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Wismar Ferienausflug zu den Samtpfoten
Mecklenburg Wismar Ferienausflug zu den Samtpfoten
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00:05 28.10.2017
Keine Angst vor scharfen Krallen hatten die Kinder des evangelischen Kinderhauses der Kochschen Stiftung Wismar bei ihrem Besuch.
Dorf Mecklenburg

Einen Herbstferientag der besonderen Art erlebten gestern die Kinder der ersten und zweiten Klasse des evangelischen Kinderhauses der Kochschen Stiftung Wismar. Zusammen mit ihrem Erzieher Gunnar „Günni“ Kalisch besuchten die Hortkinder das Tierheim in Dorf Mecklenburg.

Besuch bekam das Tierheim in Dorf Mecklenburg jetzt von Mädchen und Jungen aus einem Wismarer Hort. Die Kinder lernten dabei Hund und Katz kennen.

„Eigentlich war das schon im Sommer unser Wunsch, aber jetzt hat es endlich geklappt“, freuten sich die Kinder. Besonders erwartungsvoll waren die acht Kinder, die fast alle selbst Haustiere in der Familie haben, aber darauf, mit den Hunden spazieren zu gehen.

Für Dr. Marion Balscheit gehören solche Besucher zu den Personengruppen, in die sie selbst viel Freizeit investiert. Mit ihrer Arbeit will die ehrenamtliche Tierschutzlehrerin, die sich auch aktiv im Verein „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ engagiert, schon bei den Heranwachsenden im Kindesalter das Bewusstsein für den Tierschutz entwickeln helfen.

So erfuhren auch die Erst- und Zweitklässler von ihrem Stoffhäschen „Finchen“, wie es ihm und vielen seiner Art im wahren Leben geht, wie sie oftmals leiden und was sie alles ertragen müssen. Das alles natürlich auf pädagogisch-spielerische Weise.

„Die Kinder sollen lernen, dass Tiere Lebewesen und keine Dinge sind, dass man ihnen respekt- und würdevoll begegnen soll und es keine schlechten, sondern nur gute – aber eben verschiedene – Tiere gibt“, so Marion Balscheit. „Wir hatten zwei Hunde, ein Meerschweinchen und jetzt einen Kater“, erzählte Emmi Perih ganz stolz. Die Siebenjährige, welche die zweite Klasse der Fritz Reuter-Schule besucht, kann überhaupt nicht verstehen, dass manche Menschen Tiere schlecht behandeln, sie sogar quälen. „Solche Menschen mag ich nicht“, gab sie ganz freimütig zu.

Vor dem Rundgang und dem damit verbundenen Besuch bei den vierbeinigen Bewohnern gab es für die Gäste aber erst einmal eine Einweisung: Nicht in die Käfige fassen, nicht versuchen, die Hunde zu streicheln und sie zu erschrecken. Warum? „Viele dieser Hunde, aber auch Katzen, hatten oftmals ein schweres Schicksal, bevor sie hierher und in Sicherheit kamen. Sie müssen sich erst langsam wieder an ein normales Leben und den Umgang mit Menschen gewöhnen“, erklärte die Tierschutzlehrerin auch mit bildlichen Beispielen der Körpersprache der Tiere.

Die Bewohner des Katzenhauses genossen die Aufmerksamkeit und die Streicheleinheiten aber sichtlich und fuhren keine ihrer scharfen Krallen aus. Aber auch hier galt: Wenn die Fellnase nicht will, dann will sie nicht.

Bevor die Hortkinder dann in Begleitung des zwölfjährigen Mischlingsrüden „Odin“ die Natur erkunden konnten, zeigte und erklärte ihnen Tierheimleiterin Doreen Kuhn die einzelnen Stationen und Bereiche des neuen Hundehauses. Die Meinung der kleinen Tierfreunde danach war einstimmig: „Es war ganz toll und ein sehr schöner Ferientag“.

Daniel Koch

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