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Firmen sollen den Bauhof in Klütz ersetzen

Klütz Firmen sollen den Bauhof in Klütz ersetzen

Theoretisch könnte Damshagen mindestens 13000 Euro jährlich durch Vergabe der Arbeiten sparen

Klütz. Der Bauhof in Klütz ist geschlossen. Zum 31. März war den verbliebenen drei Mitarbeitern gekündigt worden. Sowohl die Gemeinde Damshagen als auch die Stadt Klütz — sie waren die letzten Nutzer des Amtsbauhofs — wollten den Betrieb nicht fortführen. Als Hauptgrund wurden steigende Kosten und nötige Investitionen genannt, die sich vor allem Damshagen nicht mehr leisten kann. Stattdessen werden die Aufgaben, die der Bauhof bislang erfüllt hat, jetzt an private Firmen vergeben.

Zumindest die Gemeinde Damshagen könnte durch diese Fremdvergabe Geld sparen, dass sie dringend benötigt. Zwischen etwa 46000 und mehr als 300000 Euro liegen nach OZ-Informationen drei Angebote, die der Gemeinde gemacht wurden. Am wahrscheinlichsten ist eine Vergabe an den günstigsten Bieter, so dass Damshagen mindestens 13000 Euro pro Jahr sparen könnte. Die Kosten für den Bauhof, die zwischen Klütz und Damshagen aufgeteilt wurden, beliefen sich auf rund 200000 Euro pro Jahr. Auf Damshagen entfielen dabei zwischen 60000 und etwas mehr als 80000 Euro.

Ob sich die Vergabe der Bauhofaufgaben auch für Klütz so positiv rechnen wird, will Bürgermeister Guntram Jung (CDU) nicht voraussagen. „Das werden wir vielleicht erst in zwei Jahren sehen“, räumt er ein. Allerdings haben auch die Klützer Stadtvertreter in einer Dringlichkeitssitzung die Vergabe der Bauhofarbeiten beschlossen. Eine Firma aus der Region wird Aufgaben im Gartenbaubereich sowie das Entleeren von Papierkörben und das Müllsammeln übernehmen. Eine weitere Firma soll den Auftrag für Straßenbau- und Tiefbauarbeiten in der Stadt Klütz und ihren Ortsteilen bekommen, um etwa Pflasterarbeiten auszuführen oder Schlaglöcher zu stopfen.

„Der Bauhof hatte inzwischen eine sehr veraltete Technik. Es musste viel repariert werden, was zusätzlich Zeit gekostet hat“, sagt Guntram Jung (CDU), Bürgermeister von Klütz, zu den Hintergründen der Schließung. „Der Investitionsstau hätte in nächster Zeit aufgeholt werden müssen“, sagt Jung. Vor allem in die Anschaffung neuer Maschinen hätte Geld gesteckt werden müssen. Das hätte die Kassen von Klütz und Damshagen erheblich belastet.

Dennoch wird die Schließung des Bauhofs zumindest in Klütz schon seit Wochen heiß diskutiert. Viele Einwohner verstehen nicht, wie es so weit kommen konnte. Einer von ihnen ist Fritz Oppermann. „In Grevesmühlen werden Leute beim Bauhof eingestellt, Kalkhorst beschäftigt selber fünf Leute, aber hier wird das eingestampft“, ärgert sich der 69-Jährige, dessen Firmenräume der Oppermann Reisen und Dienste direkt an den Bauhof grenzen. Auch er kritisiert, dass dort zu wenig investiert wurde und die Mitarbeiter viel Zeit mit aus seiner Sicht unnötigen Arbeiten verbrachten. Er bezweifelt, dass private Firmen genauso spontan Aufgaben erledigen, wie es die Bauhofmitarbeiter konnten. Auch beim Klützer Carneval Club wurde schon im Februar die Bauhofschließung in Sketchen kritisch thematisiert.

„Ich weiß, dass über den Bauhof emotional in der Stadt gesprochen wird“, so Bürgermeister Guntram Jung. „Ich muss aber auch an die vielen Beschwerden erinnern, die an mich herangetragen wurden. Die Arbeit des Bauhofes hatte also doch nicht so die Qualität, wie wir sie erhofft hatten.“ Malte Behnk

OZ

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