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Wismar Ein Augenschmaus zum Festabschluss
Mecklenburg Wismar Ein Augenschmaus zum Festabschluss
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00:01 22.08.2016
So sind sie, die Grevesmühlener Piraten: Alle paar Meter rauften sie sich sehr zur Freude der Gäste, um sich schnell wieder zu vertragen.

Ganz ungeduldig warten die Zwillinge Malte und Leon Mahler – fünf Jahre alt und aus Werder bei Potsdam – mit ihren Fähnchen am Marktplatz darauf, dass der Festumzug endlich beginnt. Dann ein erschreckend lauter Knall: die Wismarer Schützen geben das Signal, der Umzug setzt sich langsam in Bewegung. 26 Gruppen mit insgesamt 400 Teilnehmern hatten sich für gestern angemeldet. Das Blasorchester Dorf Mecklenburg gab den Takt, beziehungsweise die Geschwindigkeit vor.

26 Gruppen mit 400 Teilnehmern spazierten gestern auf dem Schwedenweg durch Wismar / Tausende Besucher standen an der die Strecke und bewunderten die Kostüme

Die Mitglieder der Wismarer Bürgerschaft präsentierten sich in den Stadtfarben Rot und Weiß, der Wismarer Köcheclub in Blau und Weiß, die Deutsch-Schwedische Gesellschaft mit Gästen aus Kalmar natürlich im schwedischen Blau-Gelb. Die Wismarer Numismatiker rollten einen großen Taler übers Kopfsteinpflaster. Die Damen der Wismarer Stadtwerke bezauberten durch wallende Ballkleider.

Historisch korrekter, dafür aber nicht so farbenfroh, zeigten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Warnemünder Trachtengruppe in Fischertrachten aus der Zeit um 1840. Für Erstaunen sorgten die Kremper Fahnenschwenker, die ihre großen Fahnen durch die Luft schwenkten und warfen.

So ging es vom Marktplatz durch die Sargmacherstraße vorbei an St. Marien und dem Fürstenhof in die Baustraße, die Lübsche- und die Ulmenstraße, wo Helfer bereits Wasser eingeschenkt hatten – es war warm. Unter den vielen Stoffschichten der Kleider oder den Wollsachen der Uniformen kamen die Teilnehmer schnell ins Schwitzen. Insbesondere, wenn man sich wie die Stuntmen vom Grevesmühlener Piraten Open Air heftige Schwertkämpfe liefert. Immer wieder stoppte der Zug und Fahnenschwenker, Stuntmen, Chorsänger und Musiker lieferten Kostproben ihres Könnens. Malte und Leon – die Zwillinge vom Markt – freuten sich über die Unterbrechungen, schließlich wurden dann oft Süßigkeiten oder Fähnchen verteilt.

„Freunde fahren seit Jahren extra aus Stendal zum Schwedenfest und haben uns davon vorgeschwärmt“, erzählte Sandra Engel aus Stendal. Angesichts der Kostümierungen geriet sie nun ihrerseits ins Schwärmen. Der Weg hatte sich gelohnt. „Wir kommen wieder!“

Bei den Einheimischen wurden hingegen kritische Stimmen laut. „Das war’s schon?“, brummelten einige Passanten, als der Zug nach – gefühlt – wenigen Minuten auf dem Markt seinen Endpunkt erreichte. Es waren Sätze wie „das wird jedes Jahr weniger“ zu hören. Das Gefühl trügte nicht. Voriges Jahr beteiligten sich laut Stadtverwaltung 28 Gruppen und 500 Menschen am Festumzug.

Nicole Hollatz

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