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Wismar Experten diskutieren über Licht
Mecklenburg Wismar Experten diskutieren über Licht
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00:05 19.10.2016
Internationale Lichtdesigner während der Diskussion an der Hochschule Wismar. Fotos (3): Georg Hundt

Wie sollen die Städte in Zukunft beleuchtet werden? Wie gehen wir mit urbaner Großflächenwerbung um? Welche gesundheitlichen Risiken und Chancen hat Licht und Beleuchtung? Diese und andere Fragen diskutierten in den vergangenen Tagen Lightingdesigner aus aller Welt bei der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar.

Es gab eine Vielfalt der Themen, über die diskutiert wurden.“Prof. Michael Rohde, Mitorganisator
Ich freue mich, wieder in Wismar zu sein. Das Studium war erstklassig.“Dwayne Waggoner, Absolvent
Es gab eine Vielfalt der Themen, über die diskutiert wurden.“Prof. Michael Rohde, Mitorganisator
Ich freue mich, wieder in Wismar zu sein. Das Studium war erstklassig.“Dwayne Waggoner, Absolvent

Nicht nur der, der sich über zu hell beleuchtete Werbung, mäßig inszenierte Gebäudebeleuchtung oder unangenehmes Innenraumlicht in Büro, Arztpraxis oder Restaurant ärgert, kann sich vorstellen, dass auch für die Planung von Licht und Beleuchtung eine verantwortungsvolle Aufgabe ist, die in professionelle Hände gehört. Daher gibt es bereits seit fünfzehn Jahren den Master-Studiengang „Architectural Lighting Design“ an der Hochschule Wismar.

Die mittlerweile 446 Absolventen aus aller Welt sind auch auf Büros in aller Welt verteilt und bescheren Wismar einen international erstklassigen Ruf in diesem recht speziellen Bereich. Eine Disziplin, die jeden angeht, da das menschliche Wohlbefinden und seine Orientierungsfähigkeit stark von Licht und Lichtplanung beeinflusst wird. Da verwundert es nicht, dass Experten aus aller Welt dem Ruf der Hochschule zum fünften Light-Symposium Wismar gefolgt sind.

Das diesjährige Motto „Future of Healthy: Light & Lighting in Daily Life“ – Zukunft der Gesundheit: Licht und Beleuchtung im täglichen Leben – beleuchtete viele Aspekte rund ums Thema Licht: Der weltweit bekannte Londoner Lichtdesigner Mark Major etwa warb bei Kollegen und Studenten um die Verringerung von Licht im öffentlichen Raum und erinnerte die Lichtgestalter an ihre Verantwortung: Ein stark beleuchteter Platz in der Stadt scheine im ersten Moment attraktiv, eine dezente Beleuchtung der richtigen Elemente würde letztlich aber als deutlich angenehmer empfunden und übermäßige Lichtabstrahlung in den Nachthimmel reduzieren. Ähnlich, so Major, verhalte es sich mit stark beleuchteten Schaufenstern.

Auch die Wismarer Lichtdesignstudentin Catherine Pérez Vega machte ihn ihrer Präsentation einen Aspekt der Verantwortung von Lichtgestaltern deutlich: Wider besseren Wissens würden wir Menschen starken Einfluss auf Pflanzen und Tiere nehmen. Angefangen von amerikanischen Meeresschildkrötenbabys, die sich auf der Suche nach dem Mond über dem Meer in die falsche Richtung bewegen, in die nachts hell leuchtende Stadt, bis zu Straßenlaternen als Lichtfallen für Insekten und Irritationen von Fledermäusen durch ungewollte UV-Lichtabstrahlung. Ein Problem der Lichtverschmutzung ist also nicht nur das sichtbare, sondern auch das andere Licht, des Spektrums wie Ultraviolett und Infrarot.

Auch weitergehende Erkenntnisse wurden beim Light Symposium in Wismar geteilt: Der deutsche Forscher Dr. Uwe Geier klärte über die emotionale Wahrnehmung von Lebensmitteln bei künstlichem Licht auf.

Von der ungewöhnlich starken Belastung durch Energiespar- und LED-Lampen berichtete die Kanadische Forscherin Dr. Magda Havas: Nahezu alle der modernen Leuchtmittel würden starke elektromagnetische Wellen aussenden, bekannt als Elektrosmog, der weitreichende gesundheitliche Folgen habe.

Interessant auch die Erkenntnis von Physiker Alexander Wunsch: natürliches und künstliches Licht nehme direkten Einfluss auf die Funktionen und Hormone des Menschen – vieles bewusst, noch mehr unbewusst. Licht und Lichttherapien seien zwar längst wichtige Werkzeuge von Hautärzten und Kosmetikern, heutzutage stünden mit modernen Lichtquellen und Methoden aber ungeahnte Möglichkeiten der Gewebe- und Wundheilung zur Verfügung. Das sind nur einige der Themen, die in der Fakultät Gestaltung der Hochschule erläutert und debattiert wurden.

Georg Hundt

Dat sall 2000 verschiedene Plummsorten gäben, heff ik nülichs in’t Radio hürt. Dat kann ik mi gor nich vörstell’n. De blagen heiten Zwetschgen un de rot-gräunen Pflaumen.

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