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Wismar Esel Darwin und Lotti: Auf der Suche nach Paten
Mecklenburg Wismar Esel Darwin und Lotti: Auf der Suche nach Paten
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00:00 14.02.2018
Ziege und Zicklein werden in gute Hände abgegeben.

Sie haben einen Sohn oder eine Tochter – vielleicht auch Enkel – die Ihnen in den Ohren liegen, unbedingt ein Haustier haben zu wollen? Und Sie sind sich nicht ganz sicher, ob das Versprechen der Kinder, für die neuen Haustiere gut zu sorgen, auf Dauer ernst zunehmen sein wird? Ob sie nicht doch bald die Lust an den Pflichten verlieren, die ein Haustier mit sich bringt.

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Einmal im Monat werden verschiedene Tiere vom Lottihof in Seefeld vorgestellt

Vorschlag: Nehmen Sie Ihren Nachwuchs und fahren Sie an einem Sonnabend – dem sogenannten „Helfertag“(im Winter von 10 bis 16 Uhr, im Sommer von 10 bis 17 Uhr) – beim Lottihof in Seefeld (Ortsteil von Testorf-Steinfort) vorbei und übernehmen Sie eine Patenschaft für eines der dort lebenden insgesamt 154 Tiere. Es gibt Hühner, Enten, Gänse, Kaninchen, Meerschweinchen, Katzen, Hunde, Chinchillas, Alpakas, Ziegen, Schafe, Pferde, Esel und Schweine. „Im Grunde“, sagt Christine Geburtig (46), Gründerin des Lottihofes, „haben wir alles außer Kühen.“ Die Kinder können also garantiert unter sehr verschiedenen Tieren auswählen, um die sie sich kümmern könnten. Und es wird sich früher oder später herausstellen, ob die Liebe zu einem Tier tatsächlich so groß ist – und vor allen Dingen von längerer Dauer.

Ein anderer erzieherischer Nebeneffekt stellt sich auf dem Lottihof auch von ganz alleine ein: Die Kinder begreifen, dass Tiere eben nicht nur kleine, kuschelige Jungtiere sind, sondern dass sie auch alt werden und krank – und gerade dann einen besonders liebevollen Umgang brauchen. Auf dem Lottihof leben sehr viele Tiere, die entweder keiner mehr haben wollte, die ausgesetzt wurden oder sogar auf das Schlimmste misshandelt. „Wir sind der einzige Hof hier in Nordwestmecklenburg, der auch Nutztiere aufnimmt. Und nicht selten bringt das Veterinäramt Tiere zu uns, die irgendwo unter grauenhaften Bedingungen dahinvegetiert haben“, erzählt Christine Geburtig.

Paten für die Esel Darwin und Lotti gesucht

Zurzeit bestehen 28 Patenschaften für Tiere des Lottihofs – entweder von Einzelpersonen oder von Familien übernommen – erzählt Geburtig weiter. „Nicht jeder ist jung oder lebt nah genug, um regelmäßig zu uns zu kommen und sich persönlich um sein Patentier zu kümmern. Manchmal ist es dann eben ,nur’ der Obolus und das gute Gefühl, etwas für ein Tier konkret zu tun.“ Das Patenschafts-Geld hilft dem Verein, der sich aus Spenden- und Fördergeldern finanziert, die Futter- und oft auch sehr hohen Tierarztkosten mitzufinanzieren. „Wer eine Patenschaft übernimmt, bekommt ein Bild von seinem Patentier und einen Patenschaftsvertrag“, erklärt Geburtig. Zudem stehen die Namen aller Paten auf einer Tafel, die auf dem Hof genau dort hängt, wo man den Zugang zu den Ställen und Freigehegen der Tiere erhält.

Ganz dringend liebevolle Paten brauchen die beiden über 20 Jahre alten Esel „Darwin“ und „Lotti“ – die beiden ersten Tiere des Lottihofs. Darwin ist an „Cushing“ erkrankt – eine Stoffwechselkrankheit – und braucht täglich teure Tabletten, damit sein Hormonhaushalt ausgeglichen wird und die Körperfunktionen aufrechterhalten werden. „Beide Esel sind seit 2012 bei uns auf dem Lottihof“, erzählt Christine Geburtig. „Vorher haben sie zehn lange Jahre in einem Kinderhospiz als Therapieesel gearbeitet.“ Jetzt erhalten Lotti und Darwin ihre wohlverdiente Rente auf dem Hof. Beide Esel sind sehr verschmust – und wenn das Wetter schön ist, lieben sie es, mit Besucherkindern Spaziergänge durch den Wald zu unternehmen.

Kaninchen und Ziegen suchen neues Zuhause

Der Lottihof vermittelt auch Tiere an Interessenten. Doch was das angeht, existieren ein paar Auflagen. „Wir wollen sicher sein,“, sagt Christine Geburtig, „dass die Tiere in wirklich gute Hände kommen.“ Deshalb wird ein Schutzvertrag aufgesetzt – bei jeder Vermittlung. Darin steht zum Beispiel, dass das Tier nicht weiterverkauft und nicht verzehrt werden darf (bei Nutztieren zum Beispiel).

Oder, dass ein vermitteltes Tier, wenn man aus irgendeinem Grund nicht mehr dafür sorgen kann, wieder zurückkommt auf den Lottihof. Bei bestimmten Arten müssen Freigehege vorhanden sein. Bei Katzen zum Beispiel muss Freigang möglich sein. „Wir behalten uns im Fall von Menschen, die wir nicht kennen, durchaus auch Kontrollen vor Ort vor“, sagt Geburtig.

Was die fünf anderthalbjährigen Kaninchen – alles Geschwister – angeht, für die der Lottihof derzeit ein neues Zuhause sucht (siehe kleines Foto), braucht sich also niemand zu melden, der einen billigen Osterschmaus sucht. Einzeln werden die Kaninchen auch nicht abgegeben. „Am besten alle fünf zusammen – oder mindestens zwei pro Tierhalter, beziehungsweise drei. Dazu Freigehege“, sagt Christine Geburtig. Auch Ziegen mit Zicklein, die derzeit auf dem Lottihof leben, suchen ein neues Zuhause (Foto).

Hilfsaktion und Kontaktdaten des Tierschutzvereines

Einmal pro Monat wird die OSTSEE-ZEITUNG mit dem Verein „Lottihof für Kinder und Tiere“ aus Seefeld (Ortsteil Testorf-Steinfort) ein oder auch mehrere Tiere vorstellen, die entweder einen Paten suchen – oder Menschen, die ihnen ein neues Zuhause geben.

Wer Interesse hat, eine Tierpatenschaft zu übernehmen oder ein – oder sogar mehrere Tiere bei sich aufzunehmen, meldet sich beim Lottihof unter:

☎ 01 73 / 60 02 85 2 oder per Email: lottihof@aktiontier.org Infos über den Lottihof gibt es hier im Internet: www.aktiontier-lottihof.org,www.de-de.facebook.com/aktiontier.lottihof/

Adresse: Lottihof für Kinder und Tiere e.V. Waldweg 2a

23936 Seefeld

OT Testorf-Steinfort Spenden an:

Lottihof, Sparkasse Mecklenburg- Nordwest

IBAN: DE37140510001006004943

BIC:

NOLADE21WIS

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