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Wismar Disco und Freibad ganz oben auf Liste

OZ–Praktikantinnen fragen Jugendliche in Wismar nach ihren Wünschen für die Stadt

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Viele Mädchen und Jungen der Rudolf-Tarnow-Schule gehen nach dem Unterricht gerne auf den nahe gelegenen Spielplatz. Auch die Freunde Paula, Dennis, Kevin, Katja und Charlotte (v. l.) verbringen dort gern ihre Freizeit.

Quelle: Fotos: Liv Meissner, Pia Laetitia Mehner

Wismar. Wie verbringen die Jugendlichen Wismars ihre Zeit außerhalb der Schule und welche Freizeitaktivitäten fehlen ihnen? Diese Fragen haben wir Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 18 Jahren gestellt. Dennis, Kevin, Paula, Charlotte und Katja vertreiben sich die Zeit gerade auf einem Spielplatz. Sie besuchen die Rudolf-Tarnow-Schule und sind zwölf und 13 Jahre alt. „Wir hätten gern ein Freibad“, sind sich die Jugendlichen einig. Eins, in das man kostenlos hineinkommt. „Und klasse wäre auch freies Internet in der Wismarer Innenstadt“, ergänzen sie.

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OZ–Praktikantinnen fragen Jugendliche in Wismar nach ihren Wünschen für die Stadt

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Die 14-jährige Lucinda vom Geschwister-Scholl-Gymnasium schlendert gerade über den Marktplatz, als wir sie befragen. Auch sie würde sich über ein Freibad freuen. Ein Schwimmbad gibt es in Wismar – das Wonnemar. Das sei auch toll, sagen viele Jugendlichen. Allerdings könnten sie es sich nicht leisten, dort mehrmals in der Woche hinzugehen. Auch ein 19-Jähriger, dem wir am Burgwallcenter begegnen, erzählte uns, dass er sich nach der Schließung der alten Billardbar, eine neue wünsche. Eine Gruppe Jugendlicher im Alter von 15 bis 17 Jahren, die nicht aus Wismar kommen, sind mit dem ersten Eindruck der Stadt zufrieden. Aber auch sie würden sich über eine Bademöglichkeit, zum Beispiel ein Freibad nahe der Innenstadt, freuen.

Das Technologie- und Forschungszentrum (TFZ) am Hafen ist ein relativ beliebter Aufenthaltsort für Schüler jeden Alters. Dort ist gerade Levin mit seinen Freunden unterwegs, alle sind zwischen zwölf und 14 Jahren. „Wir wünschen uns einen neuen Skatepark und einen Jugendclub in Wismar“, sagt Levin. Die 15-jährige Ronja vom Geschwister-Scholl-Gymnasium liebt es in der Stadt einzukaufen und Eis zu essen. Sie findet, dass es keine richtigen Ausgehmöglichkeiten für Schüler ihres Alters in Wismar gäbe. „Außerdem könnten die Fahrradwege rund um die Stadt besser ausgebaut sein“, ergänzt sie.

Während des Gesprächs mit Ronja kommt uns der 15-jährige Paul, ebenfalls Schüler der Großen Stadtschule, entgegen. Er verbringt seine Freizeit Zuhause oder am Hafen. Sein Wunsch: „Freies Wlan in der Innenstadt.“

Tom (14) und Marvin (15) begegneten wir kurz vor dem Ende der Hofpause auf dem Schulhof der Integrierten Gesamtschule Johann Wolfgang von Goethe. Die beiden treffen sich am liebsten mit ihren Freunden, sie wünschen sich mehr Möglichkeiten zum „Abhängen“. Der 17-jährigen Clara fehlt ein schöner Park in Wismar. Julia (17) und Lea (18) vermissen eine Disco in ihrer Heimatstadt. Marthe und Emilie (17) hätten auch gern eine Disco.

Nachdem wir für die OSTSEE-ZEITUNG verschiedene Jugendliche Wismars befragt hatten, sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass sich die Wünsche abhängig vom Alter unterscheiden. Bis zum Alter von 15 gingen die Wünsche der Jugendlichen eher in Richtung Freibad mit Rutsche, einer größeren Rasenfläche und einem Kiosk. Jugendliche ab 16 Jahren würden in ihrer Freizeit gern in eine Disco gehen, in der auch unter 18-Jährige tanzen können.

Abschließend lässt sich sagen, dass es einige beliebte Treffpunkte für Jugendliche in Wismar gibt, jedoch vermissen sie weitere Freizeitmöglichkeiten vor allem in der Innenstadt..

Wismar investiert in neue Schulen

5800

Kinder und Jugendliche leben aktuell in Wismar. Die Zahl der Kinder in der Hansestadt steigt nach Auskunft der Stadtverwaltung von Jahr zu Jahr. Mehr Menschen ziehen nach Wismar – vor allem der Arbeit wegen. Nach dem Tiefstwert von etwa 42000 Einwohnern im Jahr 2013 ist die Einwohnerzahl bis zum Dezember 2016 schon auf rund 45000 gestiegen. Die sechs Grundschulen sind zum Teil überlastet, weil es immer mehr Schüler gibt.

„Zurzeit haben wir mehr als 5800 Kinder und Jugendliche“, berichtet Thomas Beyer (SPD). Diese Entwicklung sei sehr positiv. Allerdings: „Wenn wir 200 Kinder mehr haben, heißt das auch, wir brauchen eine neue Schule. Und eine Schule mit Turnhalle kostet etwa zwölf Millionen Euro. Hinzu kommen Spiel- und Sportplätze, die gebaut werden müssen. Das sind Investitionen, die schwer zu stemmen sind und die Gemeinden mit wenigen Kindern nicht haben.“ Deshalb sei die künftige Regelung des Finanzausgleichgesetzes gerechter. Mit der erhalten Kommunen mit vielen Kindern mehr Geld vom Land – jährlich bedeutet das für die Stadt rund 600 000 Euro mehr. Bislang hat Wismar 9,8 Millionen Euro jedes Jahr an Schlüsselzuweisungen bekommen.

Liv Meissner und Pia Laetitia Mehnert

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