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Wismar FC Anker beim Spitzenreiter glücklos
Mecklenburg Wismar FC Anker beim Spitzenreiter glücklos
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00:00 15.05.2017
Anker-Spieler Suzan Ilijazi (vorn r.) im Zweikampf. Seine Mannschaftskameraden Marcel Ottenbreit (l.) und Sahid Wahab beobachten die Situation.

Der 13. brachte am Sonnabend dem Fußball-Oberligisten FC Anker kein Glück. Toll gekämpft, Lob vom eigenen Trainer und vom Heimcoach, aber am Ende stand das Anker-Team wie beim Heimspiel gegen die Berliner mit leeren Händen da. Wie so oft im Verlauf des Spieljahres machten die Altglienicker in der Schlussphase einen knappen 1:0-Sieg perfekt. Doch die Hansestädter haderten dabei mächtig mit dem Glück und der Gunst des Unparteiischen aus Zossen. Während er in der ersten Halbzeit die Partie gut im Griff hatte, ging im Verlaufe der zweiten Hälfte die Sympathie eindeutig an die Hausherren über.

Wismarer Oberligist verliert gegen VSG Altglienicke mit 0:1 / Schiewe im nächsten Spiel gesperrt

Statistik

FC Anker Wismar: Mißner – Köhn, Unversucht, Ilijazi – Ottenbreit (53. Bode), Ostrowitzki, Rodrigues – Wahab (55. Pylypchuk), Martens (81. Wenzel) – Pini, Schiewe.

Trainer: Christiano Dinalo Adigo.

Tor: 1:0 Caner Özcin (81.).

Schiedsrichter: Justin Weigt (Zossen).

Zahlende Zuschauer: 135.

Gelbe Karten: Czekalla (6) / Pylypchuk (4), Schiewe (5), Unversucht (8).

Jeder Zweikampf wurde von den Gastgebern lautstark kommentiert und Freistoßentscheidungen für die Hansestädter gab es so gut wie gar nicht mehr. Zudem hat nicht nur Anker-Trainer Christiano Dinalo Adigo in jeder Halbzeit einen berechtigten Strafstoß (einmal Hand, einmal Foulspiel) für sein Team gesehen. Doch der Schiedsrichter, der nur 32 Kilometer vom Spielort entfernt in Zossen wohnt, sah das anders.

„Wir haben hervorragend gespielt, die favorisierten Gastgeber voll gefordert, aber dann die besten Möglichkeiten liegen lassen“, so Adigo. In der 60. Minute jubelten die Anker-Spieler bereits. Ivanir Rodrigues hatte von der linken Seite geflankt, der eingewechselte Dmytro Pylypchuk kam per Kopf an das Leder, aber VSG-Keeper Marcus Rickert konnte die Kugel irgendwie parieren. „Die Routiniers haben heute eine hervorragende Partie gezeigt, Keeper Rickert und Mattuschka spielten sehr stark“, sagte VSG-Trainer Simon Rösner auf der Pressekonferenz. Zudem sprach er nicht nur von einer guten, sondern von einer sehr guten Oberligapartie.

Auf dem sehr alten Kunstrasenplatz drängten die Hausherren auf eine schnelle Führung, doch das Anker-Team stand in der Abwehr hervorragend. Aber auch die Gäste aus der Hansestadt versteckten sich nicht und hatten ebenfalls gute Einschussmöglichkeiten. So klärte Leonard Tseke in der 18. Minute nach einem Schuss von Marcel Ottenbreit auf der Torlinie. Auf VSG-Seite verzog Pascal Matthias jeweils nach Ecken knapp.

Kurz nach dem Seitenwechsel dann doch zwei Fehler in der Hintermannschaft der Gäste, doch die Hausherren konnten diese Nachlässigkeiten nicht ausnutzen. Danach war es wieder eine ausgeglichene Partie mit der Riesenchance für Pylypchuk und einer weiteren in der 81. Minute, als der Ukrainer nur Bruchteile einer Sekunde zu spät kam, so dass Keeper Marcus Rickert den Ball abfangen konnte.

Praktisch im Gegenzug die Entscheidung zu Ungunsten des FC Anker: Nach einem Angriff über die linke Seite und einer Eingabe von der Grundlinie kam Caner Öczin an die Kugel und vollendete mit viel Glück zum vielumjubelten 1:0 für den Spitzenreiter. Doch die Gäste steckten nicht auf, in der 85. Minute konnte VSG-Spieler Björn Brunnemann gerade noch vor André Wenzel klären. Der 36-jährige Brunnemann spielte einst bei den Hansa-Amateuren und danach als Profi für Erfurt, St. Pauli und Union Berlin.

„Wir hätten nur unsere Möglichkeiten nutzen müssen. Am Ende tut so eine Niederlage natürlich besonders weh, denn wir hatten uns zumindest einen Punkt verdient. Wir haben uns so selbst um den Lohn einer harten Trainingswoche gebracht. Trotzdem gilt meinem Team für die couragierte Leistung ein großes Kompliment“, blickte Anker-Trainer Adigo schon wieder voraus. Am nächsten Sonnabend erwartet der FC Anker dann den zweiten Aufstiegsaspiranten, den FSV Optik Rathenow, im heimischen Kurt-Bürger-Stadion. Die „Optiker“ – nur drei Zähler hinter der VSG – sind die einzige Elf, die noch ins Aufstiegsrennen in die Regionalliga eingreifen kann. Rathenow kommt mit der Empfehlung eines 6:2-Heimsiegs gegen Altlüdersdorf an die Küste. Nicht dabei sein wird dann Sebastian Schiewe. Der Anker-Stürmer kassierte seine fünfte Gelbe Karte und muss nun eine Partie pausieren.

Andreas Kirsch

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