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Wismar Ein Fest mit Kaiserwetter und Großherzog
Mecklenburg Wismar Ein Fest mit Kaiserwetter und Großherzog
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06:55 09.09.2013
Bienenfleißig zeigten sich die Mitarbeiter des Saatzuchtbetriebes in Malchow schon bei den Vorbereitungen zum Festumzug. Etwa 50 Kinder und Erwachsene erschienen im Biene-Maja-Kostüm. Sie begleiteten die gelb geschmückten Rapswagen mit Liedern und guter Laune – und sie warfen Honigbonbons unter die Zuschauer. Quelle: Ina Schwarz

Kaiserwetter trifft Großherzog — und das im 21. Jahrhundert auf der Insel Poel. Auch Kurfürsten, Piraten, Mönche und Pilger wurden am Wochenende rund um die Wallanlagen am Markleeberg in Kirchdorf gesichtet. Was die kleine Ostseeinsel zur 850-Jahrfeier auf die Beine, Hufe und Räder stellte, zeigten ihre Bewohner geballt kreativ am Sonnabend.

Etwa 1000 aktive Mitwirkende winkten, jubelten, sangen oder schmausten auf oder hinter den geschmückten Festwagen, Oldtimern, Traktoren, Pferden, Schubkarren, Bollerwagen und Booten. Der zwei Kilometer lange Festumzug war eine Augenweide. Begleitet von Fanfaren- und Spielmannszügen sowie Fahnenschwenkern zeigten Wagen und Fußtruppen in phantasievollen und historischen Kostümen das Leben der Insulaner seit mehr als 800 Jahren.

„Mir ist immer wieder ein Schauer über den Rücken gelaufen“, sagte Bürgermeisterin Gabriele Richter (parteilos). In typischer Poeler Tracht führte sie mit der Bundestagsabgeordneten Karin Strenz (CDU) und Gemeindevertretervorsteher Bodo Köpnick den bunten Zug an.

Helene Freier lebt seit 16 Jahren auf der Insel und ist heute ihre älteste Bewohnerin. Auch sie war von den Ereignissen ganz verzaubert und sagte: „Da muss ich erst 96 Jahre alt werden, um so etwas Schönes zu erleben.“ Mit „Wahnsinn!“, bezeichnete die 42-jährige Heike Rex, mit „einfach cool“, die 11-jährige Nele Anika Fischer und als „phantastische Saisonverlängerung“ Kurdirektor Markus Frick das Fest. Auch habe es bereits im Vorfeld das Wir-Gefühl in den Dörfern gestärkt, sagte er.

Für ihr Engagement bei den Vorbereitungen zu dieser und anderen Veranstaltungen, wurden Marlies Grewsmühl und ihr Mann Hannes ausgezeichnet. „Sie ist ein ganz besonderer Mensch, der unermüdlich organisiert und motiviert und sogar noch dann Lösungen findet, wenn keine mehr da sind“, sagte Gabriele Richter beim überraschenden Dankeschön im Festzelt. Dort begrüßte die 46-Jährige auch Vertreter der schwedischen Partnerkommune Hammarö, denen sie unter anderem ein Bild des Poeler Malers Joachim Rozal mit in die nordische Heimat gab.

Auf der Bühne präsentierten sich viele Poeler Vereine und Heiko Settgast, der zuvor den Festumzug von der Tribüne aus moderiert hatte, führte durch den Nachmittag. All das und noch viel mehr bot das Fest. Eine Auswahl: Auf der Kirchsee landeten Wasserflugzeuge, auf dem Festplatz drehte sich ein Kettenkarussell, Sebastian Kroll vom Bauspielplatz Schwerin schwang den Schmiedehammer. Zudem wanderten jede Menge Fischbrötchen über den Tresen und hunderte Gäste genossen Sonnenschein, Gespräche, Begegnungen und frische Ostseeluft.

Ina Schwarz

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