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Plüschow Förderverein gewürdigt

Der erstmals ausgelobte Erhard-Bräunig-Preis geht nach Friedrichshagen

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Plüschow. Er selbst hatte sich bis zu seinem tragischen Tod im August 2015 für den Erhalt der Friedrichshagener Kirche engagiert – als ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Plüschow, als Gründungsmitglied des Fördervereins zur Erhaltung der Kirche – als Mensch: Erhard Bräunig. Im Gedenken an den ehemaligen Landrat Nordwestmecklenburgs rief die Bürgerstiftung der Volks- und Raiffeisenbank den mit 5000 Euro dotierten Erhard-Bräunig-Preis für vorbildliches, bürgerschaftliches Engagement ins Leben. Diesen – und so schließt sich der Kreis – erhielt der Förderverein Friedrichshagen; jene Institution, die Erhard Bräunig vor fünf Jahren mit aus der Taufe hob. Völlig sprachlos nahmen die Fördervereinsmitglieder Joachim Schünemann und Hans-Heinrich Dreves den von Udo Rathke vom Künstlerhaus Schloss Plüschow entworfenen Pokal entgegen. Von einer hochkarätig besetzten Jury – bestehend aus Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss, Rostocks Landrat Sebastian Constien, Susanne Bräunig als Witwe des Verstorbenen, den Chefredakteuren Andreas Ebel (OSTSEE-ZEITUNG) und Michael Seidel (Schweriner Volkszeitung) sowie Uwe Gutzmann und Dieter Heidenreich von der Bürgerstiftung der Volks- und Raiffeisenbank – ist das Duo unter 44 Nominierungen ausgewählt worden.

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Der erstmals ausgelobte Erhard-Bräunig-Preis geht nach Friedrichshagen

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Der Verein

„Ich hatte die Ehre, Erhard Bräunig begegnen zu dürfen. Er hat sich so leidenschaftlich, tatkräftig und unkonventionell für die Belange seiner Mitmenschen eingesetzt.

Björn Engholm, Laudator

Schiefe Wände, starke Rissbildung im Mauerwerk, Frost- und Feuchtschäden, Schäden an der Dachdeckung und an der hölzernen Dachkonstruktion – Björn Engholm, ehemaliger SPD-Bundesvorsitzender, Ex-Kanzlerkandidat, schleswig-holsteinischer Ministerpräsident a. D. und Laudator, zählte nur einige Mängel auf, die die Kirche vor ein paar Jahren noch aufwies. Dann aber fanden sich Menschen die das Gotteshaus erhalten wollten. Der erste Schritt war die Gründung eines Fördervereins. Unter ihnen war auch Erhard Bräunig, der, so verriet es Joachim Schünemann vom Förderverein in seiner Dankesrede, gab auch den eigentlichen Anstoß für das Mammutprojekt Kirchensanierung – mit seinen gern verwendeten Worten „Mensch, da müssen wir etwas machen“.

„Ich hatte die Ehre, Erhard Bräunig begegnen zu dürfen. Er hat sich leidenschaftlich, tatkräftig und unkonventionell für die Belange seiner Mitmenschen eingesetzt“, lobte Björn Engholm.

Und er fasste das zusammen, was schon Bildungsministerin Birgit Hesse einige Minuten zuvor in ihren Grußworten mitteilte: „Erhard Bräunig hat es vollkommen verdient, dass der Preis seinen Namen trägt.“

Die Sanierung der Kirche, der Orgel und der Orgelempore ist das eine, was sich der Verein auf die Fahnen geschrieben hatte. Aber hinzu kommt noch viel mehr: Er schafft ein Wir-Gefühl in der gesamten Gemeinde. Konzerte, Feste – kurzum: Erhalt des kulturellen Erbes. Heute ist das Gebäude als Radwegekirche ausgewiesen. Das nahe Freizeitheim der Gemeinde wurde zur Unterkunft, damit Radtouristen auch ein Dach über dem Kopf finden können – alles aus der Initiative bürgerlichen Ehrenamts heraus umgesetzt. „Der Förderverein packt an und hat Erfolg, weil sich engagierte Menschen aus verschiedenen Interessen heraus gemeinsam für ein Ziel einsetzen“, so Björn Engholm.

Als einen „sehr emotionalen Moment“ bezeichnete Susanne Bräunig, die Witwe von Erhard Bräunig, die gestrige Veranstaltung und die Würdigung des Lebenswerkes ihres Mannes. „Ich finde es wirklich gut, dass das Ehrenamt so gewürdigt wird.“

Den Förderverein zur Erhaltung der Kirche Friedrichshagen gibt es seit dem 13. April 2011. Insbesondere den Erhalt der historischen Bausubstanz und der kulturhistorischen Ausstattung der Kirche hat sich der Verein auf die Fahnen geschrieben.

Die Kirche feierte in diesem Jahr ihr 600-jähriges Jubiläum. Zuletzt setzte sich der Förderverein dafür ein, dass die Winzer-Orgel im Gotteshaus aufwendig repariert wird.

Jana Franke und Michael Prochnow

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