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Ein Spaziergang durchs Gehirn

Wismar Ein Spaziergang durchs Gehirn

Die Aktion „Wismar gegen den Schlaganfall“ klärt im Hanse-Klinikum mit begehbarem Modell auf

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Mit dem übergroßen und begehbaren Hirnmodell machte das Hanse-Klinikum auf das Thema Schlaganfall aufmerksam. FOTOS: NICOLE HOLLATZ

Wismar. . „Ein Schlaganfall ist in Deutschland immer noch die größte Ursache für eine Behinderung“, erklärt Dr. . Sabine Mehnert, Chefärztin der Klinik für Neurologie im Sana Hanse-Klinikum Wismar. Sie klärte bei einem Tag der offenen Tür und der Aktion „Wismar gegen den Schlaganfall“ über die Symptome und Warnhinweise eines Schlaganfalls auf – mit einem begehbaren Modell des Gehirns, mit den Fachbezeichnungen und möglichen pathologischen Veränderungen im Gewebe.

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Die Aktion „Wismar gegen den Schlaganfall“ klärt im Hanse-Klinikum mit begehbarem Modell auf

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Wie sieht er im Gehirn aus, der Gefäßverschluss, die Ursache des Schlaganfalls? Ablagerungen an den Innenwänden verengen die Blutgefäße, die das Hirn versorgen, führen zu Durchblutungsstörungen und führen im schlimmsten Fall zum Gefäßverschluss. „Wenn man den Thrombus, das Blutgerinsel, im Krankenhaus schnell genug auflöst, kann einen Teil des Gewebes gerettet werden. Dadurch werden die Ausfälle minimiert oder sogar ganz beseitigt“, erklärte Assistenzärztin Liane Bruhn.

„Time is brain!“ – Zeit ist Gehirn: Je länger das Hirngewebe wegen des Blutgerinnsels unversorgt bleibt, desto mehr der kostbaren Zellen sterben ab – ein unumkehrbarer Zustand. „Gerade ältere Patienten denken sich nichts weiter dabei, wenn sie beim nächtlichen Toilettengang auf einmal den rechten Arm nicht mehr bewegen können“, weiß Assistenzärztin Liane Bruhn. Dabei sei das ein mögliches Symptom. „Viele denken, dass es reicht, wenn sie erst am nächsten Morgen damit zum Arzt gehen“, sagt sie und warnt: „Doch dann könnte es schon zu spät sein.“

Ein Problem: die möglichen Symptome für einen Schlaganfall sind vielfältig und unterschiedlich. „Wir haben ein Zeitfenster von vier bis sechs Stunden, in dem wir reagieren sollten“, rät Chefärztin Sabine Mehnert. Solche Symptome seien nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Die einzig richtige Reaktion sei, sofort den Notruf zu wählen und am Telefon auch den Verdacht auf einen Schlaganfall zu äußern.

Um Aufklärung bemüht sich die Aktion „Wismar gegen Schlaganfall“. Sie wurde im September unter der Schirmherrschaft der damaligen Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) am Wismarer Hanse-Klinikum ins Leben gerufen wurde. Sie will über die Volkskrankheit „Schlaganfall“ informieren und den Menschen auch die Angst davor nehmen, den Notruf zu wählen. Dr. Sabine Mehnert hat festgestellt: „Viele Menschen sind nur unzureichend über die Symptome eines Schlaganfalls informiert und nehmen die typischen Warnsignale häufig nicht ernst.“

Risikofaktoren

Beim Schlaganfall zählen zu den Risikofaktoren Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes mellitus, Herzerkrankungen, Übergewicht, übermäßiger Alkoholkonsum, Stress und Bewegungsmangel, langjährige Einnahme der „Pille“ bei Frauen, Störungen der Blutgerinnung, Störungen des Stoff- und des Fettstoffwechsels.

Die Symptome eines Schlaganfalls sind verschieden und breit gefächert, was für es Laien oft schwer macht, einen Schlaganfalls zu erkennen. Sehstörungen wie Doppelbilder oder Einschränkungen des Gesichtsfeldes, Störungen beim Sprechen und im Sprachverständnis, Lähmungen und Taubheitsgefühl, Schwindel oder sehr starker Kopfschmerz sind beispielsweise mögliche Symptome.

Beim Verdacht auf einen Schlaganfall liegt ein lebensbedrohlicher Notfall vor, sofort sollte der Notruf 112 gewählt werden und der Rettungsleitstelle der „Verdacht auf Schlaganfall“ gemeldet werden.

Nicole Hollatz

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