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Dynamischer Arbeitsmarkt in der Region

Wismar Dynamischer Arbeitsmarkt in der Region

Milder Winter wirkt sich positiv auf Saisonkräfte aus / Fachkräfte sind stark nachgefragt

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Vor allem Saisonarbeitskräfte wie in der Gastronomie müssen zurzeit ohne Job in der Region auskommen.

Quelle: Foto: Jens Büttner/dpa, Symbolbild

Wismar. Eine gute und eine schlechte Nachricht für den Arbeitsmarkt in Nordwestmecklenburg: Im Dezember waren weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im Vorjahr. Dennoch haben bereits jetzt viele Saisonarbeitskräfte ihre Jobs verloren. „Das ist ein ganz normaler Trend“, sagt Petra Groth, Verbundgeschäftsstellenleiterin der Agentur für Arbeit Wismar. Das betrifft vor allem Arbeitnehmer in der Gastronomie und Hotellerie, aber auch im Baugewerbe. Dennoch sei von einer relativ kurzen saisonbedingten Phase der Arbeitslosigkeit für diese Menschen auszugehen, da Ostern in diesem Jahr früh gelegen ist – am 1. April – und spätestens dann traditionell vor allem die Tourismusbranche wieder belebt wird.

OZ-Bild

Milder Winter wirkt sich positiv auf Saisonkräfte aus / Fachkräfte sind stark nachgefragt

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Wismar hat höchste Arbeitslosenquote im Kreis

5644 Arbeitslose sind derzeit in Nordwestmecklenburg gemeldet. Das sind 196 mehr als im Vormonat und 389 weniger als im Dezember 2016. Die Arbeitslosenquote beträgt im gesamten Kreis 6,8 Prozent. Im Städtevergleich hat Wismar derzeit mit 8,3 Prozent die höchste Arbeitslosenquote, die niedrigste hat Grevesmühlen mit 5,6 Prozent.

Letztendlich sagt Petra Groth aber: „Wir haben weniger Kunden und das ist schön.“ Zudem sei eine Verschiebung zu beobachten. „Wir haben nicht nur Arbeitslose gemeldet, sondern auch Arbeitssuchende.

Der Markt ist zurzeit gut und dynamisch“, sagt sie. Viele wollen sich aus ihrem Job heraus aber auch umorientieren und suchen nach neuen Möglichkeiten und Perspektiven in ihrem Berufsleben.

Arbeitsmarkt ist dynamisch, Kunden sind gut vermittelbar

„Die Zeit der saisonbedingten Arbeitslosigkeit macht sich in diesem Jahr nicht so stark bemerkbar.“ Wegen des anhaltenden Fachkräftemangels ist es aber oft schwierig für die Arbeitgeber, kurzfristig entlassene Angestellte, zu Saisonbeginn wieder einzustellen. Sie sind dann oft schon wieder weg und haben woanders Arbeit gefunden.

„Der Trend, dass wir Kunden verlieren, ist unverändert“, sagt auch Cornelia Pollin, Bereichsleiterin beim Jobcenter Nordwestmecklenburg. Das liege zum einen am demografischen Wandel, zum anderen am guten Arbeitsmarkt. „Die Kunden sind zurzeit sehr gut vermittelbar, aber Fachkräfte suchen wir vergebens“, sagt Cornelia Pollin. Zudem habe das Job-Center eine tolle Integrationsquote geschafft.

Milder Winter wirkt sich

positiv auf Saisonarbeit aus

Auch Guntram Sydow, Chef der Schweriner Arbeitsagentur, die auf ganz Westmecklenburg blickt, sagt: „2017 war ein gutes Jahr für den Arbeitsmarkt Westmecklenburgs. „Wir hatten bisher einen sehr milden Winter mit wenig Eis und Schnee. Dennoch zeigen sich auf dem Arbeitsmarkt die typisch saisonalen Entwicklungen“, so Guntram Sydow, Chef der Schweriner Arbeitsagentur. Die Arbeitslosenzahlen sind im Dezember leicht gestiegen. Mit insgesamt 16677 Arbeitslosen lag Westmecklenburg zum Jahreswechsel deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Jugendarbeitslosigkeit

geht leicht zurück

Im Dezember 2017 sind zudem insgesamt 1517 Jugendliche unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet. Das sind 72 oder fünf Prozent junge Frauen und Männer weniger als im Dezember 2016. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt für diesen Personenkreis neun Prozent.

Und: Die Nachfrage nach Arbeitskräften liegt auch zum Jahresende deutlich über dem Vorjahresniveau. „Im Dezember“, erklärt der Agenturchef „wurden durch den gemeinsamen Arbeitgeber-Service Westmecklenburg 1198 neue Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt akquiriert“. Seit Jahresbeginn sind 16616 Stellen angezeigt worden. Das sind 680 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Insbesondere im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen, im verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Bau- und Gastgewerbe sowie im Handel bieten sich zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten.

Michaela Krohn

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