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Wismar Besiegelt: Gründer sollen in Wismar ein Zuhause finden
Mecklenburg Wismar Besiegelt: Gründer sollen in Wismar ein Zuhause finden
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17:43 31.01.2019
Michael Kremp, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Wismar sowie die Geschäftsführer der Forschungs-GmbH Wismar, Oliver Greve und Jürgen Sawatzki (vorne, v.l.) unterzeichnen den Mietvertrag für das erste Digitale Innovationszentrum im Land, das in Wismar aufgebaut wird. Mit dabei: Wismars Bürgermeister Thomas Beyer, stellvertretender Bürgerschaftspräsident Sigfried Rakow, Minister für Digitalisierung Christian Pegel, Prorektor Michael Schleicher und Kanzlerin der Hochschule Wismar Meike Quaas (hinten, v.l.). Quelle: Michaela Krohn
Wismar

“Das ging ultraschnell – und jetzt wollen wir sicher gehen, dass wir es mit Leben füllen“ – so beschreibt Christian Pegel (SPD) den Aufbau des sogenannten Digitalen Innovationszentrums in Wismar. Der Minister für Infrastruktur und Digitalisierung kam am Donnerstagnachmittag ins Wismarer Rathaus, um Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) 1,38 Millionen Euro Fördermittel vom Land für dieses Projekt zuzusichern. Die Baumaßnahme im ehemaligen Sozialgebäude des Kruse-Speichers soll im Februar starten und rund 15 Monate dauern. Erst im September hatte die Bürgerschaft einen Beschluss dazu gefasst.

Nutzen sollen das Digitale Innovationszentrum Start-up-Unternehmen, Gründer mit digitalen Geschäftsideen, Wissenschaftler, interessierte Bürger, aber auch – und das betont Pegel besonders – bereits etablierte Unternehmen, um Ideen auszutauschen, sie umzusetzen, Beratungsangebote wahrzunehmen. Ziel sei es auch, dort einen Begegnungsort in der Region für Veranstaltungen dieser Zielgruppen zu haben.

Die Forschungs-GmbH, ein Unternehmen der Hochschule Wismar, wird das Zentrum betreiben. Die Geschäftsführer Oliver Greve und Jürgen Sawatzki haben daher am Donnerstag auch den Mietvertrag mit Michael Kremp, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Hansestadt, unterschrieben. Die Wismarer Bürgerschaft hatte im September dem Erwerb der Fläche durch die städtische Gesellschaft zugestimmt. Investiert werden insgesamt voraussichtlich um die 1,5 Millionen Euro. Darin enthalten sind der Kaufpreis und die Ausstattung der Räumlichkeiten auf rund 400 Quadratmetern. Das digitale Innovationszentrum soll im zweiten Halbjahr 2020 einziehen.

„Die Vorbereitungen liefen ausgesprochen zügig. Wir haben hier ein sehr gutes Konzept“, sagt Bürgermeister Thomas Beyer. Minister Pegel spricht sogar von einer „optimalen Streckenoptimierung“ und weiß, dass vor allem auch Studenten, Mitarbeiter und Professoren der Hochschulen oft gute Ideen haben. „Die wollen wir damit unterstützen.“ Auch, weil viele Ideenträger in Großstädte wie Berlin abwandern würden. Berlin habe allerdings einen Haken: „Dort sind sie nur einer unter Tausenden, hier einer unter 100.“ Bürokratische Wege seien kürzer und der Draht direkter.

„Wir wollen das Zentrum mit Leben füllen“, bestätigt auch Marion Wienecke, Prorektorin für Forschung an der Hochschule Wismar. Das wichtigste Stichwort sei „Partizipation“. Bei den Menschen, die das Zentrum besuchen, soll vor allem die Hemmschwelle abgebaut werden, Neues zu probieren. Ein Ziel seien auch Ausgründungen aus dem Digitalen Innovationszentrum.

Hintergrund: Die Landesregierung hat im Frühjahr 2018 mit der Digitalen Agenda den Bau von sechs Innovationszentren vorrangig an Hochschulstandorten in Mecklenburg-Vorpommern beschlossen. In Wismar wird nun der Anfang gemacht. In diesen Zentren sollen Gründer sowie Start-ups mit digitalen Geschäftsideen beste Bedingungen vorfinden, um ihre Ideen umzusetzen. Zugleich sollen die Zentren Raum für den Austausch zwischen der Gründer- und Start-up-Szene und etablierten Unternehmen schaffen.

Michaela Krohn

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