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Wismar Eltern fordern Tempo 30 an der Schule
Mecklenburg Wismar Eltern fordern Tempo 30 an der Schule
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00:00 13.06.2017

Viele Eltern, deren Kinder die Grundschule und den Kindergarten in Kalkhorst besuchen, sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kleinen, wenn diese die Hauptverkehrsstraße kreuzen müssen. Sie wünschen sich eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h an der Einfahrt zur Schule. Sie liegt nah am Ortseingang, wo mancher Autofahrer noch oder schon etwas schneller unterwegs ist.

„Das Tempolimit gab es bereits, bis die Ortsdurchfahrt 2013 erneuert wurde“, sagt Kalkhorsts Bürgermeister Dietrich Neick (FWK). Mit der Erneuerung der Straße sei dann eine Querungshilfe in Form einer Verkehrsinsel am Übergang zur Schule gebaut worden. Die biete aus Sicht der Eltern aber nicht genug Sicherheit für die Kinder. „Am besten wäre eine Ampel oder auch ein Zebrastreifen“, sagt Annika Grenzau. Ihr Sohn Oliver geht in die Kita, ihre Tochter Isabel in die Vorschule. Die Meinung teilt auch Anna Horn. Ihr Sohn Michel geht in die erste, Sohn Max in die vierte Klasse. Der ältere Sohn findet es auch gefährlich, die Landesstraße an der Schule überqueren zu müssen, wenn er zu einem seiner Freunde will.

Dietrich Neick bedauert auch, dass Tempo 30 am Ortseingang bei der Schule entfallen ist. „Jetzt gibt es aber eine neue Rechtslage“, sagt er. Bislang durfte Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen nur angeordnet werden, wenn nachgewiesen wurde, dass es eine 30 Prozent höhere Gefährdung an der Stelle gibt. Diese Hürde ist aber gefallen und die Behörden, in diesem Fall der Landkreis, können einfacher ein Tempolimit vor Kindergärten, Schulen, Altenheimen oder Krankenhäusern einrichten. Einen Antrag hat die Gemeinde Kalkhorst bereits im Januar dazu gestellt. „Es wurde mehrfach nachgefragt, Ende April auch schriftlich“, sagt Neick. „Aber die Eltern bekommen nicht einmal eine Antwort“, sagt der Bürgermeister, der den Vorgang, das Tempolimit einzurichten, für einen simplen Verwaltungsakt hält, der eigentlich schnell umzusetzen wäre. „Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer an der Landesstraße darf nach der Straßenverkehrsordnung nur angeordnet werden, wenn hier eine besondere Gefahrenlage besteht und nachgewiesen ist“, heißt es von der Verkehrsbehörde des Landkreises. „Dieser Nachweis wird nach der neuen Straßenverkehrsordnung nur erleichtert, wenn die Schule direkt an der Landesstraße liegen würde. Die Schule befindet sich jedoch ,in zweiter Reihe’ etwa 150 Meter von der Landesstraße entfernt“, ist die weitere Information aus der Kreisverwaltung. Die Eltern in Kalkhorst werden also noch abwarten müssen, ob sich für sie etwas verbessert.

Malte Behnk

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