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Wismar Freie Fahrt ab 10. August
Mecklenburg Wismar Freie Fahrt ab 10. August
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08:51 27.04.2018
Die Kreuzung Schweriner Tor soll ab dem 10. August wieder komplett befahrbar sein. Quelle: Ulrich Jahr
Wismar

Die aktuell größte Baustelle auf Wismars Straßen ist die am Schweriner Tor. Ein Ende rückt in Sichtweite. „Die Baustelle soll nach derzeitiger Planung zum 10. August 2018 fertiggestellt sein“, so Marco Trunk, Sprecher der Stadtverwaltung. Seit Anfang April 2016 wird gebaut. Damals hieß es: „Ab April 2018 soll der Verkehr an dem Knotenpunkt wieder ungehindert fließen.“ Das klappt nicht, es gab aber auch schon schlimmere Verzögerungen. Allerdings fallen die Einschränkungen damit in die dritte Urlaubssaison.

Endspurt bei der Baustelle am Schweriner Tor. Autofahrer können in Wismar aber nur kurz aufatmen.

Zu den noch ausstehenden Arbeiten teilt die Stadtverwaltung mit, dass im Bereich der Dr.-Leber-Straße  noch der Kanalbau ansteht sowie Beleuchtung, Straßenbau, Geh- und Radweg und Hausvorfelder hergestellt werden müssen. Weiterhin ist die neue Ampelanlage zu installieren, die Beschilderung und Markierung müssen erneuert werden. Für die Autofahrer ist entscheidend, wann der Verkehr an der vielbefahrenen Kreuzung wieder ungestört fließen kann. Restarbeiten werden wahrscheinlich auch nach dem 10. August noch zu erledigen sein.

In 4 Straßen gebaut

Von der Großbaustelle waren gleich vier Straßen betroffen: die Dahlmannstraße bis zur Fritz-Reuter-Schule, der untere Teil der Dankwartstraße, die Schweriner bis Höhe ehemaliges Volkshaus/jetzige Kita und die Dr.-Leber-Straße bis Höhe Mecklenburger Straße. 

Verkehrszählungen vor dem Beginn der Arbeiten hatten ergeben, dass täglich rund 17000 Fahrzeuge die Kreuzung passieren. Damit zählt sie zu den Kreuzungen, die in Wismar am meisten genutzt werden. Autofahrer mussten Umleitungen und Sperrungen in den letzten zwei Jahren über sich ergehen lassen. Auch Anwohner mussten mit Einschränkungen leben.

Kein Kreisverkehr

Im Vorfeld der Planung für die neue Kreuzung hatten auch das Land und die Stadt über einen Kreisverkehr diskutiert. Die Analyse ergab die Qualitätsstufe F und damit die letzte Stufe. Von A bis D wäre ein Kreisel sinnvoll, E und F sprechen dagegen. Gründe für die Einstufung mit F: das hohe Verkehrsaufkommen (dazu unterschiedlich stark aus den vier Zufahrtsstraßen), hoher Fußgänger- und Radverkehr und die unsymmetrische Form der Kreuzung. Das Resultat wären zu lange Wartezeiten. Es bleibt also bei der Ampel. 

Die frühere Dreiecksinsel im Bereich Schweriner Straße/Dr.-Leber-Straße gibt es nicht mehr. Davon versprechen sich die Planer verkürzte Wartezeiten. Die Wegebeziehungen sollen insbesondere für Radfahrer optimiert werden. Die Nebenanlagen werden mit einem Blindenleitsystem ausgestattet.

Die nächsten Projekte

Nach der Fertigstellung der Arbeiten am Schweriner Tor können Autofahrer auf Wismars Straßen gut vier Monate durchpusten. Von Januar 2019 bis Ende 2020 ist mit einer Sperrung der Poeler Straße zu rechnen. Grund ist die geplante Unterführung, damit sich Bahn und Autos nicht mehr kreuzen. Noch in diesem Jahr wird es bei dem Vorhaben der Deutschen Bahn zu zeitweiligen einspurigen Sperrungen in der Poeler Straße kommen, weil Leitungen im großen Stil neu verlegt werden. Zudem soll im letzten Quartal 2018 in Höhe der Brücke über den Wallensteingraben eine einspurige Ersatzbrücke geschaffen werden. Die Straßenbrücke lässt die Stadt neu bauen.

Nach der Baumaßnahme in der Poeler Straße folgt der Neubau der Hochbrücke. Welche Variante gebaut wird, steht noch nicht fest. Die Entscheidung trifft das Land. Allerdings favorisiert die Stadt eine andere Variante als das Land (OZ berichtete).

Schweriner Tor

Die Schweriner Straße hieß früher „Vor dem Mecklenburger Tor“. Die Bezeichnung Schweriner Tor hat sich im Sprachgebrauch eingebürgert. Es gab weder ein Tor mit dem Namen, noch gibt es heute eine solche Hausadresse. Es ist mehr eine Richtungsangabe für den Weg von der Altstadt nach Schwerin.

Das neue Mecklenburger Tor wurde in der Nacht vom 22. zum 23. Mai 1869 entfernt. Es stand seit 1688 am unteren Ende der Dankwartstraße, die davor eine Sackgasse war.

Bis 1688 gab es ein Mecklenburger Tor in der Mecklenburger Straße. Es wurde dann in die Dankwartstraße aus praktischen Gründen der Verkehrsführung verlegt.

Eine Tafel des Tores mit ihrer Inschrift hängt seit 1909 über der Eingangstür des Rathauses. Die Wappen des Mecklenburger Tores schmücken den Frontispiz des Zeughauses zur Ulmenstraße hin.

Hoffmann Heiko

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