Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
„Jugend debattiert“: 19-Jährige fährt nach Berlin

Wismar „Jugend debattiert“: 19-Jährige fährt nach Berlin

Wanda Drabon fährt am 16. Juni nach Berlin. Die 19-Jährige vom Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wismar wird Mecklenburg-Vorpommern beim Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“ vertreten. Sie hat in Schwerin den Landeswettbewerb gewonnen.

Voriger Artikel
Wenn aus Schülern Künstler werden
Nächster Artikel
Viel Zuspruch für Wahlsieger Thomas Beyer

Die Wismarerin Wanda Drabon (19) vom Gerhart-Hauptmann-Gymnasium hat den Landeswettbewerb von „Jugend debattiert“ gewonnen. Sie vertritt Mecklenburg-Vorpommern im Juni beim Bundeswettbewerb in Berlin.

Quelle: Sylvia Kartheuser

Wismar. Wanda Drabon lacht: „Ich rede nun mal gern.“ Außerdem argumentiert die 19-Jährige aus Wismar gut. So gut, dass sie in Schwerin den Landeswettbewerb von „Jugend debattiert“ der Jahrgangsstufen 11. bis 13. Klasse gewonnen hat (die OZ berichtete). Am 19. Juni werden sie und ein weiterer Schüler Mecklenburg-Vorpommern beim Bundeswettbewerb in Berlin vertreten. Zumindest hat sie die Qualifikationsrunde erreicht. 

Insgesamt treten in ihrer Jahrgangsstufe 32 Teilnehmer aus den 16 Bundesländern an, je zwei aus einem. „Ob es für mich fürs Finale reicht, wird sich zeigen. Das schaffen nur die besten Vier“, erklärt Wanda. Zuvor geht es für alle Teilnehmer zu einem fünftägigen Rhetorik-Seminar nach Süddeutschland.

Lieber Seminar als Wettbewerb

Genau genommen waren die Seminare der Grund, warum sich Wanda Drabon an „Jugend debattiert“ beteiligte. Im vergangenen Jahr hatte sie das erste Mal an dem Debattiercamp in Waren an der Müritz teilgenommen. Schon da bekam sie die Einladung zu „Jugend debattiert“. „Dabei wollte ich nur zu dem Seminar“, erinnert sich Wanda. Sie lehnte ab, denn mit Wettbewerben hatte sie abgeschlossen - dachte sie zumindest.

Aber das Seminar hat ihr soviel Spaß gemacht, dass sie sich in diesem Jahr wieder anmeldete. Und wieder kam die Einladung. „Ich habe um ein paar Tage Bedenkzeit gebeten“, sagt Wanda Drabon, deren größtes Hobby die Musik  ist. Seit ihrer Kindheit spielt sie Querflöte. „Ich habe auch zweimal bei ,Jugend musiziert' mitgemacht.“ Der Leistungsdruck sei aber so hoch gewesen, dass sie sich geschworen habe: nie wieder Wettbewerbe. Stattdessen unterrichtet sie in ihrer Freizeit lieber Querflöte an der Tarnow-Schule in Wismar.

Spaß bei den Debatten

Doch nun hatte sie die Einladung zu „Jugend debattiert“. Wieder ein Wettbewerb. Die 19-Jährige sagte letztlich zu und stellte fest: „Der Wettbewerb war ganz anders, als ich gedacht habe. Er hat mir richtig Spaß gemacht.“

Für Wanda Drabon war die Teilnahme zugleich ein Besuch in ihrer Geburtsstadt. Zehn Jahre lebte sie mit ihrer Familie in Schwerin. Bis die Mutter wieder heiratete und der Umzug nach Wismar erfolgte. Auch das ist schon wieder neun Jahre her. Wandas Bilanz: „Wismar ist schöner als Schwerin, Wismar ist Heimat.“ Einer ihrer Lieblingsplätze ist der Steg am Mühlenteich. „Wenn man Glück hat, ist man dort ganz für sich.“

Diskussionfreudige Familie

Durch die Heirat der Mutter wuchs die Familie sprunghaft an. „Über Patchwork habe ich jetzt sieben Geschwister, aber nur mein neunjähriger Halbbruder wohnt noch bei uns. Alle anderen sind älter, studieren oder arbeiten“, erzählt Wanda Drabon. Bringt sie mit ihrer Debattierkunst und schlüssigen Argumentation ihre Familienmitglieder manchmal auf die Palme? Wanda schüttelt die langen blonden Haare und lacht: „In meiner Familie reden und diskutieren alle gern. Das heißt: man muss sich davon verabschieden, dass ein Thema schnell abgehakt ist.“

Dass aus den Diskussionen kein Monolog wird, hat Wanda Drabon in den Seminaren und im Wettbewerb gelernt. Da würden ganz klare Regeln gelten, sagt sie. Zuhören und auf den anderen eingehen, seien nur zwei davon. „Wenn ich manche politische Debatten höre, wünschte ich, diese Regeln würden auch dort gelten“, sagt die 19-Jährige. Das beginne in der Wismarer Bürgerschaft und höre im Bundestag auf.

Wanda Drabon freut sich auf den 16. Juni und die Fahrt in die Bundeshauptstadt. „Ich habe dort Verwandte, die ich vielleicht sehen kann.“ Aber natürlich steht die Qulifikation fürs Finale im Mittelpunkt - und die Hoffnung auf viele Punkte.

Kartheuser Sylvia

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Greifswald
Die Jahngymnasiasten Johannes Leiding, Mia Strahlmann, Sarah Jantzen und Georg Voigt (v.l.) gehörten zu den Campteilnehmern.

Wochenendcamp vereinte erstmals Griechisch- und Lateinschüler aus Greifswald, Schwerin, Neustrelitz und Bad Doberan im Maritimen Jugenddorf Wieck

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Wismar
Verlagshaus Wismar

Mecklenburger Straße 28
23966 Wismar

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00-17.00 Uhr
Freitag 10.00-16.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Kerstin Schröder
E-Mail: wismar@ostsee-zeitung.de
Telefon: 0 38 41 / 415 65

Ticket- und Anzeigenverkauf: 03841 / 41550.

Beilagen
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist