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Fahrradclub: Wismar hat noch Potenzial

Wismar Fahrradclub: Wismar hat noch Potenzial

Händler und ADFC freuen sich dank des guten Wetters über den frühen Start der Radsaison. Das Wegenetz ist gut ausgebaut, hat jedoch auch Schwachstellen.

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Die Gruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs in Wismar bietet jeden Mittwoch geführte Touren mit 20 bis 30 Kilometer Länge durch die Region an. Der Club hat inzwischen 131 Mitglieder.

Quelle: Fotos: Michaela Krohn, Nicole Hollatz

Wismar. Hans-Joachim Habenicht vom Fahrradfachgeschäft Wulf in der Wismarer ABC-Straße hat viel zu tun. Die Radwandersaison beginnt. Ostern ist alljährlich der Startschuss für viele Radler. Dank des guten Wetters hat die Radsaison in der Region allerdings schon lange begonnen. „Das Wetter spielt mit. Wir haben jetzt schon gut zu tun“, sagt Habenicht. Auch für den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Wismar gibt es d i e Saison nicht. Die Mitglieder veranstalten das gesamte Jahr hindurch Touren durch die Region. Dennoch wünscht sich der Club ein fahrradfreundlicheres Wismar – vor allem in der Innenstadt.

OZ-Bild

Händler und ADFC freuen sich dank des guten Wetters über den frühen Start der Radsaison. Das Wegenetz ist gut ausgebaut, hat jedoch auch Schwachstellen.

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Marie-Anne Schlaberg, Vorsitzende des ADFC Wismar, hat einige Ideen. So müssten in ihren Augen mehr Radwege in der Altstadt abgesenkt werden. Durch Höhenunterschiede zur Straße passierten dort immer wieder Unfälle – zum Beispiel in der Sargmacherstraße.

Auch mehr Fahrradbügel wünscht sie sich im Zentrum. „Die, die da sind, sind immer belegt. Vor der Wismar-Information gibt es sogar nur einen einzigen Bügel“, sagt die 69-Jährige. Bislang seien Bürgerschaft und Verwaltung da noch etwas unflexibel und „verknöchert“. „In Greifswald und anderen kleineren Städten des Landes geht es doch auch“, führt Schlaberg als Beispiel an. Die Stadt dürfe sich nicht immer hinter dem Denkmalschutz und Welterbe verstecken.

Jürgen Engelbrecht, ebenfalls ADFC-Mitglied, kommentiert: „Fahrradfahren ist groß in Wismar – mit der Tendenz nach oben. Es gibt jedoch zu viele Autos in der Innenstadt.“ Es würde auch reichen, wenn lediglich Anlieger die Straßen rund um den Marktplatz passieren dürften.

Zudem sei in der Philipp-Müller-Straße dringend ein Zebrastreifen angebracht. Der Fuß- und Radweg endete dort plötzlich und es sei nicht leicht, dort die Straße zu queren. Einen Radweg bezeichnet Marie-Anne Schlaberg sogar als „Horror-Radweg“: jenen entlang der Poeler Straße. Dort würden die Radler ständig umgeleitet, Bäume und parkende Autos stünden im Weg.

Dennoch relativiert die ADFC-Vorsitzende: „Die Beschilderung und Radwege in und um Wismar sind generell gut, haben aber noch Potenzial.“ Sie müssten durchdachter angelegt werden.

Auch Hans-Joachim Habenicht lobt das Radwegenetz. Es sei in den vergangenen Jahren immer besser geworden – mit einer Ausnahme: die gefährliche Straße Richtung Bobitz (die OZ berichtete). „Dort können Radler eigentlich gar nicht fahren, es sei denn sie mögen die Bundesstraße“, sagt der Seniorchef des Fahrradladens.

Der ADFC in der Hansestadt und Region

131 Mitglieder hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club in Wismar. Begonnen hat

der Verein vor genau 25 Jahren mit 25 Mitgliedern. Der Club setzt sich für die Radwege

in und um Wismar

ein und vor allem

für Verkehrssicherheit und -politik.

Schon in der frühen 1990er-Jahren organisierte der Club Fahrraddemonstrationen für bessere Radwege und weniger motorisierten Verkehr. Zudem sucht der Club immer nach Nachwuchs und neuen Mitgliedern.

Die Regionalgruppe Wismar des Fahrradclubs ist nicht nur für die Hansestadt, sondern für den gesamten Landkreis aktiv.

20 Sonnabendtouren werden vom ADFC im Jahr angeboten, zusätzlich fünf Touren über 100 Kilometer für sportliche Radler und eine viertägige Wochenendtour. Außerdem startet jeden Mittwoch eine Jedermann-Fahrradtour um 14 Uhr

am Rathaus, an

der in den Sommermonaten bis zu 30 Radler teilnehmen.

Michaela Krohn

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