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Wismar Fremde Kulturen gemeinsam erleben
Mecklenburg Wismar Fremde Kulturen gemeinsam erleben
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03:52 10.09.2013
Afghanische Frauen beim Fest der Kulturen im vergangenen Jahr im Heiligen-Geist-Kirchhof. Quelle: Kirchgemeinde

Musik, Lesungen, Filme, gemeinsam kochen und Kunst, die verbindet. Das Programm zur diesjährigen Interkulturellen Woche in Wismar ist vielfältig. „Wer offen ist, kann mehr erleben“ lautet ganz treffend das Motto. Die Veranstalter wünschen und hoffen sehr, dass viele Menschen aus der Stadt und Umgebung die Möglichkeiten nutzen, um die Kulturen kennenzulernen, die die Migrantinnen und Migranten aus ihren Ländern nach Wismar mitbringen.

Zahlreiche Vereine, Verbände, Einrichtungen und die Kirche haben unter der Regie von Holger Schlichting, dem Ausländerbeauftragten der Stadt, ein breites Angebot für eine Interkulturelle Woche zusammengestellt. Sie beginnt am Montag, dem 16. September, um 19 Uhr mit der Buchvorstellung „Armer Roma, böser Zigeuner“ im Filmbüro. Zu Gast ist der Autor und Journalist Norbert Mappes-Niedeck aus Österreich. Er war viele Jahre auf dem Balkan unterwegs und stellt sich der Diskussion. Eine von vielen Fragen ist: Wie gelingt es, die Roma in die Gesellschaft zu integrieren? Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Tags darauf, am 17. September, findet ebenfalls im Filmbüro der Abend „Afrikanischer Sommer“ statt. Um 19.30 Uhr öffnet eine Schwerinerin ihre Fotoschau, es wird das Projekt „Nebenan in Afrika“

vorgestellt, eine Trommelgruppe tritt auf und es ist ein Film über die südafrikanische Sängerin und Menschenrechtlerin Miriam Makeba zu sehen. (Eintritt: 5 Euro) Der Jugendmigrationsdienst Wismar des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland lädt am 18. September ab 13.30 Uhr zehn junge Migranten aus verschiedenen Ländern zum Malen ein. Das Motto: „Kunst verbindet“. „Junge Afghanen, Iraner, Iraker und Bosnier haben sich bereits angemeldet“, berichtet Jannette Mitzlaff. Sie werden ihre Gedanken und Gefühle, als sie nach Deutschland kamen und wie sie hier aufgenommen wurden, mit Acrylfarbe auf eine Leinwand bringen. Die Bilder sollen unter anderem in den Schulen zu sehen sein.

Zum dritten Mal gibt es am 20. September das beliebte Fest der Kulturen „Ein Klang aus vielen Tönen“. Von 16 bis 19 Uhr erleben Kinder und Erwachsene aus Afghanistan, dem Iran, Vietnam, Deutschland und anderen Ländern auf dem Heiligen-Geist-Kirchhof Musik, erzählen Geschichten und essen gemeinsam. „Menschen verschiedener Religionen, die sonst sehr zurückgezogen leben, begegnen sich mit Respekt“, sagt Holger Schlichting. „Miteinander zu reden ist die wichtigste Botschaft.“ Der Eintritt ist frei.

Ein Gottesdienst zur Interkulturellen Woche wird am 22. September ab 10 Uhr in der Nikolaikirche mit offenen Begegnungen gefeiert.

Einen Hörgenuss, so Wismars Gleichstellungsbeauftragte Petra Steffan, verspricht das Konzert der Gruppe „Sedaa“ am 24. September um 19 Uhr im Zeughaus. Sie nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise zwischen Orient und mongolischer Steppe. Karten gibt es für 12 Euro an der Abendkasse.

Nach einer Idee des Allgemeinen Studierendenausschusses der Hochschule Wismar gibt es dort am 25. September ab 19 Uhr im Raum 217 einen Vortrag „Chancen für einen Frieden in Syrien?“. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Seniorenverein der Hochschule haben Dr. Ehrhard Crome, Referent für Sicherheitspolitik, eingeladen.

Zwei weitere Dokumentarfilme über eine Österreicherin, die für die Rechte von Flüchtlingen kämpft, und über jüdische und Roma-Musikerfamilien sowie ein Segeltörn mit Migranten, Politikern und Akteuren der Integrationsarbeit runden die Interkulturelle Woche ab. Deren Schirmherr, Bürgermeister Thomas Beyer (SPD), zeigt sich beeindruckt von der Vielfalt des Angebots. Es spreche die verschiedensten Gruppen an. „Ich wünsche uns allen Mut und Offenheit zur Vielfalt in unserer Stadt.“

Ausländeranteil

3gute Gründe sieht Bürgermeister Thomas Beyer, Schirmherr der Interkulturellen Woche, dafür, dass sich Wismar als eine von 450 Städten in der Bundesrepublik an dieser Woche beteiligt:
Mit rund 1600 Mitmenschen aus anderen Kulturkreisen hat Wismar prozentual den größten Ausländeranteil an der Bevölkerung im Land MV;

mit über 500 Studenten hat die Hochschule Wismar den höchsten Anteil an ausländischen Studierenden in MV;

mit fast 17 000 ausländischen Touristen im Jahr begrüßt Wismar die meisten internationalen Gäste im Land. (Das sind Relationszahlen. Mit Städten gleicher Größe in Westdeutschland könne sich Wismar nicht vergleichen.)

11 Veranstaltungen sieht das Programm der Interkulturellen Woche in Wismar vom 19. bis 26. September vor. Sie sind kostenfrei bzw. gegen ein geringes Entgelt zu besuchen.

Spenden zur Finanzierung der diesjährigen bzw. künftiger Veranstaltungen im Rahmen der Interkulturellen Woche werden erbeten: Konto 12 000 00 303 der Arbeiterwohlfahrt, KV Wismar e. V., Sparkasse MNW, BLZ: 140 510 00; Verwendungszweck: Beratungsdienst Migration - IKW 2013


• Mehr Infos:
www.interkulturellewoche.de (Suche: Wismar)

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