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Wismar Feuerwehren in Lübow und Wismar im Einsatz
Mecklenburg Wismar Feuerwehren in Lübow und Wismar im Einsatz
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15:03 13.01.2019
Michelle Reggentin von der Freiwilligen Feuerwehr Lübow "füttert" das Feuer mit weiteren Tannenbäumen. Quelle: Frank-Peter Reichelt
Lübow/Wismar

Um 6.30 Uhr stand Paul Behrens aus Hof Triwalk am Sonnabend vor seinen Eltern: „Wir müssen aufstehen, heute ist Feuerwehr.“ Immerhin zwei Jahre hatte er sehnsüchtig gewartet, bis er endlich im November 2018 mit zehn Jahren Mitglied der Jugendfeuerwehr Lübow werden durfte.

Ob die Tradition des Weihnachtsbaumverbrennens denn auch bei Regen stattfinden würde, fragte der Vater nach. „Das ziehen wir durch“, war sich der junge Brandschützer sicher. Die Jungen und Mädchen der Jugendwehr hatten richtig zu tun, um im ganzen Ort die abgeschmückten Tannenbäume einzusammeln und auf den Anhänger zu laden. Fast 400 Bäume kamen zusammen, an so manchem Baum hing eine kleine Aufmerksamkeit. Süßigkeiten für die jungen Helfer.

"Mit der Tradition des Tannenbaumverbrennens können wir den Lübowern auch etwas zurückgeben." Gemeindewehrführer Stefan Krohn Quelle: Frank-Peter Reichelt

21 aktive Mitglieder der Einsatzabteilung gehören zur Wehr von Gemeindewehrführer Stefan Krohn, der seit 2013 im Amt ist. „Wir werden von der Gemeindeverwaltung den Anforderungen entsprechend gut ausgestattet. Mit der Tradition des Tannenbaumverbrennens können wir den Lübowern auch etwas zurückgeben. Viele junge Leute mit Kindern kommen hierher und man lernt in seinem Dorf immer neue Leute kennen.“

Guter Nachwuchs

Im vergangenen Jahr waren die Kameraden fast 20 Mal im Einsatz. Kleinst- und Flächenbrände waren die häufigsten Gründe. Ingo Gevert und Hannes Pohley waren beim ersten Dorffest des Jahres besonders gefordert. Alle kleinen Brandschutzhelfer wollten mit Aufgaben versorgt und dann beaufsichtigt werden. „Wir haben einen richtigen Zulauf in der Jugendabteilung, die 14 Jungen und Mädchen sind wirklich mit Feuer und Flamme bei der Sache“, ist Jugendwart Gevert stolz. Neben der fachlichen Ausbildung achtet er besonders auf die Ausbildung der Kameradschaft. „Deshalb waren wir auch im Zeltlager gemeinsam mit mehreren Wehren und in der Eishalle in Rostock als gemeinsames Erlebnis.“

Leni Emilie Nowotka ist zwölf Jahre alt und seit einem halben Jahr aktiv in der Jugendwehr. Später möchte sie Erzieherin werden und in die aktive Feuerwehr eintreten. Unterstützt werden die Jugendwarte vom Förderverein der Lübower Wehr. Seit mehreren Jahren ist der Verein aktiv und beteiligt sich an der Planung und Durchführung von kulturellen Veranstaltungen im Dorf.

Viele Besucher am Kagenmarkt

Ein Herz für die Feuerwehr hat sich Mia Rieck von Ina Urbanski vom Wismarer DM-Drogeriemarkt auf die Wange malen lassen. Mia gehört zu den taffen Mädels in der Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Wismar Altstadt. Die 12-Jährige engagiert sich seit zwei Jahren dort. „Es ist wichtig, dass man was Gutes in seiner Freizeit macht. Damit man helfen kann!“, sagt sie.

Sehr gemütlich dank Feuertonnen, Stockbrot, Vorführungen und natürlich Wissensvermittlung war das Neujahrsfest der Freiwilligen Feuerwehr Wismar Altstadt am Samstag Nachmittag.

Am Samstag luden die Kameraden zum Neujahrsfest in ihr Domizil am Kagenmarkt. Mit lauten Salutschüssen eröffneten die Männer des Schützenvereins Hanse e. V. 1990 das Fest und lockten die Anwohner aus dem Mittagsschlaf und auf die Straße. Beispielsweise zum „Technik gucken“. „Unser LF20 Kat“, erklärte Doreen Rumohr (32), ausgebildete Maschinistin bei der freiwilligen Wehr.

Oberfeuerwehrmann Jonathan Porst war mit 20 Kilogramm lebensrettender Ausrüstung unterwegs. Quelle: Nicole Hollatz

„Das ist das neuste Fahrzeug in unserem Fuhrpark, für den Katastrophenschutz hier im Landkreis“, erzählte sie. Das Einsatzfahrzeug ist geländegängig und hat viel Schlauchmaterial „an Bord“. „Beispielsweise zum Löschen von Waldbränden.“ Und natürlich hat sie den „großen Führerschein“, um den 12-Tonner fahren zu dürfen. Sie engagiert sich seit 23 Jahren in der Feuerwehr.

Werbung für Ehrenamt

Oberfeuerwehrmann Jonathan Porst und sein Kollege André Reinsch zeigten und erklärten, wie die Schutzausrüstung angelegt wird. „Wenn man zum Beispiel in ein brennendes Haus gehen muss“, führte André Reinsch aus. Die flammenhemmende Jacke und Hose gehört zum normalen Erscheinungsbild der Kameraden.

Dazu kommen nach und nach Elemente wie der der Sicherheitsgurt, die flammenhemmende Schutzhaube, der Helm und die Ausrüstung zum Atmen. „So etwas wird immer zu zweit gemacht“, erklärt Reinsch die Teamarbeit. Und dank der guten Ausbildung sitzt im Ernstfall jeder Handgriff.

„Es können immer Leute neu einsteigen“, wirbt André Reinsch für das wichtige Hobby und Ehrenamt. Jugendliche können ab 10 Jahren mitmachen.

Frank-Peter Reichelt und Nicole Hollatz

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