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Wismar Expertenrunde zur Demografie
Mecklenburg Wismar Expertenrunde zur Demografie
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04:38 12.04.2013

Der Regionale Planungsverband will mithilfe von Arbeitsgruppen unter anderem Maßnahmen entwickeln, um den demografischen Wandel zu beeinflussen. Eine entsprechende Diskussionsrunde fand im Wismarer Zeughaus statt. Drei Bereiche wurden angesprochen: lebenslanges Lernen, Gesundheitsversorgung und Lebensqualität im Alter. In der ersten Gruppe waren sich die Diskussionspartner dahingehend einig, dass die Zeit, in der Betriebe über den eigenen Bedarf hinaus ausbilden, vorbei sei. Die Unternehmen brauchen Fachkräfte für die Zukunft. Von den Schulen erwarten sie ausbildungsfähige Schulabgänger und Rahmenbedingungen in den Berufsschulen, die das auch ermöglichen. Gelernt wird aber nicht nur an den Schulen, sondern auch in Museen, Theatern und Bibliotheken. Knut Gatz vom Staatlichen Schulamt Schwerin fasste das Ziel seiner Gruppe folgendermaßen zusammen: „Wir versuchen das Netzwerk der Bildung insgesamt stärker auszubauen.“

Der zweite Schwerpunkt ist die Gesundheitsversorgung. Trotz Bevölkerungsrückgangs braucht die Region mehr Ärzte. „Wir brauchen auch die Praxis auf dem Land“, sagte Oliver Kahl von der Kassenärztlichen Vereinigung MV. Dafür müsse man Studenten davon überzeugen, dass auch Hausarzt ein erstrebenswerter Beruf wäre. Im Vergleich zu den ländlichen Regionen sei die ärztliche Versorgung in den Städten weitestgehend gesichert. „In Wismar erreicht man innerhalb von neun Minuten einen Arzt“, sagte Dr. Bernd Grübler vom Verband der Ersatzkassen. Um eine Stadtflucht zu vermeiden, müsse man aber auch regionale Gegebenheiten berücksichtigen. „Wenn der Patient nicht zum Arzt kommen kann, muss halt der Arzt zu seinem Patienten kommen.“ Im Bereich Lebensqualität plädieren die Experten dafür, für Senioren bezahlbaren und nutzbaren Wohnraum zu schaffen.

Knut-Henning Miersch

ÄRZTL.Fr., 18 Uhr, bis Sa.

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