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Wismar Elektrische Flöhe, tanzende Kugeln und fliegende Teller
Mecklenburg Wismar Elektrische Flöhe, tanzende Kugeln und fliegende Teller
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09:39 13.06.2018
Hinter einem Vorhang entstehen „frozen shadows“ - gefrorene Schatten. Ein Spaß für Groß und Klein. Quelle: Nicole Buchmann
Wismar

Wie auf einer Treppe trippelt der gelbe Ball den Wasserstrahl hinauf. Nebendran trägt ein Luftstrom Teller in die Höhe - bis zu vier Metern. Vorsichtig muss den Regler drehen, wer den Teller im Strom halten will. Sonst segelt das Plastikgeschirr hinunter auf den grauen Betonboden. 

„Physik ist ein Weltversteherfach“, sagt Frank Rothfuß. Wer Physik verstehe, dem könne man nicht mehr so viel Blödsinn erzählen. Rothfuß hat die neue Sonderausstellung „ForscheFuchs“ im Phantechnikum aufgebaut, die Mitarbeiter eingewiesen.

Selbst ausprobieren, um zu verstehen

Vor einer Schere aus Holz, dazu seltsam verknotet, bleibt er stehen. „Was machen Sie, wenn Sie über einen Zaun wollen, aber nicht drüber und drunter durch können?“ In den Gesichtern Fragezeichen. „Genau - Sie gehen daran entlang bis zum Ende.“ Dann schiebt Rothfuß eine Schlaufe die Schnur entlang, zieht die Schere durch, und die Verknotung ist gelöst. 

Selbst ausprobieren, um zu verstehen, ist die Maxime der Sonderausstellung. Erklärungen auf den Displays an jedem einzelnen der 26 Experimente zu physikalischen Phänomen helfen, wenn die eigene Vorstellungskraft nicht ausreicht. Am liebsten aber erklärt Rothfuß selbst. „Wenn man ausführlich beschreibt, wie etwas funktioniert, erkennt man auch im größten Chaos noch die Ordnung.“

Süße Belohnung inbegriffen

Und so erklärt Rothfuß, warum zwei nebeneinander hängende, große Fender aneinander zu kleben scheinen, wenn man zwischen ihnen durchpustet. „Die Luftteilchen prasseln dann überwiegend vorwärts, nicht mehr so sehr seitwärts, und deshalb gehen die Fender dann zusammen.“ Wer einen Bügel runterdrückt, an dem zwei gleich große, mit Cola gefüllte Flaschen an Schnüren im Wasser hängen, wird erfahren, warum die eine dann doch schwerer ist als die andere. 

Verteilt über die verschiedenen Etagen, wartet die Ausstellung bereits im Erdgeschoss mit einer süßen Überraschung: Eine Energiekurbel, an der so lange gekurbelt werden muss, bis die Energie aufgebracht ist, die ein einziges Gummibärchen hat - wer durchhält, setzt ein Rad in Gang, in dem 50 Gummibärtütchen rotieren, eine fällt dann heraus. „Heute Morgen war schon alles leer“, sagt Phantechnikumsdirektor Andrej Quade lachend. #

Themenwochen noch bis Anfang September

Elektrische Flöhe unter Plexiglas, tanzende Kugeln auf einer Töpferscheibe, gefrorene Schatten auf einer Leinwand - für Quade ist die Sommerausstellung vor allem eines: ein spielerisches Entdecken. 

„Die Kinder sind wach dabei, aber schließlich sind dann bald auch Ferien.“ Bis Anfang September wird die Sommerausstellung ergänzt durch Führungen, Filme, Experimentieren im Labor, Tüftel-Workshops. Wöchentlich wechseln Themen wie das Weltall, Bionik, die Dampflok oder der Traum vom Fliegen. 

Wechsel an der Führungsspitze

Im Phantechnikum selbst hat zu Beginn des Monats die Führungsspitze gewechselt. Nach mehr als zehn Jahren hatte Henrik Fanger den Geschäftsführerposten übergeben. Fanger war bereits lange vor der Eröffnung des Phantechnikums im Jahr 2012 an Planung und Umsetzung des Technischen Landesmuseums beteiligt. 

Sein Nachfolger wurde Wolfgang Kühl. Kühl war 23 Jahre lang Leiter eines großen Einkaufsmarktes in Wismar Wendorf und wollte eigentlich in den Ruhestand gehen. Für das Phantechnikum aber wird Wolfgang Kühl nun weiter arbeiten.

Nicole Buchmann

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