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Freizeitkapitäne starten in die Saison

Wismar Freizeitkapitäne starten in die Saison

Skipper Frank Langheim bringt sein zwölf Meter langes Schiff im Wismarer Westhafen auf Vordermann

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Frank Langheim kümmert sich im Wismarer Westhafen um seine zwölf Meter lange Yacht „Spica“.

Quelle: Foto: Hans-Joachim Zeigert

Wismar. Lebendigkeit herrscht jetzt in den Marinas – wie im Wismarer Westhafen. Einige Boote sind bereits zu Wasser gelassen worden. Auch Skipper Frank Langheim (53) macht keinen Hehl daraus, dass es ihm mit den zunehmend wärmeren Tagen schon mächtig in den Händen juckt, endlich wieder auf das Wasser zu gelangen. Deshalb nutzt er seine dienstfreie Zeit gern für ein paar zusammenhängende Tage an seinem Boot. Und da er aus dem binnenländischem Dassel im Raum von Hannover stammt, hat er sich ganz unkompliziert in einem der Gästezimmer beim Sportbootservice Westhafen einquartiert.

„So kann ich meine Zeit am Boot optimal nutzen“, sagt er. Mit Erfolg, wie seiner zwölf Meter langen „Spica“, erbaut in den Niederlanden und bereits im passablen Zustand, anzusehen ist. Der Schiffsnahme orientiert sich an einem Stern, dem hellsten übrigens im Sternbild der Jungfrau, erklärt der Freizeitkapitän.

Das Unterwasserschiff steht bereits gut in der ziegelroten, bewuchshemmenden Spezialfarbe. Am Überwasserschiff sind noch einige Stellen auszubessern. Dafür ist das Teakholzdeck bereits für den Saisonstart konserviert. „Der Farbanstrich im Freien macht erst Sinn, wenn die Thermometerskala bis in den zweistelligen Bereich klettert“, sagt Langheim. Und das hat er genutzt. Zwei Tage nach Ostern soll sein Freizeitschiff ins Wasser gehen. Damit sind für ihn, trotz Unterbrechungen, alle noch anliegenden Arbeiten bis zum Saisonstart zu schaffen. „Geld verdienen muss man schließlich auch noch“, betont er.

Konkret baut er bei Siemens im Offshore-Sektor an Windradanlagen mit. Aus diesem Grund holt er seinen Segler die Saison über nach Cuxhaven. Folglich führt sein Törnauftakt von Wismar über Fehmarn, Kiel und den Nord-Ostsee-Kanal direkt dorthin. „Vielleicht einmal von Helgoland, wo sich meine Service-Station befindet, bis nach England rüber“, schließt er nicht aus. Das wäre für ihn eine recht anspruchsvolle Nordsee-Tour.

Seine Maritime Leidenschaft, die ihn in freizeitlicher Betätigung weiter fordert, hat ihren Ursprung in seiner Zeit als Berufssoldat bei der Bundesmarine, wo er zudem seinen ersten Bootsführerschein erwarb. Sein Einsatzort als Spezialist für Unterwasseraufklärung war das 1. U-Bootgeschwader in Kiel. Den Film „Das Boot“ – der vom Schicksal einer U-Boot-Besatzung im Zweiten Weltkrieg erzählt – hat er sich so häufig angeschaut, „dass ich dort fast selbst mitspielen könnte“, lacht der einstige U-Bootfahrer. Die darstellerische Leistung verschiedener Schauspieler hält er auch heute noch für hervorragend. Dass am Heck seiner „Spica“ Hamburg als Heimathafen steht, ist seinem Vorbesitzer geschuldet, der dort für die Eintragung ins Schifffahrtsregister sorgte. Von dem erwarb Langheim den Segler im Vorjahr in Wismar. Im Zuge der Bootsübernahme freundete er sich schnell mit dem Team um Sportboot-Service- Betreiber Uwe Deutschmann an. „Das ist eine sehr tolle, flinke und hilfsbereite Truppe, deshalb fühle ich mich weiterhin im dortigen Winterquartier sehr gut aufgehoben.“

Hans-Joachim Zeigert

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