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Ein Museum für extreme Geschichten

Wismar Ein Museum für extreme Geschichten

„Mein neues Museum wird die Menschen unterhalten.Christoph Zechlin (45) leitete zehn Jahre lang das Technikmuseum in Barth

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Christoph Zechlin sucht einen Standort für ein abenteuerliches Museum in Wismar oder der näheren Umgebung. FOTO: DETLEF LÜBCKE

Wismar. Christoph Zechlin ist auf der Suche. Der 45-Jährige möchte in Wismar ein abenteuerliches Museum eröffnen. Ein Museum, in dem er spannende Geschichten über extreme Reisen und Erlebnisse erzählt. Doch die Suche nach einem passenden Standort in Wismar oder Umgebung gestaltet sich schwierig.

„Als ich den Wasserturm und das Pumpenhaus der Hansestadt sah, schlug mein Herz schneller – das wäre die perfekte Location gewesen“, sagt der gebürtige Ratzeburger. Im Pumpenhaus sollen allerdings luxuriöse Wohnungen entstehen. Es gibt keinen Platz für sein Museum. Aber Zechlin ist flexibel. „Ein Speicher in Hafennähe oder ein Lokschuppen – Hauptsache das Gebäude ist nicht zu klein und hat selbst eine Geschichte.“ Mindestens 500 Quadratmeter sollten es messen.

Finanzieren würde er den Um- und Aufbau des Museums aus eigener Tasche. Er klingt optimistisch, wenn er sagt: „Hey Wismar, ich bau euch eine touristische Aktion aus eigenen Mitteln. Das Einzige, was ich brauche, ist ein Gebäude.“

Die ersten Ausstellungsstücke und Geschichten hat Zechlin bereits parat. „Ein Bekannter von mir fuhr eine Rallye durch Afrika. Das Besondere, die Autos waren richtige Schrottkarren.“ Und diesen Wagen würde er nun gern seinen Gästen zeigen und die Geschichte dazu erzählen. Ein anderes Erlebnis, das seinen Platz im Abenteuermuseum finden soll, ist die Geschichte eines Wracktauchers, der in der Nordsee gesunkene Boote aus dem Zweiten Weltkrieg erkundet. Gern würde er auch Geschichten von Einheimischen erzählen. „Wenn jemand einen spannenden Segeltörn erlebt hat beispielsweise.“ Er selbst segelte bereits mit 17 Jahren auf dem Atlantik und entdeckte schon früh seine Liebe zu Abenteuern und den Geschichten von Jules Verne.

Christoph Zechlin hat auch Erfahrungen, wenn es um das Betreiben eines Museums geht. In Peenemünde auf Usedom zeigte er eine Dauerausstellung zum Thema „Titanic“, unter anderem mit einem sechs Meter langen Modell des legendären Schiffes. Auf einem Schiff in Hamburg erzählte er die Geschichte des Bananentransports. Außerdem besitzt er eine riesige Playmobil-Sammlung mit etwa 4000 Figuren. Es sind die Ideen, der etwas anderen Art, die seine Dauerausstellungen erfolgreich machen. Er hat Mut, auch etwas Neues auszuprobieren.

Zuletzt führte er zehn Jahre lang das Technikmuseum in Barth (Nordvorpommern). Bis zu 20 000 Besuchern zeigte er jährlich während der sechsmonatigen Saison eine große Sammlung Oldtimer und historische Technik in der Alten Zuckerfabrik. „Doch es gab Streit mit dem Mitbesitzer des Gebäudes, einem ehemaligen Freund. Er erhöhte plötzlich drastisch die Miete“, erzählt Zechlin. Ihm blieb nichts anderes übrig, als im November des vergangenen Jahres das Museum aufzugeben. Die Oldtimer wurden verkauft, Leihgaben an die Besitzer zurückgegeben. Die Alte Zuckerfabrik steht seitdem leer.

Sein Herz blute noch immer, wenn er an das traurige Ende seines Technikmuseums denkt. Umso mehr freut er sich auf einen Neustart in Wismar oder Umgebung. Für Marco Trunk, Pressesprecher der Hansestadt, klingt es nach einem interessanten Projekt. „Vor allem, weil er es wirtschaftlich privat betreiben will“, begründet Trunk. Auch Reinhard Sieg von der Wirtschaftsförderung in Wismar findet die Idee gut und möchte Zechlin gern helfen. „Da die unteren Etagen der Speicher am Hafen laut Baurecht gewerblich beziehungsweise öffentlich genutzt werden müssen, wäre das eine große Chance, an dieser Stelle das Museum zu eröffnen.“

Kontakt: Wer Vorschläge oder Angebote für einen möglichen Standort hat, kann Christoph Zechlin unter ☎ 0177/8919330 oder per E-Mail unter erlebnismuseum@aol.com

kontaktieren.

Carolin Riemer

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