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Dritte Auflage der Boltenhagen-Chronik

Boltenhagen Dritte Auflage der Boltenhagen-Chronik

Ortschronist Horst Günther hat die Ausgabe um die jüngsten Jahre ergänzt / Neues Buch ab sofort erhältlich

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BAIS-Geschäftsführerin Kirsten Koch (l.), Ortschronist Horst Günther (M.) und Ulf-Peter Schwarz, Geschäftsführer des NWM-Verlags, präsentieren die dritte Auflage der Chronik Boltenhagen.

Quelle: Daniel Heidmann

Boltenhagen. Horst Günther kennt Boltenhagen wie seine Westentasche. Häuser, Straßen oder Einwohner – der ehemalige Grundschullehrer ist ein absoluter Insider. Seit 65 Jahren lebt er in dem Ostseebad. Fast ebenso lange arbeitet der 86-Jährige auch als Ortschronist. Bereits seit 1970 bietet der Rentner regelmäßig Dia-Vorträge an. Darin zeigt er Boltenhagen „Einst und Jetzt“ – es ist ein Abriss der Historie des Badeortes in Nordwestmecklenburg.

Seinen Fundus an gesammelten historischen Daten, Fotos und Geschichten dokumentiert er auch in Buchform. Die Chronik Boltenhagen ist in diesen Tagen in der dritten Auflage erschienen. Nach dem Debüt 2003 und der zweiten Edition 2004 hat der NWM-Verlag aus Grevesmühlen jetzt zum dritten Mal 500 Exemplare herausgegeben. „Die ersten beiden Auflagen waren sehr schnell vergriffen“, sagt Ulf-Peter Schwarz, Geschäftsführer des NWM-Verlags. Trotz steter Nachfrage klappte es lange nicht, eine neue Auflage herauszubringen.

Die Boltenhagener Appartement und Immobilien Service GmbH (BAIS) gab nun die Initialzündung: Sie hatte die ersten 100 Vorbestellungen angemeldet und damit den Weg für den aktuellen Druck geebnet.

Deshalb haben Günther und Schwarz die ersten Exemplare auch an BAIS übergeben. „Uns war es ein großes Anliegen, die Chronik für den Ort weiterzuführen. Wir wollten damit auch die Arbeit von Horst Günther anerkennen, der für Boltenhagen ein Goldschatz ist“, sagt Geschäftsführerin Kirsten Koch.

Horst Günther hat in der Neuauflage die jüngere Vergangenheit Boltenhagens in der Zeitleiste ergänzt. Bis 2015 sind die wichtigsten Ereignisse dokumentiert, darunter der Bau der Weißen Wiek, die Aufhebung der Amtsfreiheit und die neue Flagge des Ostseebades. „Es ist ein tolles Gemeinschaftsprojekt geworden. Es dauerte nur eine Weile und brauchte einen Impuls“, erklärt Ulf-Peter Schwarz. Um die dritte Auflage effektiver zu verbreiten, habe das neue Buch auch eine neue ISBN-Nummer erhalten.

„Derjenige, der in Zukunft die Ortschronik weiterführen wird, wird sich die Finger nach diesem Buch lecken“, ist sich Horst Günther sicher. Auch er sei bei seinen Recherchen für jede noch so kleine Vorgängererscheinung dankbar gewesen. Ans Aufhören denkt der gebürtige Ostpreuße noch nicht: „Solange ich meine Vorträge noch ohne Stottern absolvieren kann, will ich es weitermachen – hoffentlich noch ein paar Jahre.“

Angefangen hatte alles im Jahr 1952. Einige Monate zuvor war Günther nach seiner Ausbildung in Güstrow als Lehrer nach Boltenhagen gekommen. In wenigen Wochen habe er sich in den Ort verliebt.

Und für den Heimatkundeunterricht lief er mit den Schülern die Steilküste, den Strand und viele Ecken der Umgebung ab. Die Faszination für die Ortsgeschichte hatte ihn gepackt. Fortan recherchierte er in Archiven, Tageszeitungen, Briefen und Dokumenten. Aufnahmen belegen, dass die ersten Kurgäste 1803 kamen. Damit galt das Ostseebad als zweitältester Kurort Mecklenburgs. Heute genießen dort jährlich mehr als 160000 Gäste Sonne, Strand und Meer. „Ich forsche aus Liebe zu diesem Ort“, betont Günther. Seit einiger Zeit arbeitet der 86-Jährige auch mit einem Laptop. „Das habe ich mir in den vergangenen Jahren nach und nach abgeschaut. Ich kenne die Kniffe und kann sogar Bilder bearbeiten“, sagt der Boltenhagen-Experte.

Daniel Heidmann

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BAIS-Geschäftsführerin Kirsten Koch (l.), Ortschronist Horst Günther (M.) und Ulf-Peter Schwarz, Geschäftsführer des NWM-Verlags, präsentieren die dritte Auflage der Chronik Boltenhagen.

Ab sofort ist die dritte Auflage zu bekommen / Ortschronist Horst Günther hat die zurückliegenden Jahre ergänzt

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