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Freiwillige der Jugendbauhütte helfen im Ringlokschuppen

Wismar Freiwillige der Jugendbauhütte helfen im Ringlokschuppen

Die Jungen und Mädchen wollen anpacken und Berufserfahrung sammeln.

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Nicht nur f�r Eisenbahnfreunde ist der historische Lokschuppen in der Poeler Stra�e ein Eldorado. Auch Besucher sind beeindruckt.

Quelle: Rita Gralow

Wismar. Eine Woche lang helfen 18 Jugendliche der Wismarer Jugendbauhütte im historischen Ringlokschuppen der Hansestadt. Ein bisschen Knochenarbeit und viel Handwerk, damit wieder Gleise verlegt werden können. Und das alles freiwillig. „Meine erste Tür“, sagt Jessica Thomas. Die Tür soll ein altes „Provisorium“ am Ringlokschuppen ersetzen. Drei Mädels sägen und schrauben unter fachkundiger Anleitung und sind sichtlich stolz auf das Geschaffte am Ende des Arbeitstages. Die 18 Jugendlichen machen ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege, sind in verschiedenen Einsatzstellen im Land beschäftigt und schnuppern in unterschiedliche Gebiete der Denkmalpflege hinein. Hinzu kommen die gemeinsamen Seminare sowie nun das in Wismar.

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Nicht nur f�r Eisenbahnfreunde ist der historische Lokschuppen in der Poeler Stra�e ein Eldorado. Auch Besucher sind beeindruckt.

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Das dritte Mal ist die Jugendbauhütte beim Ringlokschuppen aktiv. Die Aufgabe: „Wir schalen die Vorderkante des Hallenbodens ein und betonieren dann“, erklärt Maurermeister Nikolaus Delueg.

Vier solcher Kanten müssen sie in dieser Woche fertigen, dann sind alle zwölf „Einfahrten“ im Ringlokschuppen wieder so hergestellt, dass die Schienenanlagen weiter gebaut werden können. Und wenn dann die historischen Züge am Ringlokschuppen wieder rollen, haben auch die Jugendlichen ihren Teil dazu getan. „Das ist schon ein tolles Gefühl“, sagt die 20-jährige Jessica. Sie ist eigentlich in der Museumspädagogik der Güstrower Ernst-Barlach-Stiftung eingesetzt. Nichts mit Handwerk. Da helfen die Seminare der Jugendbauhütte. „Die sind interessant, um sich auszuprobieren“, erklärt Jessica.

Sie findet es spannend, wie solch alltägliche Dinge wie eine Tür entstehen können. „Ich wollte nach dem Abi erstmal Berufserfahrung sammeln“, erzählt die Güstrowerin, wieso sie sich für die Jugendbauhütte und damit das Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege entschieden hat. „Für mich sind das jetzt viele praktische Erfahrungen, bevor ich mit dem Studium wieder die Schulbank drücke.“

Eigentlich wollte sie Restaurierung studieren, aber nach der jetzt gewonnenen Praxis weiß sie, das wäre nichts für sie. Die Arbeit der Jugendlichen ist wichtig. Sie sind Grundlage dafür, dass es bei der Restaurierung des Ringlokschuppens weitergehen kann. Dazu gehört auch Abriss: Dominik Grunau (24) stemmt mit schwerer Technik den alten und zum Teil zerstörten Beton weg, damit die Jugendlichen um Maurermeister Nikolaus Delueg Schalungen für den neuen Beton bauen können.

Bewerben
Noch können sich Jugendliche bewerben, die beim nächsten Freiwilligen Jahr in der Denkmalpflege dabei sein wollen. 266 junge Leute bis zum Alter von 27 Jahren haben seit 2001 ihr Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege in der Wismarer Jugendbauhütte gemacht.


Mehr Infos und Bewerbungen gibt es bei der Jugendbauhütte und ihrem Träger, den internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd), Hinter dem Chor 13-15, in Wismar. ☎ 0 38

41- 22 69 43, und auf www.ijgd.de.

Nicole Hollatz

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