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Folien von Erdbeerfeldern gerollt

Hohen Wieschendorf Folien von Erdbeerfeldern gerollt

Betriebsleiter vom Erdbeerhof Glantz in Hohen Wieschendorf sieht Ernte durch kalte Witterung nicht gefährdet. Verkaufsstart ist für Mitte Mai angekündigt.

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F�r Reparaturarbeiten am Bew�sserungssystem werden dieser Tage Vlies und Folie zur�ckgerollt, um dann wieder sch�tzend �ber die Pflanzen gelegt zu werden. Fotos (2): Cornelia Roxin

Quelle: Cornelia Roxin

Hohen Wieschendorf. Sie heißen Honeoye, Sonata, Florence und Malwina und stehen in dieser Reihenfolge für frühe, mittelspäte, späte und sehr späte Erdbeersorten.

Angeboten werden die Früchte mit den wohlklingenden Namen in diesem Jahr vom Erdbeerhof Glantz in Hohen Wieschendorf. Die spannende Frage angesichts der aktuellen Wetterlage ist nur: Wann kommen die Beeren der Frühsorte auf den Markt?

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F�r Reparaturarbeiten am Bew�sserungssystem werden dieser Tage Vlies und Folie zur�ckgerollt, um dann wieder sch�tzend �ber die Pflanzen gelegt zu werden. Fotos (2): Cornelia Roxin

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Betriebsleiter Jan van Leeuwen geht davon aus, dass es wie im Vorjahr am 25. Mai so weit sein wird. Im vergangenen Jahr folgte auf einen warmen März noch ein Kälteeinbruch, sodass die Erdbeeren erst Mitte Mai reif waren. Der 48-Jährige zeigt sich optimistisch und stellt in Aussicht: „Der 25. ist leicht zu schaffen.“ Damit wäre der Erdbeerproduzent, der seine Früchte auf 160 Hektar größtenteils in Ostseenähe rund um Hohen Wieschendorf, Gramkow und Beckerwitz anbaut, dann schon zum zweiten Mal von dem für Jan van Leeuwen als normal geltenden Verkaufsstart um den 15. Mai herum abgewichen. Auch wenn die Pflanzen in ihrer Entwicklung jetzt zwei bis drei Wochen hinterher sind, „die Natur holt das schon wieder auf“, sagt der Fachmann. Das Problem allerdings sei, dass jetzt Arbeiten, für die sonst drei Monate Zeit wären, in sechs bis sieben Wochen erledigt werden müssten. Einziger Vorteil: „Das Unkraut wächst nicht so, wir müssen vielleicht weniger mit der Handhacke los“

Jan van Leeuwen spricht von einer belastenden Situation und charakterisiert damit den gegenwärtigen Betriebsalltag. „Drei bis vier Mann schauen mehrmals am Tag auf den Wetterbericht.“ Angesichts der handintensiven Arbeit werde immer wieder diskutiert, „wann brauchen wir wie viele Leute“. Und: „Was wir uns morgens ausgedacht haben, ist abends schon überholt.“ Trotzdem: Jan van Leeuwen strahlt Optimismus aus. Immer wieder bemüht er „spannend“, um die Arbeit zu beschreiben und lässt keinen Zweifel daran, dass sie Spaß macht. „Die Ernte ist nicht verloren!“ In dieser Aussage bestärkt ihn die Tatsache, dass am Montag bei einer Kontrolle von 10 bis 15 aufgeschnittenen Pflanzen verschiedener Sorten lediglich eine Frostschäden aufwies. Um die Blüten ist ihm zudem nicht bange, die würden bei der Erdbeere schon im Oktober angelegt.

Und was passiert dieser Tage auf den Feldern? Folie und Vlies, die die Erdbeerreihen noch zum Schutz bedecken, werden zurückgerollt, Reparaturen am Bewässerungssystem vorgenommen. Nicht alle im Boden liegenden Tropfschläuche haben die zurückliegende Zeit unbeschadet überstanden. Sie müssen funktionieren, schließlich erfolgt über sie auch die gezielte Düngergabe. Die Erdbeeren hätten Familienanschluss, scherzt Jan van Leeuwen. „Sie werden mit dem Löffel gefüttert“, beschreibt er die von Bodenschnelltests begleitete Nährstoffgabe über die alle 30 Zentimeter im Schlauch eingebrachten Öffnungen. Nach getaner Arbeit kommt die zweifache Abdeckung wieder über die Pflanzen. Das Vlies bleibt später sogar so lange in den Ackerfurchen liegen, bis die Gefahr der Spätfröste gebannt ist. Neue Erdbeerpflanzen für die Nachzucht, aber auch die Ernte noch in diesem Jahr, hofft Jan van Leeuwen kommende Woche in die Erde zu bringen.

Fakten und Zahlen
In Hohen Wieschendorf dreht sich alles um Produktion und Verkauf von Erdbeeren, Himbeeren und Weihnachtsbäumen. Auf insgesamt 470 Hektar bewirtschafteter Fläche werden auch Weizen, Zuckerrüben und Raps angebaut. Erdbeeren sind im Vorjahr 1700 Tonnen geerntet worden.


Im Mai schnellt die Mitarbeiterzahl von jetzt rund 30 auf 700 hoch. Allein 200 Leute verkaufen. Spargel, der über eine Anbaugemeinschaft in Brandenburg und Niedersachsen produziert wird.

Cornelia Roxin

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