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Erste Pro-Familia-Beratungsstelle in Wismar

Wismar Erste Pro-Familia-Beratungsstelle in Wismar

Hier bekommen Bürger Hilfe – von der Schwangerenberatung bis zur Unterstützung auf Ämtern

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Immer ein offenes Ohr: Pro-Familia-Beraterin Kathrin Schulze in ihrem Büro der Beratungsstelle im Juri-Gagarin-Ring.

Quelle: Foto: Nicole Hollatz

Wismar. Erstmals gibt es eine Pro-Familia-Beratungsstelle in der Hansestadt Wismar. In den beiden Büroräumen im zweiten Obergeschoss des großen Betonklotzes am Juri-Gagarin-Ring 55 sitzt zunächst Beraterin Kathrin Schulze. In Zukunft sollen weitere Koleginnen dazu kommen. Kathrin Schulze leitet die Schwangeren-Beratungsstelle, hat 17 Jahre Erfahrung in dem Metier, kommt aus Bergen von der Insel Rügen – auch wenn der Dresdner Akzent noch deutlich hörbar ist. „Es geht nicht nur um die Schwangerenkonfliktberatung", macht die sympathische Frau gleich klar, dass der Verein Pro Familia für weit mehr steht als die Beratung zu einem möglichen Schwangerschaftsabbruch. Aber: hier würden die Frauen den Schein bekommen, der einen straffreien Abbruch beim Arzt bis zur 12. Schwangerschaftswoche möglich macht. Eine schwere Entscheidung, die die Frau für sich treffen muss. „Ich versuche die Frauen zu unterstützen – egal in welche Richtung diese Entscheidung geht“, berichtet Kathrin Schulze. „Sie sollen eine für sich gute Entscheidung treffen, eine Entscheidung, mit der sie leben und für die sie geradestehen können.“ Denn der Entschluss für oder gegen ein Kind verändert das Leben. Kathrin Schulze sieht sich dabei als unparteiisches Ohr für die Sorgen, Probleme und Ängste der Frauen. Erst einmal zuhören. „Es geht um finanzielle Aspekte und ganz oft um die Frage nach der beruflichen Zukunft, wenn die Frau gerade im neuen Job angefangen hat und Angst hat, dass sie im Unternehmen nicht Fuß fassen kann und keinen guten Eindruck macht, wenn sie mit der Schwangerschaft erst einmal ausfällt“, berichtet Kathrin Schulze.

Genauso oft sprechen die Betroffenen von der Angst um die Zukunft der Partnerschaft. „Sie will das Kind, er will sie zur Abtreibung drängen“ – keine gute Grundlage für eine Beziehung, egal ob mit oder ohne Kind. Schöne Erlebnisse sind, wenn die Frau mit dem Beratungsschein die Büroräume verlässt, um dann Monate später mit dicken Babybauch und anderen Beratungsthemen wieder zu kommen.

Beispielsweise mit der Frage, welche finanziellen Hilfen sie nun in Anspruch nehmen kann. Viele Ratsuchende lassen sich in der Pro-Familia-Beratungsstelle über gesetzliche Ansprüche informieren. „Was kann man wo beantragen?“, fragt Kathrin Schulze in ihrer „Dolmetscherfunktion“ zwischen Mensch und Amt. Sie verweist auf rechtliche Ansprüche, hilft im Behördendschungel und beim Ausfüllen der so wichtigen Anträge.

Oft ein Nein zum Baby

Mecklenburg-Vorpommern ist

gemeinsam mit Sachsen-Anhalt

das Land mit den meisten Schwangerschaftsabbrüchen in Bezug zur Bevölkerungszahl. In den beiden

Ländern gab es im vergangenen Jahr 86 Abtreibungen je 10000 Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren.

Kontakt: Die Wismarer Beratungsstelle im Juri-Gagarin-Ring 55 ist erreichbar unter ☎ 03841 / 7963223 oder per E-Mail: wismar@profamilia.de.

Nicole Hollatz

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