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Ehemalige Mannschaft der „Unstrut“ traf sich in Wismar

Wismar Ehemalige Mannschaft der „Unstrut“ traf sich in Wismar

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Ein Teil der ehemaligen Mannschaft der „Unstrut“ trifft sich nach sechs Jahrzehnten immer noch. In Wismar trafen sie auch den Seemannspastor Walter Bott (l.) mit seiner Frau.

Wismar. . Von vorlauten Papageien, Damenstrümpfen als Biersieb gegen den flockigen Satz und vielem mehr erzählten die zehn Seemänner, ihre Stewardess und ihr ehemaliger Seemannspastor am Wochenende bei einem ungewöhnlichen Treffen. Aber von vorne. Vor 50, 60 Jahren sind sie alle zusammen auf der „Unstrut“ – einem Frachtmotorschiff – Richtung Westafrika gefahren. Im Jahr 2006 haben Dieter Mehliß (77) aus Schwerin und sein Schwager Klaus-Jürgen Bruhn (75), ebenfalls aus Schwerin, versucht, die alte Mannschaft von damals wieder zusammenzutelefonieren. Die Internetseite „www.musterrolle.de“ half, dort sind viele Seeleute registriert. Am Wochenende trafen sie sich zum zehnten Mal und kramten im Wismarer Wassertor in den Erinnerungen. Als Ehrengast kam Walter Bott (83) aus Südhessen mit seiner Frau. 1959 hat der Diakon und Seemannspastor in Istanbul das deutsche Seemannsheim geleitet und so die Mannschaft der „Unstrut“ kennengelernt.

„Sie lag bis zu acht Tage bei uns im Hafen“, erzählt er. Und erklärt, dass auch die üblicherweise nicht kirchlichen Seemänner aus dem Osten gerne in das Seemannsheim gingen. „Da gab es kühles Bier“, kommt es lachend aus der Reihe der ehemaligen Seemänner. Aber es ging auch um die Kontakte zu anderen Schiffsbesatzungen für gemeinsame Fußballspiele an Land gegen die Langeweile bei entsprechend langen Liegezeiten. „Wir haben auch gerne mit den Wessis gefeiert“, sagt Dieter Mehliß und erzählt von den Freundschaften, die unter den jungen Männern unabhängig vom politischen Hintergrund und von den Verboten entstanden sind. Er war von 1965 bis 1968 als Zimmermann auf der „Unstrut“. Für Brigitte und Bernd-Rolf Wieczorek, beide 70 Jahre alt und aus Wismar, war die Zeit eine besondere. „Auf der ,Unstrut’ waren wir 33 Männer und eine Frau, die habe ich geheiratet“, schmunzelt Bernd-Rolf Wieczorek. Seine Frau, die damalige Stewardess, erzählt: „Der Käpt’n drohte, wenn ich mit seinen Jungs was anfange, setzt er mich im nächstbesten Hafen an Land!“ Als Brigitte an Bord erkrankte, kümmerte sich FDJ-Sekretär Bernd-Rolf um sie. „Das war doch meine Pflicht!“ Auf dem nächsten Schiff fuhren sie schon als Ehepaar.

Nicole Hollatz

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