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Frau stirbt nach Familiendrama mit psychisch krankem Sohn

Wismar-Redentin Frau stirbt nach Familiendrama mit psychisch krankem Sohn

Mann ließ eigene Mutter offenbar tagelang hilflos im Hausflur liegen. Eine
Nachbarin erhebt schwere Vorwürfe gegen Nordwestmecklenburgs Gesundheitsdienst. Immerhin wusste er seit Ende März von der Situation im Stadtteil Redentin.

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Die Johanniter Unfallhilfe birgt am Ostersonntag in Redentin die verletzte Frau. Ihr psychisch kranker Sohn hat ihr nicht geholfen.

Quelle: privat

Wismar-Redentin. Familiendrama in Wismar: eine Frau ist tot, ihr psychisch kranker Sohn liegt im Krankenhaus. Hat der Gesundheitsdienst versagt? Seit Ostern war ihm die Situation bekannt, als der Rettungsdienst die verletzte, verwahrloste Mutter barg, die kurz darauf starb. Jetzt wurde der Sohn schwer verletzt in der Wohnung gefunden.

Laut einer Schilderung der Nachbarin Annette K. wurde die Lage in Redentin vor Ostern immer dramatischer. Im Reihenhaus nebenan fiel ihr auf, dass sie Anna X. seit etwa 14 Tagen nicht gesehen hatte. Stattdessen sah sie den kranken Sohn den Müll rausbringen. „Das war absolut ungewöhnlich“, sagt die Nachbarin. Durch die Wand hörte sie Anna und Sohn Hans streiten. Bis Ostersonntag. „Da habe ich Anna X. fürchterlich um Hilfe rufen hören“, sagt Annette K. Sie fuhr zur Polizei. Den Beamten bot sich nach eigenen Angaben ein Bild des Grauens: Anna X. lag auf dem Fußboden im Flur, in ihrem Kot und Urin – seit zwei Wochen, wie sie den Helfern sagte. Sie kam sofort ins Krankenhaus und verstarb dort nur wenige Tage später.

Die Nachbarn erheben nun schwere Vorwürfe gegen den Öffentlichen Gesundheitsdienstes. „Ich hätte spätestens nach dem Tod der Mutter eine Reaktion erwartet“, sagt eine Nachbarin und Augenzeugin.

Der Gesundheitsdienst, der die psychische Erkrankung des Sohnes bestätigt, ließ der OZ am Donnerstag mitteilen, er habe den Betroffenen nach den Ereignissen von Ende März und Anfang April aufgesucht und „im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten gehandelt“. Dennoch liegt der Mann jetzt im Krankenhaus.

Von Kartheuser, Sylvia

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