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Gägelow Ehrung für engagierte Gägelower

Renee Pollak, Marianne Hagel und Jörg Hünemörder sind jetzt „verdiente Bürger“

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Renee Pollak (51) aus Proseken und Marianne Hagel (67) aus Gägelow sind „verdiente Bürger der Gemeinde Gägelow“. FOTOS (3): NORBERT WIATEREK

Gägelow. Viele Veranstaltungen im Landkreis Nordwestmecklenburg und speziell in der Gemeinde Gägelow wären ohne ihn nicht denkbar: Renee Pollak aus Proseken, Vorsitzender des Kreisjagdverbandes und des Hegeringes Gägelow, organisiert zum Beispiel die Nordwestmecklenburger Wildwochen und Hubertusmessen. Lob gibt es auch für die Koordination der jährlich stattfindenden Aufräumaktion „Gägelow fägt ut“. Nun darf sich der 51-Jährige „verdienter Bürger der Gemeinde Gägelow“ nennen.

 

OZ-Bild

„Für den Einzel- handel gibt es auch Probleme und Heraus- forderungen. Etwa die welt- weite Konkurrenz durch das Internet sowie den Fachkräftemangel.Jörg Denecke, Unternehmer

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„Renee und Marianne sind ehrenamtliche Multitasker. Sie stehen für alle, die sich bei uns enga- gieren. Und das sind nicht wenige.Jan Wilkens, berufener Bürger im Sozialausschuss

Diesen Titel, den der Sozialausschuss jedes Jahr vergibt, erhielt am Donnerstagabend beim Jahresempfang der Interessengemeinschaft „Wirtschaft Gägelow“ und der Gemeinde auch Marianne Hagel aus Gägelow. Die 67-Jährige engagiert sich im Verein zur Förderung des kulturellen und sozialen Gemeinschaftslebens der Gemeinde (Kuso) und im Carneval-Club Gägelow. Sie ist Ansprechpartnerin für die Erntefeste, hilft bei den Seniorennachmittagen im MEZ, organisiert Busfahrten für ältere Menschen. „Diese ehrenamtlichen Multitasker stehen für alle, die sich bei uns engagieren. Und das sind nicht wenige“, meinte Jan Wilkens in seiner Laudatio vor knapp 100 Gästen des Empfangs.

Die Auszeichnung „Unternehmer der Gemeinde Gägelow“ bekam im Wyndham-Garden-Hotel Jörg Hünemörder, der sich 1990 mit einem Landwirtschaftsbetrieb in Stofferstorf selbstständig gemacht hatte und mittlerweile knapp 500 Hektar Nutzfläche bewirtschaftet. „Außerdem engagiert sich Jörg in der Gemeindevertretung und im Bauernverband“, lobte Alexander Fenner von der Interessengemeinschaft.

Das große Engagement und den Zusammenhalt in der Gemeinde betonte Simone Oldenburg (Die Linke). Die Vorsitzende des Sozialausschusses erwähnte unter anderem die gelungene Hilfsaktion nach dem Brand eines Hauses am Gägelower Wiesenweg im November 2016. Laut Jörg Denecke von der Interessengemeinschaft entwickelt sich der Gägelower Einkaufs- und Gewerbepark sehr gut: Die Bike Ranch erweitert ihre Geschäftsfläche, Lila Bäcker baut einen neuen Parkplatz, ein Palettenservice übernimmt den „Schandfleck“ Waschstraße, in der Gaststätte „Störtebeker“ in Proseken entstehen Wohnungen für Handwerker, ein Malermeister errichtet ein neues Geschäftshaus an der Unteren Straße in Gägelow, die Wismarer Wohnungsgenossenschaft bietet am Gägelower Marktplatz 33 Einheiten für altersgerechtes Wohnen an.

Dennoch gebe es noch viel zu tun.

„Für unser Gewerbegebiet wird es in Zukunft von immenser Bedeutung sein, die Aufenthalts- und Leistungsqualität zu steigern. Die Aufenthaltsqualität und das Wohlfühlerlebnis beginnen schon mit der Außenwirkung der Firmen, bei Parkmöglichkeiten, Erreichbarkeit mit Auto, Fahrrad oder Bus, dem Zustand von Wegen und Straßen“, mahnte Denecke. „Wichtig ist ebenso die Sauberkeit in jedem Winkel. Hier gibt es sicherlich Verbesserungspotenzial.“

Besonders hob Jörg Denecke das MEZ hervor. „Der Leuchtturm steht. Nur, er leuchtet zurzeit etwas schwächer“, spielte der Möbelhaus-Geschäftsführer auf die Umbauarbeiten im Einkaufszentrum an der Marktstraße an. „Mit großem Aufwand wird der neue Besitzer dem MEZ zu neuem Glanz verhelfen.“ Positiv sei, dass nicht nur die Fläche für den neuen Anker-Mieter Kaufland umgebaut werde, sondern dass auch andere Mieter des Centers die Chance nutzen, ihre Geschäfte zu modernisieren. Denecke sparte nicht mit Lob für die langjährige MEZ-Managerin Karina Stenker, die ab 1. März ihren Ruhestand genießt. „Sie hat das Gesicht des Gewerbegebietes in den letzten zwanzig Jahren mitgeprägt, wie keine anderer. Ihr unbändiger Wille, etwas Gutes zu leisten und erreichen zu wollen, hat sie zur Perfektion getrieben.“ Beim Jahresempfang sagte Stenker zu, sich weiter für das Gewerbegebiet zu engagieren und das Leben in der Gemeinde mitzugestalten. „Ich möchte nicht auf der Couch versauern, sondern kann mir vorstellen, Bindeglied zwischen Gewerbetreibenden und der Gemeinde zu sein. Ich würde mich freuen, wenn wir zusammen noch ganz viel schaffen“, so die 63-Jährige.

Norbert Wiaterek

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