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Wismar Fische brutzeln wieder in Pfannen auf dem Marktplatz
Mecklenburg Wismar Fische brutzeln wieder in Pfannen auf dem Marktplatz
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00:00 27.02.2016
Harald Frassek, Mitglied des Köcheclubs Wismarbucht, beim Braten der Heringe. Auch in diesem Jahr ist er auf dem Wismarer Marktplatz dabei. Quelle: Fotos: Hans-Joachim Zeigert (1), Norbert Wiaterek (4)

Noch zappeln die Fische im Ostseewasser und die Pfannen sind kalt. Das wird sich aber in wenigen Tagen ändern. Am ersten Sonnabend im März wollen die Weißmützen des Hanseatischen Köcheclubs Wismarbucht 6000 Heringe in Zelten vor dem Rathaus brutzeln und an hungrige Marktbesucher verkaufen. Zuvor holen die Köche und Restaurantchefs die Schuppentiere vom Alten Hafen ab. „Ich freue mich sehr auf die Wismarer Heringstage. Es ist das erste große Fest des Jahres in der Hansestadt“, sagte gestern Eckard Mixdorf. „Der Hering ist schon vor Rügen angekommen. Jetzt haben die Fische noch eine Woche Zeit, um in die Wismarbucht zu schwimmen“, lachte Anne-Kathrin Werth, die den Köcheclub gemeinsam mit Mixdorf leitet.

Nach der Anlandung gegen 10 Uhr nehmen die Köche, die vom Blasorchester Dorf Mecklenburg, von Schützen des Vereins „Hanse“ und sicherlich wieder vielen Neugierigen begleitet werden, auf dem Weg von der Kaikante durch die Krämerstraße zum Markt noch wichtige Zutaten mit. Im vergangenen Jahr packten sie Zitronen, Dill und Brot ein. Auf dem Markt angekommen, soll Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) um 11 Uhr das weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus bekannte Spektakel eröffnen.

Während das „Silber des Meeres“ in den Pfannen liegt, sorgen der Shantychor „Blänke“ aus Wismar, das Dorf Mecklenburger Orchester, Clown Klecks und Katrin Rienow, die „raue Stimme des Nordens“, für Unterhaltung. Frank Markwardt vom Hansekontor ist für die Moderation zuständig.

Die Heringstage sind ein Besuchermagnet. „Die Leute essen die Fische, die ohne Köpfe und Innereien jeweils rund 200 Gramm wiegen, gerne frisch auf dem Marktplatz. Viele nehmen sich aber auch gleich mehrere Exemplare in Tupperdosen mit“, weiß Christian Lüth vom Köcheclub. Svenja Preuss vom Hotel „Alter Speicher“ lobt: „Wir bieten ein gutes und günstiges Angebot mit einem regionalen Produkt.“

Dies locke nicht nur die Wismarer, sondern auch viele Urlauber zu den Heringstagen in den Nordwesten Mecklenburgs.

Nach der Eröffnung ist es möglich, sich zwei Wochen lang in 14 teilnehmenden Restaurants Heringe schmecken zu lassen. Zur Auswahl stehen drei Gerichte: „Hering klassisch“ mit Bratkartoffeln und Salatgarnitur, „Heringe aus dem Süden“ mit Tomaten-Olivensoße und Rosmarinkartoffeln sowie Kräuter-Matjes auf Kartoffel-Apfel-Rösti mit Kräuterquark. „Es muss nicht überall gleich schmecken. Jeder Koch bereitet die Gerichte etwas anders zu. Nur die Preise und die ungefähre Ausrichtung sind bindend“, so Anne-Kathrin Werth. Im Vergleich zu 2015 würden die Preise „moderat“ angehoben. Das mediterrane Gericht „Heringe aus dem Süden“ stammt von Aribert Rüdel. Der Küchenchef vom „Alten Speicher“ lebte lange Zeit auf Mallorca. Deshalb experimentiert er gerne mit Oliven, Tomaten, Knoblauch und Zwiebeln.

Neu dabei ist „Fischer‘s Kiepe“ in Neukloster. Nach zweijähriger Pause macht auch das Restaurant „Oase“ in Zierow wieder bei den Heringstagen mit. Die Teilnehmer sind an weiß-roten Fahnen mit Heringslogo erkennbar. Und es gibt eine weitere Neuerung: In diesem Jahr wird es keine Abschlussveranstaltung am Hafen und somit auch keine Heringsweihe geben. „Im letzten Jahr war es sehr kalt. Dazu kam die Zeitumstellung. Wir hatten sehr viel Geld in den Sand gesetzt, hatten deshalb Mühe, den Auftritt auf der Grünen Woche in Berlin zu finanzieren“, so Werth. „Aber es gibt schon eine neue Idee für das kommende Jahr!“

Restaurants machen mit

14 Restaurants beteiligen sich an den 14. Wismarer Heringstagen: das Galerierestaurant „To‘n Ossen“ im City-Partner-Hotel „Alter Speicher“, das Steigenberger Hotel „Stadt Hamburg“, das Restaurant & Hotel „Wismar“, das Brauhaus am Lohberg, die Phönix-Hotels „Seeblick“ und „Reuterhaus“, das Gasthaus „To‘n Zägenkrog“, das Fisch- und Steakrestaurant „Gottfried‘s“, das Restaurant-Café „Schwedenwache“, alle in Wismar, das Wyndham-Garden-Hotel in Gägelow, das Hotel Schloss Gamehl, „Möllers Krug“ in Wangern/Poel, „Fischer‘s Kiepe“ in Neukloster und das Restaurant „Oase“ in Zierow.



Norbert Wiaterek

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