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Freizeitfläche: Unesco-Beirat will weniger Bäume

Wismar Freizeitfläche: Unesco-Beirat will weniger Bäume

Der erste Entwurf für den Alten Hafen soll nachgebessert werden / Forderung: mehr urbanes Flair

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Der Vorentwurf zeigt die Freizeitfläche inmitten der Speicher im Alten Hafen. FOTO/GRAFIK: HANNES HAMANN LANDSCHAFTSARCHITEKTEN BDLA/ARNO ZILL

Wismar. Der erste Entwurf für die Freizeitfläche im Alten Hafen ist beim Unesco-Sachverständigenbeirat auf wenig Gegenliebe gestoßen und muss nun überarbeitet werden.

„Weniger Grün, mehr architektonische Landschaft“, so der Beiratsvorsitzende Frank Pieter Hesse. Vor allem an den beiden Baumgruppen stört sich der Beirat, der die Stadt in Gestaltungsfragen berät.

Die Denkmalpflege sei eher baumunfreundlich, lautete ein Bekenntnis. Grün im Alten Hafen sei ortsuntypisch. Wenn überhaupt, dann weniger Grün.

Auch die quer über den Platz verlaufende Spiellandschaft für kleine und ältere Kinder erscheint dem Beirat zu üppig. Von „bisschen städtischer und urbaner“ ist die Rede.

Bürgermeister Thomas Beyer betont, dass es sich um einen ersten Entwurf handelt. „Wir wollen eine breite Beteiligung“, so Beyer. Auch Vertreter des Kinder- und Jugendparlaments hatten am Montag die Ausführungen des Sachverständigenbeirats verfolgt. Und waren überrascht, dass sich die Experten am Grün und den großzügigen Spielmöglichkeiten stoßen. Gerade das gefiel den Jugendlichen. Sie hoffen, dass auch sie in der Diskussion Gehör finden werden. Die ersten Reaktionen zum Entwurf (die OZ berichtete) waren insgesamt positiv. Für die etwa 70 mal 35 Meter große Freizeitfläche inmitten der historischen Speicher hat die Stadt 680000 Euro im Haushalt eingeplant. Die Stadt hatte Ende vergangenen Jahres den Auftrag zur Gestaltung an die Landschaftsarchitekten bdla aus Rostock vergeben.

Der Entwurf sieht Spielmöglichkeiten, zwei Baumgruppen, Sitzbänke, Bereiche für Boule und Kubb (Wikingerschach), Lampen und Hinweisstelen mit Informationen zu den Speichern vor. Gedacht wird ferner an Technikanschlüsse, um zum Beispiel bei Events auch Bühnen mit Strom versorgen zu können.

Heiko Hoffmann

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