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Ein Neuanfang für den Herzensweg

Neuburg Ein Neuanfang für den Herzensweg

Madleen Cipra hat in Neuburg ihre Praxis für ganzheitliche Psychotherapie eröffnet / Ein Schritt, der Mut verlangte

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Seit Oktober betreibt Madleen Cipra (31) ihre Praxis in Neuburg bei Wismar.

Quelle: Vanessa Kopp

Neuburg. Madleen Cipra geht ihren Herzensweg – und ist damit wohl vielen Menschen einen Schritt voraus. Doch die 31-Jährige hat es sich zur Aufgabe gemacht, anderen zu helfen, ihren eigenen Weg zu gestalten. „Ich bin selbst lange umhergeirrt, auf der Suche nach mir selbst und meiner Bestimmung“, erzählt die gebürtige Wismarerin. Bis ein Meditationskursus bei ihr die Türen öffnete.

Jeder trägt die Lösung für seine Probleme selbst in sich.“Madleen Cipra,

Heilpraktikerin für

Psychotherapie

In diesem Monat hat Madleen Cipra ihre Praxis für ganzheitliche Psychotherapie (HPG) in Neuburg bei Wismar eröffnet. Gelernt hat die Mecklenburgerin ursprünglich mal Bankkauffrau. „Doch ich habe sehr schnell gemerkt, dass das nichts für mich ist“, gibt sie zu. „Ich konnte einfach nicht verkaufen.“ Nach Abschluss der Ausbildung machte sie ihr Abitur nach und studierte in Wismar Sozialverwaltungsmanagement. „Wieder etwas Betriebswirtschaftliches“, kommentiert sie ihre Entscheidung. „Ich habe also erneut den Schwanz eingekniffen und nicht nach meinem wirklichen Weg gesucht.“

Einige Jahre arbeitete Madleen Cipra dann bei der Arbeitsagentur, bis sie und ihr Mann Peter Eltern wurde. „Durch die Geburt unseres Sohnes Nanook hat sich viel verändert. Ich habe mich mehr hinterfragt.“ Den finalen Auslöser, einen Neuanfang zu wagen, hat dann allerdings ein Meditationskursus gegeben. „Ich habe mich selbst besser beobachtet und auf meine Wünsche gehört.“

Also hat sie mit fast 30 Jahren ihre Weichen noch einmal neu gestellt und das Studium zur Heilpraktikerin für Psychotherapie begonnen. „Es hat mich viel Mut gekostet, den Sicherheitsgedanken aufzugeben und zu ignorieren, was andere sagen.“ Heute ist Madleen Cipra glücklich, den Schritt gewagt zu haben. „Zu meinen Stärken zählt es, mitfühlend und intuitiv zu sein. Zudem ist mir Wertschätzung anderer Menschen wichtig.“ All das kombiniert sie in ihrem neuen Beruf.

Spezialisiert hat sich die Heilpraktikerin auf die sogenannte EMDR-Traumatherapie. Dabei werden durch Augenbewegung Blockaden gelöst und Lebenssituationen verarbeitet. „Das ist eine anerkannte und sehr wirkungsvolle Methode“, erklärt die Expertin. Die erste Sitzung nutzt die Therapeutin zum Kennenlernen des Klienten. „Danach beginnen wir nach einer Stabilisierung mit der Arbeit.“ Der Klient bekommt davon alles mit, befindet sich also nicht in Hypnose. „Ziel ist es, die traumatischen Erlebnisse in das Leben zu integrieren, da sie Teil des jeweiligen Lebens sind.“

Madleen Cipra sieht sich nicht als Konkurrenz zu kassenärztlichen Therapeuten. „Ich biete eine Ergänzung zum Gesundheitssystem“, so ihre Einschätzung. Wer sich bei ihr heilen lassen möchte, muss dafür selbst bezahlen. „Ein Vorteil ist, dass bei mir die Wartezeiten kürzer sind und ich zeitlich sehr flexibel bin“, erklärt sie. „Und ich bin frei in meiner Methodenwahl.“ Denn jeder Mensch spreche auf anderes an. „Ich habe meinen Handwerkskoffer dabei und versuche, mit meinen Mitteln den Klienten zu leiten. Jeder trägt die Lösung seiner Probleme selbst in sich.“ Je nach Fall und Mensch greift Madleen Cipra auf Rückführungstherapien, Reiki oder Hypnose zurück.

„In unserer schnelllebigen Welt, wird es immer wichtiger, sich auf sich selbst zu besinnen. Viele verlieren ihren persönlichen Zugang“, ist ihre Beobachtung. An der Volkshochschule bietet Madleen Cipra, die mit ihrem Mann eine Leidenschaft für den afrikanischen Kontinent teilt, zudem Meditationskurse an. „Außerdem bin ich noch bei der Hochschule Wismar angestellt.“ Der Sicherheitsgedanke ist doch noch da. „Mein Augenmerk liegt aber auf der Praxis . Gerade deswegen gebe ich diesem Weg Zeit.“

Vanessa Kopp

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