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Wismar Er trägt seine Miss auf Händen

Johanna Wilhelmine Nedel gewann die Miss-MV-Wahl / Ihr Freund trat bei der Mister-Wahl an

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Ein schönes preisgekröntes Paar: Johanna Wilhelmine Nedel und Philipp Schröder. Er wurde Zweiter bei der Mister-MV-Wahl. FOTO: CAROLIN RIEMER

Wismar. So sieht sie aus, die schönste Frau aus Mecklenburg-Vorpommern. Johanna Wilhelmine Nedel ist 1,77 Meter groß, wiegt 60 Kilo und besitzt seit zwei Wochen eine echte Krone. Die 18-Jährige aus Wismar setzte sich bei der Wahl zur „Miss Mecklenburg-Vorpommern“ gegen zehn Konkurrentinnen durch. Und das mit einem deutlichen Vorsprung – sie sahnte 150 Punkte mehr ab als die Zweitplatzierte.

Die junge Frau, die im September auch zur Miss-Wismar gewählt wurde, widerlegt wohl sämtliche Vorurteile, die man beim Anblick einer schönen, langhaarigen Blondine hegen könnte. Mit einem warmen Lächeln öffnet sie die Tür ihrer Wismarer Altstadt-Wohnung. „Tee oder stilles Wasser?“, fragt sie und verschwindet auf Socken in der Küche. Johanna ist im Sommer mit ihrem Freund Philipp Schröder in die erste gemeinsame Wohnung gezogen. Seit einem Jahr und drei Monaten sind sie ein Paar.

Bei der Schönheitswahl stellten sich beide der Jury. Johanna gewann, der 27-jährige Philipp belegte den zweiten Platz und ist nun offiziell der Vize-Mister des Bundeslandes. Als Pärchen-Hobby bezeichnen sie die Schönheitswahlen trotzdem nicht. „Ich bin nur zur Unterstützung angetreten, weil Hanna nicht alleine wollte“, erklärt der Zeitsoldat und seine Freundin erklärt: „Ich war aufgeregt.

Eigentlich spreche ich nämlich nicht gern vor so vielen Leuten, vor allem nicht durch ein Mikrofon.“

Ein bisschen schüchtern wirkt sie auch wenn sie sagt, dass sie die Krone der Miss-Wahl im Kleiderschrank aufbewahrt und sie keinen Ehrenplatz im Wohnzimmer bekommt. Klischees findet sie nämlich „schrecklich“. Johanna Wilhelmine Nedel befindet sich im dritten Ausbildungsjahr zur Kauffrau für Büromanagement. Ihr Notendurchschnitt liegt bei 1,5. Sie machte ihren Führerschein mit 17 Jahren und ist ehrgeizig. „Sie schafft alles, was sie sich vornimmt, ist liebevoll und fleißig“, sagt ihr Freund anerkennend.

Und was tut eine junge Frau, die das Bundesland bei der Miss-Germany-Wahl vertritt, für ihre Schönheit? „Eigentlich nicht viel“, gibt sie zu. Sport mag sie im Gegensatz zu ihrem Freund Philipp gar nicht. Und auch die Liebe zu Make-up und Schönheitsprodukten hält sich in Grenzen. „Ich komme mit einer getönten Tagescreme und Wimperntusche aus“, verrät sie. Und genau diese Natürlichkeit lobte die Jury der Miss-Germany-Cooperation. Preise im Wert von etwa 4000 Euro bekam sie für ihren Sieg. „Ende Januar fliege ich beispielsweise mit den Missen der anderen Bundesländer für zehn Tage nach Fuerteventura.“ Dabei handelt es sich aber nicht um eine reine Urlaubsreise. Die hübschen Frauen werden dort auf die Miss-Germany-Wahl vorbereitet, die im Februar im Europapark in Rust (Baden-Württemberg) stattfindet. Laufstegtraining, Fotoshootings und ein Knigge-Benimm-Kurs stehen dann auf dem Programm.

Eifersüchtig ist Patrick auch dann nicht, wenn sich seine Freundin in Bademode auf der Bühne präsentiert. „Ich glaube, sie ist eifersüchtiger als ich“, sagt er lächelnd und blickt Johanna herausfordernd an. Sie bestreitet es nicht. Kennengelernt haben sich die beiden am Spielfeldrand eines Fußballplatzes. Philipp Schröder ist Torwart beim TSG Warin. „Ich habe ihn gesehen und gedacht, dass er sich nie für mich interessieren würde – weil ich so viel jünger bin als er.“ Aber da irrte sich die Miss gewaltig. Zur Miss-Germany-Wahl wird Philipp „seine Hanna“ begleiten und emotionalen Beistand leisten. Und vielleicht wandert dann schon bald eine zweite Krone in ihren Kleiderschrank.

Carolin Riemer

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