigner, Architekten und Innenarchitekten erdachten Sitzmöbel und Wegeverbindungen.

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Beleuchtetet Sitzobjekte

Zum Beispiel Sitzobjekte, die nachts beleuchtet werden können. Die drei Studentinnen aus Mexiko ließen sich unverkennbar von den Schalenbauten Müthers inspirieren. In ihre im Durchschnitt drei Meter großen Sitzschalen können sich Passanten auch reinlegen, um ein Buch zu lesen. Sie laden ebenso zum Picknick machen ein.Für eine Rauminstallation zwischen dem Müther-Platz und dem Strandturm haben sich zwei Studenten aus dem Iran entschieden. Sie schlagen vor, 50 unterschiedlich große Stelen im Dünenbereich aufzustellen. Die sollen an Müthers 50 sogenannte, noch erhaltene „Hypar-Schalenbauten“ erinnern. Jede Stele wird mit Informationen zu diesen Bauwerken versehen. Da sich jede Stele-Konstruktion der Schalen-Geometrie des Baumeisters anpasst, ergeben alle 50 zusammen ebenfalls eine imaginäre Schale.

74 Kuben entlang des Weges

Eine Wegverbindung vom Müther-Platz zum Strandturm sieht das Konzept von zwei Studenten aus Malaysia vor. Dafür verwenden sie 74 Kuben. Jeder Kubus steht für einen der insgesamt 74 Bauten, die nach Entwürfen des Binzer Bauingenieur errichtet wurden. Der untere Teil soll aus Beton der obere aus Acryl gefertigt werden. Das Besondere: Der obere Teil soll eine Schalenform von Müther nachvollziehen, beispielsweise das Dach der Schwimmhalle vom Cliff Hotel Sellin, laut Prof. Ludwig eine der schönsten Müther-Konstruktionen überhaupt. Oder das achtschalige Dach des Restaurant „Seerose“ in Potsdam. Zudem wollen die Studenten jeden Kubus mit einem QR-Code versehen, der – mit dem Smartphone abfotografiert – Auskunft über einen Müther-Bau gibt. „Ein schönes Modell“, stellte Kurdirektor Gardeja fest, „und flexibel. Es kann allmählich umgesetzt werden und wachsen.“ Zudem seien die Kuben transportabel und könnten auch an anderer Stelle auf der Insel Rügen aufgestellt werden. Eine architektonisch-künstlerische Informations-Installation hat ein deutscher Student mit einem Kommilitonen aus Bangladesh erdacht. Die Holzkonstruktion zwinge den Passanten vom Müther-Platz in Richtung Strandturm zu sehen. „Eine installatorische Reise“ nennen die beiden Architekturstudenten ihren Entwurf. An den Holzwänden wollen sie Informationen zu Müther eingebrennen.

Eine „Blumenwiese“

Ein weiterer Gestaltungskonzept sieht einen Müther-Garten vor. Er soll aus „exotischen“ Blüten bestehen, für die die Müther-Schalenkonstruktionen Vorbild sind.Nicht zuletzt entwarf eine Produktdesign-Studentin ein weiteres Sitzmöbel. Die Sitzfläche aus Beton ist ebenfalls der Müther-Schale nachempfunden, darunter ist eine Stahlkonstruktion montiert. In einem QR-Code sind ebenfalls Informationen zum Baumeister verschlüsselt. „Etwas was Schwung bringt“, hat die Studentin ihre Idee betitelt. „Denn Müther war mehr als ein großer Architekt.“

Werfel Haike

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