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Freiwillige Feuerwehr in Passee hat große Sorgen

Passee Freiwillige Feuerwehr in Passee hat große Sorgen

Brandbekämpfer brauchen ein neues Haus und wurden bestohlen

Passee. Die Freiwillige Feuerwehr Passee ist im vergangenen Jahr arg gebeutelt worden. „Als ein Kamerad nach einem Sturmschaden die Ausrüstung aus dem Gerätehaus holen wollte, musste er feststellen, dass eingebrochen worden war“, sagt Wehrführer Peter Frenzel. Die Diebe haben so ziemlich alles mitgehen lassen, was sie irgendwie heben konnten. Darunter auch das Notstromaggregat, das einmal 1800 Euro gekostet hat. „Wir brauchen unbedingt ein neues Feuerwehrhaus, das jetzige entspricht schon lange nicht mehr den Vorschriften“, klagt der Wehrführer.

Vor allen Dingen ist es viel zu klein und zu eng. So muss bei Alarm erst das Löschfahrzeug rausgefahren werden, bevor sich die freiwilligen Brandbekämpfer in dem Raum umziehen können. Das sei allein schon wegen der Benzindämpfe ein unhaltbarer Zustand. „Außerdem geht dabei einfach viel zu viel Zeit verloren“, erklärt Wehrführer Peter Frenzel.

An der Gemeinde liegt es nicht, dass es mit einem Neubau nicht vorangeht, betont Bürgermeister Adolf Wittek (parteilos). „Wir warten noch immer auf das Baugrundgutachten“, sagt er. Das Geld, um die Fundamentplatte zu gießen, sei im Haushalt eingestellt. Was den Verlust des Notstromaggregats angeht, so soll es nach den Worten des Bürgermeisters schnell ersetzt werden.

Das vergangene Jahr war recht ruhig. Nur vier Einsätze musste Passees Feuerwehr fahren. Zudem führte sie zwei Übungen durch. Dabei machte die im Ortsteil Höltingsdorf mit den Freiwilligen Feuerwehren Glasin und Züsow in der Praxis deutlich, was theoretisch schon bekannt war: Löschwasser ist Mangelware. „Wenn es dort brennt, müssen wir auf private Wasserstellen zurückgreifen“, sagt Peter Frenzel.

Der Hydrant liefere zu wenig. 36 Minuten habe es gedauert, bis 2000 Liter Wasser im Tank waren. Eindeutig zu lange.

Eine Lösung deutet sich an: Der Landwirtschaftsbetrieb Landboden Glasin hat einen Wasserbehälter übrig — und würde ihn der Gemeinde zur Verfügung stellen. Der Plan ist, den Behälter im Wald von Höltingsdorf in die Erde zu setzen. Gefüllt werden soll er durch Regenwasser. Dann stünden der Feuerwehr 10000 Liter für den Ernstfass zur Verfügung. „Amtswehrführer Rainer Müller hat mir erklärt, dass für eine effiziente Feuerbekämpfung mindestens 6000 bis 8000 Liter Wasser gebraucht werden“, erklärt Adolf Wittek. Mit dem Tank im Wald hätte Höltingsdorf sogar noch einen ordentlichen Puffer.

Die Freiwillige Feuerwehr Passee hat derzeit 17 aktive Mitglieder. Ihr Altersdurchschnitt liegt bei 36 Jahren.

Von Sylvia Kartheuser

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