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Dirk Schäfer macht Poeler Geschichte lebendig

Kirchdorf Dirk Schäfer macht Poeler Geschichte lebendig

Der Autor beschäftigt sich mit der Ahnenforschung und stellte in Kirchdorf die Ergebnisse in einem Buch vor.

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Der gelernte Fischer und Autor Dirk Schäfer verfolgte auch die Geschichte der Poeler Fischer, deren Porträts im Hintergrund hängen.

Quelle: H. Vogt

Kirchdorf. Die historischen Wurzeln von Poeler Familien sind das Thema eines Buches, das der ehemalige Poeler Dirk Schäfer, der seit 20 Jahren in Berlin lebt, geschrieben hat.

Sonnabend stellte er es auf einer Tagung des Vereins für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte im Poeler Inselmuseum vor. „Eigentlich wollte ich nur mal wissen, wo ich herkomme und wo die Wurzeln meiner Familie sowie meiner Vorfahren liegen. Dabei spürte ich immer mehr, dass die Geschichte meiner Familie eigentlich auch ein Stück Geschichte der Insel Poel ist. Plötzlich hatte mich das Thema von Familiengeschichten unserer Insel so gepackt, dass ich nicht mehr davon loskam und immer tiefer grub“, sagte er.

Etwa zweieinhalb Jahre forschte er nach. Herausgekommen ist nun ein zweibändiges dickes Buch mit 1200 Seiten. Eine wahre Fundgrube für alle Poeler, die auf ihrer Insel verwurzelt sind und mehr über ihre Vorfahren wissen wollen. Aber bestimmt auch für Heimatforscher und andere Interessenten, die etwas über das Leben der Insulaner wissen wollen. Da er es im Eigenverlag herausgibt, kann man es nur bei ihm direkt unter schaefer.poel@freenet.de per E-Mail bestellen. Dirk Schäfer ist echter Insulaner, wuchs in Kirchdorf auf und erlernte hier den Beruf eines Fischers. Vor 20 Jahren verschlug es ihn nach Berlin, wo er nun als Erzieher für behinderte junge Menschen arbeitet und damit in gewissem Sinne in die Fußstapfen seiner Mutter Monika Gössel tritt, die als Lehrerin vielen Poelern bestens bekannt ist. „Das Buch möchte ich als meinen Betrag zum 850. Jubiläum der Insel widmen, das in diesem Jahr gefeiert wird. Einen schöneren Anlass, es nun herauszugeben, kann es doch nicht geben“, meint er. Viele Poeler werden sich in diesem Buch anhand ihrer Familiengeschichte wiederfinden. So auch die ehemalige Leiterin des Inselmuseums Anne-Marie Röpcke. „Ich kann hier die Familiengeschichte meines Mannes nun bis tief in die Vergangenheit verfolgen“, freut sie sich. Diese Freude wird sie bestimmt mit vielen Insulanern teilen. Natürlich finden auch die Nachfahren von Professor Hans Lembke, der als der wohl größte Sohn der Insel gilt, hier viel über die Wurzeln ihrer Familie. Doch es ist nicht nur ein Buch über die „kleinen Leute“, sondern auch der bekannte Begründer des renommierten Hinstorff-Verlags und so manch prominenter Politiker hatte auf dieser kleinen Insel in der Wismarbucht einst familiäre Wurzeln. So zum Beispiel auch Altbundespräsident Richard von Weizäcker oder Kai Uwe von Hassel, der von 1954 bis 1963 Ministerpräsident von Schleswig-Holstein war, später Bundesminister für Verteidigung und dann Bundestagspräsident wurde.

Das alles hat Dirk Schäfer bei tiefgründigen Recherchen in Kirchenbüchern, Chroniken sowie in Archiven des Landes herausgefunden. „Das Interessante an dieser Arbeit war, dass Geschichte für mich plötzlich anhand von Personen lebendig wurde“, meint er.

Genealogie
Genealogie bezeichnet — im engeren Sinne — die Familiengeschichtsforschung, volkstümlich Ahnenforschung, die eine historische Hilfswissenschaft ist. Personen, die sich mit der auf Menschen bezogenen Genealogie befassen, werden als Genealogen oder Familienforscher bezeichnet.


Das Interesse an der Genealogie erwacht meist an der eigenen Familie. Man beginnt mit Fragen an Eltern, Großeltern und Verwandten nach familiären Zusammenhängen und der Herkunft der Vorfahren.

Familienbücher, Familienfotos und ein möglicherweise noch vorhandener Ahnenpass liefern weitere Informationen.


In einigen Regionen gibt es auch schon seit Jahrzehnten die Tradition der Sterbebildchen oder Totenzettel, die sich hervorragend für die Ahnenforschung eignen, da sie oft neben einem Foto des Verstorbenen auch Geburts- und Sterbedaten sowie weitere Informationen (Namen von Verwandten, Geburtsname, Hinweise auf die Art des Todes) enthalten.

Helmuth Vogt

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Kirchdorf
Dirk Schäfer schrieb Poeler Familienchroniken.

Rund zweieinhalb Jahre hat Peter Schäfer geforscht und nun einen 1200 Seiten starken Band vorgelegt.

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