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Wismar Ein Wismarer zieht in die Welt
Mecklenburg Wismar Ein Wismarer zieht in die Welt
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00:00 22.03.2013
Hinter der Bar fühlt sich Rico Bannow (26) wohl. Der Wismarer hat im Steigenberger Hotel Stadt Hamburg mit der Lehre begonnen. Quelle: Privat
Wismar

Von der Hansestadt in die Welt — das ist die Devise von Rico Bannow. Schweiz, Südafrika, Peru, Costa Rica, Panama und als nächstes Malaysia. Gemeinsam mit zwei Kommilitoninnen von der Hotelfachschule Hamburg wird der junge Mann Deutschland bei der „Culinaire Malaysia“ im September vertreten. Das Ziel: Die Titelverteidigung für Deutschland.

Das Steckenpferd des 26-Jährigen ist die Bar. Für den Wettbewerb in Malaysia hat sich Rico Bannow mit seinem Team in einem Vorentscheid in Frankfurt qualifiziert. Vom 14. bis 21. September müssen sich die drei Deutschen gegen Teams aus der ganzen Welt im Service, der Küche und der Bar behaupten. „In den nächsten Monaten steht dafür eine Menge Vorbereitung auf dem Programm“, sagt Bannow.

Angefangen hat der Weltenbummler mit einer Lehre zum Restaurantfachmann im Jahr 2004 im Steigenberger Hotel Stadt Hamburg in Wismar. „Erst wollte ich — wie fast jeder Junge — Fußballer werden“, erzählt Bannow. Beim FC Anker Wismar hatte er eine erfolgreiche Jugendkarriere. „Irgendwann habe ich dann meine Prioritäten gesetzt.“

Während seiner Schulzeit habe er des Öfteren in der Brauhausgaststätte in Wismar ausgeholfen oder im „Alten Schweden“ in der Küche gearbeitet. „Die Arbeit hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich für die Ausbildung entschied.“ Mit dazu beigetragen habe auch der Film „Cocktail“ mit Tom Cruise. „Ich habe den Film mit ungefähr 15 Jahren gesehen und dachte damals schon: Das will ich auch können!“ Nach der Ausbildung in Wismar setzte Bannow in der Yachtresidenz Hohe Düne in Rostock seine Lehre fort und absolvierte den Hotelfachmann.

Danach gönnte sich der Hobby-Sportler eine Auszeit in Südafrika. „Für drei Monate war ich in dem Land unterwegs und habe dort die Arbeit als Barkeeper mit dem Reisen verbunden.“ Der Schritt in die Ferne war gemacht. Wieder zurück in Norddeutschland zog es den Hobby-Sportler in die Berge.

„In den folgenden Jahren bin ich zwischen Hotels in der Schweiz sowie Peru und Wismar gependelt“, erzählt Bannow. „Damals hatte ich noch eine Freundin in Peru, sodass ich oft in Südamerika war. Heute bezeichne ich das Land als meine zweite Heimat.“ Sein zukünftiges Leben in Deutschland kann sich Rico Bannow nicht mehr vorstellen. Im Sommer 2014 ist er voraussichtlich fertig mit der Hotelfachschule in Hamburg. Und was kommt dann? „Es gibt so viel, was ich noch erleben will“, meint der junge Mann. Nach Wismar komme er trotzdem gerne zu Besuch. „Meine Familie ist mir wichtig, auch wenn ich sie nicht mehr so oft sehen kann. Aber dafür gibt es das Internet und Telefon.“ Unterstützung habe er jedenfalls zu 110 Prozent.

„Jeder selbst ist seines Glückes Schmied“, ist das Motto von Rico Bannow. Neben seinem Studium arbeitet er an den Wochenenden in der „Bullerei“ in Hamburg, dem Restaurant von Tim Mälzer. „Das Arbeiten brauche ich als Ausgleich zum Lernen, genauso wie Sport.“

Der Wismarer gibt alles, sich seinen Traum zu erfüllen: ein eigenes Restaurant mit Bar in Südamerika. „In diesen Kontinent habe ich mich verliebt“, schwärmt der 26-Jährige. Bis dahin hat er allerdings noch einiges vor, unter anderem die Meisterschaft in Malaysia zu gewinnen.

Erst wollte ich — wie fast jeder Junge — Fußballer werden.“ Rico Bannow (26),

Hotelfachmann

Vanessa Kopp

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