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Experten fürchten um Vogelschutz in Wismarbucht

Wismar/Schwerin Experten fürchten um Vogelschutz in Wismarbucht

Der südlcihe Ausläufer der Ostsee ist als europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Dort sollen Tiere in Ruhe leben und brüten können. Die Umweltschutzorganisation BUND fürchtet eine erhebliche Verschlechterung.

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Kitesurfer auf der Ostsee vor der Insel Poel.

Quelle: Jens Büttner/archiv

Wismar/Schwerin. Die Umweltschutzorganisation BUND hat einen deutlich besseren Schutz der Wismarbucht gefordert. Die Bucht, durch die eine Bundeswasserstraße führt, ist als europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen. „Für die Vögel gab es schon in den vergangenen Jahren erhebliche Verschlechterungen, das könnte sich nun weiter verstärken“, sagte BUND-Geschäftsführerin Corinna Cwielag in Schwerin. Es sei zu befürchten, dass die geplante Fahrrinnenvertiefung die Verschlechterung auslöse.

Diese Vertiefung ist wie die zum Rostocker Hafen im Bundesvehrswegeplan 2030 aufgenommen. Schon heute würden rund 70 Prozent der geschützten Arten mit der schlechtesten Kategorie „C“ bewertet. „Da wird es eng für deren Lebensgrundlage.“ Der BUND suche nun das Gespräch mit der Hansestadt Wismar. Es müsste die Erkenntnis reifen, dass der Naturraum Wismarbucht die Bedürfnisse des Hafens und der Industrie nicht erfüllen kann.

Cwielag kritisierte die Pläne der Stadt Wismar, die Zahl der Anläufe von Kreuzfahrtschiffen weiter erhöhen zu wollen. Nach neun Anläufen 2016 legten im vergangenen Jahr elf Luxusliner an. 2018 sind 14 Anläufe geplant. „Wir müssen dann mit einer erheblichen Verschlechterung der Wasserqualität rechnen.“ Große Kreuzfahrtschiffe seien für Wasser-Verwirbelungen verantwortlich und würden große Wassermengen mit hohen Wellen in die Flachwasserbereiche schieben. Zusätzlich würde Sediment mit hohen Konzentrationen an Schadstoffen aufgewirbelt. Die Flachwasserbereiche seien wichtige Lebensräume für Vögel.

Kritik äußerte Cwielag am Schweriner Umweltministerium, das Wassersportlern erhebliche Zugeständnisse gemacht habe. Nun seien Flächen teilweise zur ganzjährigen Nutzung freigegeben, obwohl sie als wichtige Rastgebiete für Meeresenten, Schwäne und andere Wasservögel gelten. Es gebe zwar eine freiwillige Vereinbarung der Wassersportler, wo sie ihren Sport ausüben und welche Gebiete sie meiden wollen. Aber die seien juristisch nicht haltbar, wenn es Verstöße dagegen gibt.

dpa/mv

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